Allgemeines

Diese finden täglich von Samstag bis Mittwoch statt.


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Zeit A
täglich 10.00 - 11.30
Vorlesung
A1 Vogel
Sinnerlebnis und Sinnlosigkeit
Vorlesung
A1 Vogel
Sinnerlebnis und Sinnlosigkeit
10 h Ralf T. Vogel
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Ein Leiden der Seele, die ihren Sinn nicht gefunden hat. Psychotherapie im Kontext von Sinnerlebnis und Sinnlosigkeit
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. phil. Ralf T. Vogel

Wir Menschen scheinen sinnsuchende Kreaturen zu sein, so der amerikanische Psychotherapeut und Romancier Irvin Yalom, und in der Erkenntnis, dass ein fehlendes Sinnerleben nicht selten die Grundlage psychischer Störungen ist, treffen sich klassische psychotherapeutische Denkschulen mit modernen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Die Vorlesung spürt dem Zusammenhang zwischen den individuellen Sinnperspektiven und den Themen im psychotherapeutischen Feld nach und will damit zu einer inneren Bereitschaft und einer erhöhten Sicherheit der Therapeuten im Umgang mit dem eigentlich unlösbaren Thema des Sinns von Leben und Leiden beitragen.

Empfohlene Literatur:

Lang, T. (2016): Psychologie des Lebenssinns. Berlin: Spinger

Vogel, R.T. (2013): Existenzielle Themen in der Psychotherapie. Stuttgart: Kohlhammer

Vorlesung
A2 Heller
Leben ohne Depression
Vorlesung
A2 Heller
Leben ohne Depression
10 h Janek Heller
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Wie es sich ohne Depressionen leben lässt – Achtsamkeitsbasierte Erhaltungstherapie nach Depressionen
Vorlesung, 10 h: Dipl.-Psych. Janek Heller, Leipzig

Laut WHO werden Depressionserkrankungen bis zum Jahre 2020 die zweithäufigste Volkskrankheit sein. Jedes Jahr erkranken 7 % der Bevölkerung an einer schweren Depression. Die „Volkskrankheit Depression“ ist zwar meist gut psychiatrisch und psychotherapeutisch behandelbar. Jedoch liegt das Rückfallrisiko für eine erneute Erkrankung bei bis zu 80 %. Die Nationale Behandlungsleitlinie Depression betont deswegen die Dringlichkeit einer Erhaltungstherapie sowohl auf psychiatrischer als auch auf psychotherapeutischer Basis. Spezifische Konzepte für eine psychotherapeutische Erhaltungstherapie, abgegrenzt zur Akutbehandlung, sind jedoch rar.

Die achtsamkeitsbasierten Psychotherapieverfahren der sogenannten „3. Welle der Verhaltenstherapie“ verheißen diese Lücke zu schließen. Insbesondere MBCT (Mindfulness Based Cognitive Therapy) stellt ein störungsspezifisches und manualisiertes Behandlungskonzept zur Erhaltungstherapie nach Depressionen dar. Aber auch ACT (Acceptance and Commitment Therapy) scheint als transdiagnostisches Verfahren zur Erhaltungstherapie geeignet zu sein.

Die Vorlesung ist dem Thema der achtsamkeitsbasierten Erhaltungstherapie nach Depressionserkrankungen aus der Perspektive von MBCT und ACT gewidmet – und damit der Frage, wie es sich ohne Depressionen leben lässt.

Vorlesung
A3 Gumz
Spannungen und Krisen
10 h Antje Gumz
Vorlesung
A3 Gumz
Spannungen und Krisen
10 h Antje Gumz
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Wirksamer mit Spannungen und Krisen in der therapeutischen Beziehung umgehen
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. med. Antje Gumz

Spannungen und Krisen in der therapeutischen Beziehung sind häufig und ein Anzeichen für das Verstricktsein von Therapeut und Patient in ein sogenanntes Enactment. Der gelingende Umgang mit ihnen ist ein zentraler Wirkmechanismus von Psychotherapie und Voraussetzung für den Therapieerfolg. Spannungen und Krisen bieten die Möglichkeit, dysfunktionale interpersonelle Schemata zu explorieren und hierüber neue Beziehungserfahrungen zu vermitteln, sie führen aber auch häufig zu negativen Verläufen und Therapieabbrüchen. Insofern ist ein gelingender Umgang mit ihnen unabdingbar. Jedoch fällt es Therapeuten häufig schwer, eine Spannung ausreichend wahrzunehmen und konstruktiv zu besprechen und oft setzen sie das Verstricktsein fälschlicherweise gleich mit therapeutischer Inkompetenz. Die Sensibilisierung für Spannungen und Krisen in der therapeutischen Beziehung und geeignete Interventionstechniken für einen konstruktiven Umgang mit ihnen stehen im Zentrum des Allianzfokussierten Trainings (AFT, Safran & Muran 2000, Eubanks-Carter et al. 2015, Gumz et al. 2017). AFT ist ein psychodynamisch-relational begründetes, empirisch gestütztes, handlungsorientiertes und schulenübergreifendes Konzept für das Training entsprechender therapeutischer Kompetenzen. AFT schult drei therapeutische Skills: 1) das achtsame nicht wertende Wahrnehmen der im Hier und Jetzt der therapeutischen Beziehung erlebten Affekte, 2) die Fähigkeit, schwierig zu handhabende Affekte zu tolerieren und 3) die Fähigkeit, mit dem Patienten in einer hilfreichen Art über das Beziehungsgeschehen zu kommunizieren (Metakommunikation).

In der Vorlesung werden theoretische Hintergründe und Grundlagen des AFT dargestellt und an Videobeispielen illustriert. Im Zentrum stehen häufige Indikatoren von Spannungen und Krisen und verschiedene Techniken, mit ihnen umzugehen. Die Vorlesung richtet sich sowohl an erfahrene Kollegen als auch an Berufsanfänger. Ein auf der Vorlesung aufbauender Kurs mit Übungen zur Vertiefung (Kurs 201) findet jeweils im Anschluss statt (Zeit B). Die Vorlesung kann auch ohne anschließenden Kurs besucht werden.

Empfohlene Literatur:

Safran, J.D., Muran, J.C. (2000). Negotiating the therapeutic alliance. A relational treatment guide. New York: Guilford.

Zeit B
täglich 12.00 - 13.30
Vorlesung
B1 Joraschky
Narzissmus
Vorlesung
B1 Joraschky
Narzissmus
10 h Peter Joraschky
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Scham und Neid als Leitaffekte in der Therapie narzisstischer Störungsanteile
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. med. Peter Joraschky

Anhand von Fallbeispielen, Videoaufnahmen und Therapieprozess-Darstellungen werden folgende Themen behandelt: Störung der Empathie, Störung der Selbstentwicklung, Bindung, Emotionsregulation (Scham, Entwertung), inkongruente Selbstkonzepte, Selbstwahrnehmungsstörungen, narzisstische Vulnerabilität, der offene und verdeckte Narzissmus, Selbstregulation beim beschädigten Selbst und grandiosen Selbst, Psychodynamische Therapie narzisstischer Störungsbereiche, Schematherapie, Umgang mit Verachtung und Neid, interpersonelle Schwierigkeiten, Paartherapie bei Patienten mit narzisstischen Störungen. Verstärkt soll auf therapeutische Schwierigkeiten und Gegenübertragungsprobleme eingegangen werden.

Empfohlene Literatur:

Sprenger B., Joraschky P. (2015). Mehr Schein als Sein. Springer Spektrum.

Kernberg, O. F., Hartmann, H. P. (2006). Narzissmus – Grundlagen – Störungsbilder – Therapie. Schattauer.

Vorlesung
B2 Storck
Psychoanalytische Konzepte
Vorlesung
B2 Storck
Psychoanalytische Konzepte
10 h Timo Storck
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Was bleibt von den psychoanalytischen Konzepten?
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. Dipl.-Psych. Timo Storck

Die Vorlesung stellt die Grundelemente psychodynamischen Denkens aus heutiger Perspektive vor. Dabei erfolgt ein dreifacher Blick: Konzeptuelle Kritik, klinische Anwendung und interdisziplinärer Austausch. Es werden schwerpunktmäßig die Freudschen Grundlagen der Konzepte „Dynamisch Unbewusstes“ und „Objekt(beziehung)“ vorgestellt und im historischen Blick bis hin zu zeitgenössischen Auffassungen erörtert und auf ihren argumentativen Wert hin geprüft. Als weitere Konzepte werden „Übertragung“, „Trieb“ und „infantile Sexualität“ berührt. Es werden Fallbeispiele aus der Literatur herangezogen.

Empfohlene Literatur:

Storck, T. (2018). Grundelemente psychodynamischen Denkens, Band I: Trieb. Stuttgart: Kohlhammer.

Storck, T. (2018). Grundelemente psychodynamischen Denkens, Band II: Sexualität und Konflikt. Stuttgart: Kohlhammer.

Storck, T. (2018). Grundelemente psychodynamischen Denkens, Band III: Das dynamisch Unbewusste. Stuttgart: Kohlhammer.

Storck, T. & Benecke, C. (2018). Psychoanalyse nach Sigmund Freud. Stuttgart: Kohlhammer.

Vorlesung
B3 Hopf
Störungen der Mädchen
10 h Hans Hopf
Vorlesung
B3 Hopf
Störungen der Mädchen
10 h Hans Hopf
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Die Störungen der Mädchen
Vorlesung, 10 h: Dr. rer. biol. hum. Hans Hopf

Mädchen leiden stärker als Jungen unter somatoformen und psychosomatischen Störungen und einer Neigung zu vermehrter Depression und Ängsten. Die Verarbeitung ihrer Konflikte ist deutlich nach innen gerichtet und autoaggressiv. Darum kommen sie während ihrer Pubertät und danach häufig mit Essstörungen, Depressionen sowie selbstverletzendem Verhalten in Behandlung. Das Mädchen erfährt seinen Selbstwert primär über die Anerkennung durch die Mutter. Für die Entwicklung seiner Weiblichkeit ist eine liebevoll-anerkennende und erotischzärtliche Beziehung zwischen Vater und Tochter von höchster Bedeutung. Töchtern wird zwar mehr emotionale Zuwendung entgegengebracht als Söhnen. Die Mädchen werden in ihrem Verhalten aber auch stärker beaufsichtigt und kontrolliert als die Jungen. Darum besitzt das Mädchen ein gut strukturiertes aber auch strengeres Über-Ich. Es muss lernen, seine Aggressionen auf die Außenwelt zu richten. Misslingt das in der Adoleszenz, wird die Aggression gegen das eigene Selbst und den Körper gerichtet mit den bekannten zerstörerischen Folgen. Im Mittelpunkt der einzelnen Vorlesungen werden die folgenden Themen stehen: Die Entstehung der psychischen Geschlechtsunterschiede. Die Mutter-Tochter- Beziehung. Die Vater-Tochter-Beziehung. Depressionen. Selbstverletzendes Verhalten. Anorexia nervosa. Bulimie und Binge Eating.

Empfohlene Literatur:

Heinemann, E.; Hopf, H. (2015): Psychische Störungen in Kindheit und Jugend. Stuttgart: Verlag Kohlhammer, 5. überarbeite Auflage

Hopf, H. (2016): Töchter träumen ihren Vater. In: Huber, J., Walter, H. (Hrsg.): Der Blick auf Vater und Mutter. Wie Kinder ihre Eltern erleben. Göttingen: Verlag Vandenhoeck & Ruprecht

Seiffge-Krenke, I. (2017): Die Psychoanalyse des Mädchens. Stuttgart: Klett-Cotta

Zeit C
täglich 14.00 - 15.30
Vorlesung
C1 Strauß
Bindung
Vorlesung
C1 Strauß
Bindung
10 h Bernhard Strauß
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Was Sie schon immer über Bindung und die Bindungstheorie wissen wollten ...
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. Dipl.-Psych. Bernhard Strauß, Jena

Vor erst etwa 25 Jahren wurde die von John Bowlby entwickelte Bindungstheorie im klinischen Kontext quasi wieder belebt und hat dazu beigetragen, dass Konzepte, die aus dieser Theorie abgeleitet sind (z. B. sichere Basis, innere Arbeitsmodelle von Bindung, Mentalisierung) in der psychotherapeutischen Praxis zunehmend Aufmerksamkeit erlangt haben. Die Vorlesung beginnt mit einer grundlegenden Darstellung der historischen Entwicklung der Bindungstheorie und ihrer Grundlagen sowie der Erkenntnisse der Bindungsforschung bezogen auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Themengebiete der klinischen Bindungsforschung, wie beispielsweise der Zusammenhang zwischen Bindungsentwicklung und der Entwicklung von Psychopathologie, die Neurobiologie von Bindung und Bindungsmerkmale bei unterschiedlichen psychischen Störungen sowie die Relevanz von Bindungsaspekten im psychotherapeutischen Prozess werden Gegenstand einzelner Vorlesungen sein. Abschließend werden auch gesellschaftliche und soziale Aspekte von Bindung (einschließlich die Debatte um die Kinderfremdbetreuung) skizziert und zur Diskussion gestellt. Jede einzelne Vorlesung soll mit einer Zusammenfassung jener Themen und Aspekte enden, die besonders für die psychotherapeutische Praxis relevant sind!

Empfohlene Literatur:

Strauß, B., Schauenburg, H. (Hrsg.) (2017) Bindung in Psychologie und Medizin. Kohlhammer, Stuttgart

Strauß, B. (2014). Bindung. Psychosozial-Verlag, Gießen

Strauß, B. (2008). Bindung und Psychopathologie. Stuttgart, Klett-Cotta

Vorlesung
C2 Freyberger
Transgen. Traumatransmission
Vorlesung
C2 Freyberger
Transgen. Traumatransmission
10 h Harald J. Freyberger
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Dissoziation, Traumatisierung und transgenerationale Traumatransmission
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. med. Harald J. Freyberger

Zunächst wird eine Übersicht über die gegenwärtigen Dissoziations- und Traumakonzepte einschließlich Epidemiologie und Langzeitverlauf der damit verbundenen Störungen dargestellt. Anschließend wird das Konzept der transgenerationalen Traumatransmission erörtert. Anhand von verschiedenen Studienergebnissen zu ehemaligen Konzentrationslagerinsassen, weiteren Verfolgtengruppen aus der DDR-Zeit und den Kindern traumatisierter psychisch kranker Eltern sollen Mechanismen der Traumatisierung und Traumatransmission identifiziert und die Interaktion von Risiko- und Schutzfaktoren beleuchtet werden. Dabei sollen auch Täter-Opfer-Konstellationen diskutiert werden. Anhand von Fallgeschichten und videodokumentierten Interviews werden die verschiedenen Aspekte verdeutlicht.

Empfohlene Literatur:

Freyberger HJ, Maercker A, Spitzer C (2015): Traumatische Folgen der DDR-Zeit. In: Seidler GH, Freyberger HJ, Maercker A (Hrsg., 2015): Handbuch der Psychotraumatologie. Klett-Cotta, Stuttgart, 613 – 626.

Freyberger H, Glaesmer H, Kuwert P, Freyberger HJ (2015): Transgenerationale Traumatransmission (am Beispiel der Überlebenden des Holocaust). In: Seidler GH, Freyberger HJ, Maercker A (Hrsg., 2015): Handbuch der Psychotraumatologie. Klett-Cotta, Stuttgart, 93 – 107.

Vorlesung
C3 Althoff
Mentalisierungsbasierte Therapie
Vorlesung
C3 Althoff
Mentalisierungsbasierte Therapie
10 h Marie-Luise Althoff
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Mentalisierung, Bindung und epistemisches Vertrauen
Vorlesung, 10 h: Dr. phil. Dipl.-Psych. Marie-Luise Althoff, Bielefeld

In dieser Vorlesung werden grundlegende Kenntnisse der Mentalisierungstheorie zusammenfassend vermittelt. Es soll zunächst erfahrbar werden, was es bedeutet „Having Mind in Mind“ (Fonagy). Die Grundprinzipien des Konzepts der Mentalisierung sowie die daraus abgeleitete therapeutische Haltung und Interventionstechnik wird theoretisch und anhand von Fallbeispielen verdeutlicht. Der Einbezug der Bindungstheorie ist dabei schon immer ein zentraler Bestandteil der Theorie und Praxis der Mentalisierungsbasierten Therapie gewesen. In der neueren Entwicklung des Mentalisierungskonzepte ist das Konzept des epistemischen Vertrauens zu einer wichtigen und unverzichtbaren Größe geworden. Der Zusammenhang von Mentalisierung, Bindung und epistemischem Vertrauen wird dargestellt und reflektiert.

Empfohlene Literatur:

Bateman A, Fonagy P (2016) Mentalization-Based Treatment for Personality Disorders. Oxford Press, Oxford

Zeit D
täglich 16.00 - 17.30
Vorlesung
D1 Freyberger
PT der Psychosen
Vorlesung
D1 Freyberger
PT der Psychosen
10 h Harald J. Freyberger
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Psychotherapie der Psychosen
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. med. Harald J. Freyberger

Die Psychotherapie der Psychosen ist eines der interessantesten Kapitel der Psychotherapieentwicklung, da über lange Zeit insbesondere die schizophrenen Störungen als nicht behandelbar galten. Nach den psychotherapierelevanten diagnostischen Grundlagen soll in der Vorlesung zunächst auf die klassischen Konzepte von Freud, Abraham, Fromm-Reichmann und Sullivan eingegangen werden, um dann über die Konzepte zu expressed emotions und zur Familientherapie neuere Behandlungstechniken und -methoden sowohl aus psychodynamischer als auch aus verhaltenstherapeutischer Perspektive darzustellen. Berücksichtigt werden dabei die Interferenzeffekte mit begleitender psychopharmakologischer Behandlung und sozialpsychiatrischen Betreuungsansätzen, in die bis heute wirksame Psychotherapieansätze nicht ausreichend integriert wurden. Als ein besonderes Problem stellt sich dabei die Komorbidität mit verschiedenen anderen Erkrankungen, insbesondere Zwangsstörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen dar.

Vorlesung
D2 Rauchfleisch
Sexuelle Orientierung
Vorlesung
D2 Rauchfleisch
Sexuelle Orientierung
10 h Udo Rauchfleisch
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Einfluss der sexuellen Orientierungen und Identitäten auf den therapeutischen Prozess
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Udo Rauchfleisch, Basel

In der Vorlesung wird aufgezeigt, welchen Einfluss die sexuellen Orientierungen (Heterosexualität, Homosexualität, Bisexualität, Pädophilie / Pädosexualität) und die Identität (Transidentität) der TherapeutInnen und der PatientInnen auf den therapeutischen Prozess haben und welche Konsequenzen sich daraus für die Dynamik der Behandlung ergeben.

Empfohlene Literatur:

Rauchfleisch, U.: Schwule. Lesben. Bisexuelle. 4. Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht 2011. Rauchfleisch, U.: Transsexualität – Transidentität. 5. Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht 2016.

Fiedler, P.: Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung. Beltz 2004.

Vorlesung
D3 Hollas
Spannungsfeld Leistungsdruck
Vorlesung
D3 Hollas
Spannungsfeld Leistungsdruck
10 h Sonja Hollas
bis 31.03.2018
90,00 €
ab 01.04.2018
110,00 €
Ermäßigt
77,00 €
Im Spannungsfeld von Zielorientierung und Leistungsdruck - schwierige Situationen in der Verhaltenstherapie
Vorlesung, 10 h: Sonja Hollas

Ziele sind notwendig, um Veränderungen zu bewirken. Weil Ziele gemeinsam festgelegt werden, wirkt es oberflächlich betrachtet so, als kämpften Hilfesuchende und wir stets zusammen gegen die Krankheit. Aus dem Druck, die psychische Erkrankung zu bessern, entsteht aber automatisch auch Leistungsdruck. Welche Auswirkungen hat der Leistungsdruck auf Hilfesuchende und auf uns? Welche Interessenkonflikte ergeben sich? Was bedeutet es für psychisch kranke Menschen, dysfunktionales Verhalten zu verändern und gleichzeitig zu befürchten, in diesem Prozess von uns beurteilt zu werden? Welches Vertrauen hat eine Person in eine ausgesprochen zielorientierte Therapie, wenn sie davon ausgeht, erst durch Leistungsdruck krank geworden zu sein? Wie erkennen wir, ob ein Therapiestillstand durch Misstrauen gegenüber der Therapie entstanden ist und wie können wir wiederum mit unserem mangelnden Vertrauen in die Therapiemotivation umgehen? An Beispielen, wie diese Konflikte in einer Rehabilitationseinrichtung (RPK) zugespitzt sind, aber immer auch allgemein auf Kontexte in Kliniken und Praxen bezogen, werden verschiedene Wege, mit solchen schwierigen Situationen umzugehen, vorgestellt.

Empfohlene Literatur:

Schwierige Situationen in Therapie und Beratung: 24 Probleme und Lösungsvorschläge Gebundene Ausgabe 10. August 2009 von Noyon, Heidenreich, BELTZ Verlag, 2009

Zeit E
täglich 18.00 - 19.30
Prof. Dr. phil.
Ralf T. Vogel

Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapeut und Psychoanalytiker, Mitgliedschaften: DGPT, DGAP, DVT, Honorarprofessor für Psychoanalyse und Psychotherapie an der HfBK Dresden

Vorlesung
A1 Vogel
Sinnerlebnis und Sinnlosigkeit
10 h Ralf T. Vogel
Übung
406a/b Vogel
Praxiskurs Aktive Imagination
20 h Ralf T. Vogel
Dipl.-Psych.
Janek Heller

Psychologischer Psychotherapeut, niedergelassen in eigener Praxis in Leipzig. Fachkundenachweise in Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierter Therapie (Gestalttherapie) und analytischer Psychotherapie. Lehrtherapeut und Supervisor für Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie. 
Behandlungsschwerpunkte: Psychodynamische und achtsamkeitsbasierte Behandlung von strukturellen Störungen. MBSR Lehrer. Ausgebildet in buddhistischer Vipassana-Meditation in der Theravada-Tradition.

Vorlesung
A2 Heller
Leben ohne Depression
10 h Janek Heller
Übung
202 Heller
Achtsamkeitsmeditation
10 h Janek Heller
Übung
416a/b Heller
MBCT: Mindfulness Based Cognitive Therapy
20 h Janek Heller
Prof. Dr. med.
Antje Gumz

FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Systemische Paar- und Familientherapeutin (DGSF), Psychoanalytikerin, Professorin für Psychosomatik und Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin, Oberärztin an der Hamburger Universiätsklinik

Vorlesung
A3 Gumz
Spannungen und Krisen
10 h Antje Gumz
Kurs
201 Gumz
Spannungen und Krisen
10 h Antje Gumz
Seminar
301 Gumz
Techniken der systemischen Therapie
10 h Antje Gumz
Prof. Dr. med.
Peter Joraschky

FA für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytiker (DPV), Nervenarzt, Supervisor, Lehr- und Kontrollanalytiker des SWK, SPP
Weiterbildungsbefugnis zum FA für Psychotherapeutische Medizin, Ehem. Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus

Vorlesung
B1 Joraschky
Narzissmus
10 h Peter Joraschky
Kurs
408a/b Joraschky
Familienskulptur
20 h Peter Joraschky
Prof. Dr. Dipl.-Psych.
Timo Storck

Psychologischer Psychotherapeut (AP / TP), Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie an der Medizinischen Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Methodologie der Psychoanalyse (insbes. psychoanalytisches Verstehen), Psychosomatik, (teil-) stationäre Psychotherapie, Verbindungen zwischen Psychoanalyse und Philosophie.

Vorlesung
B2 Storck
Psychoanalytische Konzepte
10 h Timo Storck
Seminar
412a/b Storck, Schade, Friedel
Psychoanalytische Filmbetrachtung
20 h Timo Storck, Jochen Schade, Lars Friedel
Dr. rer. biol. hum.
Hans Hopf

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (TP), Ehrenmitglied VAKJP, eigene Praxis

Vorlesung
B3 Hopf
Störungen der Mädchen
10 h Hans Hopf
Kurs
308 Hopf
Traumseminar Kindern und Jugendliche
10 h Hans Hopf
Prof. Dr. Dipl.-Psych.
Bernhard Strauß

Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Universitätsklinikum Jena, Direktor des Instituts für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie

Vorlesung
C1 Strauß
Bindung
10 h Bernhard Strauß
Kurs
106a/b Strauß
Keine Angst vor Guppen!
20 h Bernhard Strauß
Plenarvortrag
Strauß
Vertrauenskrisen in der Psychotherapie
60 min Bernhard Strauß
Prof. Dr. med.
Harald J. Freyberger

FA für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychoanalyse; Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Greifswald am Helios Hanseklinikum Stralsund.

Vorlesung
C2 Freyberger
Transgen. Traumatransmission
10 h Harald J. Freyberger
Vorlesung
D1 Freyberger
PT der Psychosen
10 h Harald J. Freyberger
Plenarvortrag
Freyberger
Vertrauenskrisen in und mit der Psychiatrie
60 min Harald J. Freyberger
Dr. phil. Dipl.-Psych.
Marie-Luise Althoff

Psychoanalytikerin, Dozentin, Supervisorin und Lehrtherapeutin, Interessengebiete Sicherer Rahmen, Mentalisierungsbasierte und Prozessorientierte Psychotherapie

Vorlesung
C3 Althoff
Mentalisierungsbasierte Therapie
10 h Marie-Luise Althoff
Übung
402 Althoff
Übungen zu MBT
10 h Marie-Luise Althoff
Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych.
Udo Rauchfleisch

Psychoanalytiker DPG, DGPT
Forschungsschwerpunkte: Persönlichkeitsstörungen, Psychoanalytische Theorie und Therapie, Sexuelle Orientierungen, Transidentität

Vorlesung
D2 Rauchfleisch
Sexuelle Orientierung
10 h Udo Rauchfleisch
Seminar
311 Rauchfleisch
Persönlichkeitsstörungen
10 h Udo Rauchfleisch
Sonja Hollas

FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie (VT), Ärztliche Leiterin der AWO medizinisch-berufliche Rehabilitation psychisch kranker Menschen (RPK)

Vorlesung
D3 Hollas
Spannungsfeld Leistungsdruck
10 h Sonja Hollas