Dipl.-Psych.

Ahrend, Silke

Psychologische Psychotherapeutin (VT) für Einzel- und Gruppentherapie in eigener psychotherapeutischer Praxis in Burg (Spreewald), Alba Emoting Lehrer und Mitglied der AGEAE

Kurs
121a/b Ahrend
Alba Emoting
20 h Silke Ahrend
Kurs
121a/b Ahrend
Alba Emoting
20 h Silke Ahrend
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Alba Emoting in psychotherapeutischen Prozessen: Ein körperpsychotherapeutisches Intensiv-Training
Kurs, 20 h: Dipl.-Psych. Silke Ahrend

„Kein emotionales Erleben, wie gering es auch sein mag, bleibt ohne körperlichen Nachhall. Wenn wir bei uns selbst und bei anderen Gefühle und Emotionen leichter erkennen, verstehen und aushalten könnten, würden wir vielleicht nicht so verwirrt leben und wahrscheinlich glücklicher“ (Susana Bloch, Chile 2006). Alba Emoting (AE) wurde von Susana Bloch in Chile für den Schauspielbereich entwickelt, um Basis-Emotionen mittels universeller Atemmuster, Körperhaltungen und Mimik authentisch und eindeutig darstellen zu können. Für die Psychotherapie können diese Alba-Emoting-Ausdrucksmuster von großem Nutzen sein: Auf einfache Weise kann dem Patienten vermittelt werden, seine eigenen Gefühle klarer wahrzunehmen, zu akzeptieren und gegenüber anderen Menschen eindeutiger auszudrücken. Vermischte Gefühle (z. B. Wut und Angst) können entmischt, zu schwache und seltene Gefühle entwickelt, zu heftige Gefühle auf ein stimmiges Maß zurückgeführt, extreme Emotionszustände gezielt verlassen und Sicherheit wiederhergestellt werden. Dieser Einführungskurs mit hohem Selbsterfahrungscharakter lädt ein, in einen wohlwollenden und tieferen Kontakt zu den eigenen Emotionen zu kommen und Ressourcen zu stärken. Es werden Grundlagen des AE erarbeitet, Hintergründe zu Technik und Methode vermittelt sowie Fallbeispiele und Anwendungsmöglichkeiten für die Psychotherapie gegeben.

Empfohlene Literatur:
  • Bloch, Susana: Alba Emoting: A Scientific Method for Emotional Induction. 2017
  • Theßen, Lars: Mit Atemübungen zum Gefühlsausdruck: Wahrnehmung und Regulation der Emotionen in der Psychotherapie. Springer (essentials) 2016
Dr. phil.

Althoff, Marie-Luise

Psychoanalytikerin, tätig in eigener Praxis

Vorlesung
B1 Althoff
Mentalisierung
10 h Marie-Luise Althoff
Vorlesung
B1 Althoff
Mentalisierung
10 h Marie-Luise Althoff
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Mentalisierung, Liebe und epistemisches Vertrauen
Vorlesung, 10 h: Dr. phil. Marie-Luise Althoff, Bielefeld

In dieser Vorlesung werden grundlegende Kenntnisse der Mentalisierungstheorie vermittelt. Es soll zunächst erfahrbar werden, was es bedeutet „Having Mind in Mind“. Die Grundprinzipien des Konzepts der Mentalisierung sowie die daraus abgeleitete therapeutische Haltung und Interventionstechnik wird theoretisch und anhand von Fallbeispielen verdeutlicht. Insbesondere wird das basale Konzept der empathischen Validierung diskutiert. In der neueren Theorieentwicklung ist das Konzept des epistemischen Vertrauens, i.e. des basalen Vertrauens in eine Person als sichere Informationsquelle, zu einer wichtigen und unverzichtbaren Größe geworden. Der Zusammenhang von Mentalisierung, Liebe und epistemischem Vertrauen wird dargestellt und reflektiert.

 

Empfohlene Literatur:
  • Bateman A., Fonagy P. (2016): Mentalization-Based Treatment for Personality Disorders. Oxford Press, Oxford
Seminar
414a/b Althoff
Psychoanalytische Filmbetrachtung
20 h Marie-Luise Althoff
Seminar
414a/b Althoff
Psychoanalytische Filmbetrachtung
20 h Marie-Luise Althoff
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Neue Ideen aus der psychoanalytischen Filmbetrachtung
Seminar, 20 h: Dr. phil. Marie-Luise Althoff, Bielefeld

Im Seminar erarbeiten sich die Teilnehmenden im Anschluss an eine methodische Einleitung kulturpsychoanalytische Interpretationen. Das Vorgehen folgt dabei dem Gedanken, dass es für psychotherapeutisch Tätige von hoher Relevanz ist, die Verbindungen zwischen individueller Entwicklung (von Gesundheit wie Krankheit) und gesellschaftlichen Zuständen und Prozessen in den Blick zu nehmen. Viele mediale Darstellungen der Verwobenheit beider Bereiche bieten eine her- vorragende Möglichkeit der Reflexion, die von hoher klinischer Relevanz ist. Das Tagungsthema der EPW 2020 – „Verbinden und/oder Trennen – Umgang mit Abgrenzung in Psychotherapie und Gesellschaft“ – bietet dafür einen besonders geeigneten Rahmen. Dazu wird eine methodische Einleitung gegeben, welche den Einstieg in eine Interpretation des Films „1000 Arten den Regen zu beschreiben“ liefert (Leitung T. Storck).
Am zweiten Tag wird unter der Leitung von J. Schade der Film „Volver“ interpretiert.
Am Montag werden wir uns unter Leitung von Timo Storck dem Film „Victoria“ zuwenden.
Schließlich erfolgen noch Betrachtungen zu „Shine“ und „Gran Torino“ unter der Leitung von Marie-Luise Althoff.
Zu den Gegenständen der kulturanalytischen Interpretation: 1000 Arten Regen zu beschreiben – I. Prahl (2017) nimmt sich die Spannungen in einer Kleinfamilie zum Gegenstand, in der Mike, der gerade 18 Jahre alt gewordene Sohn, sich aus unerfindlichen Gründen dazu entscheidet, sein Zimmer  nicht mehr zu verlassen. Klinisch ist dies als Hikikomori-Syndrom bekannt. Im Film werden die Hilflosigkeit der übrigen Familienmitglieder im Umgang mit der Situation und die Zerreißprobe für die Beziehungen untereinander deutlich. Volver – Pedro Almodovar (2005) – der Film führt zurück in die Kindheit des Regisseurs und schildert eine Art männerfeindliche Geistergeschichte. Den Frauen seiner Heimatregion wird ein Denkmal für Ihre Lebensklugheit und ihre Solidarität gesetzt. Wir können ihn als Dokument einer intensiven Erinnerungsarbeit betrachten, einer Erinnerungsarbeit, die die Frauen idealisiert und von der Trauer über die abwesenden Väter geprägt ist.
Im Jahr 2015 kam der Film Victoria (S. Schipper) in die Kinos und sorgte für Aufregung, da der gesamte Film (mit einer Dauer von 140 Minuten) in einer einzigen Aufnahme, d.h. ohne Schnitt, gefilmt wurde. Der Film handelt von der jungen Spanierin Victoria, die in einer Berliner Nacht vier junge Männer trifft und in intensive Beziehungserfahrungen und eine kriminelle Eskalation hineingezogen wird. Die Machart des Films (Kameraführung, Schauspiel u. a.) bewirken in der Rezeption eine eindrucksvolle Mischung aus Verbindung mit und Trennung vom Geschehen.
Shine – Der Weg ins Licht: Dieser bewegende Film aus dem Jahr 1996 handelt von dem Pianisten David Helfgott (Drehbuch Jan Sardi und Regisseur Scott Hicks). Es wird in Rückblenden die auf Tatsachen beruhende Geschichte des australischen Pianisten erzählt. Als Kind wird der hochbegabte David von seinem traumatisierten Vater schwer gequält. Er kann sich schließlich abgrenzen und vom Vater lossagen. Jedoch entwickelt er Symptome einer schizoaffektiven Störung, die seine weitere Karriere zunächst blockieren. Viele Jahre später ermöglicht ihm die Liebe zu seiner späteren Frau, trotz der Krankheit zur Bühne und in Konzertsäle zurückzukehren.
Gran Torino – Clint Eastwood (2008). Der Korea-Kriegsveteran und pensionierte Automechaniker Walt Kowalski zieht sich nach dem Tod seiner Frau auf die Veranda seines Häuschens in einer Vorstadt von Detroit zurück. Was er beobachtet, mag er nicht: Er kann seine Nachbarn nicht leiden und glaubt, dass sein Amerika vor die Hunde geht. Dann aber wird er doch aktiv und will seine Nachbarn gegen eine örtliche Gang verteidigen. Im Verlauf der weiteren Geschichte rechnet er mit seiner Familie ab.
Gemeinsam werden wir uns alle Filme anschauen und nach einem sich jeweils anschließenden kurzen Impulsvortrag der Referenten hoffentlich in eine angeregte und aufschlussreiche Diskussion übergehen.

Empfohlene Literatur:
  • Hamburger, A. (2018): Filmpsychoanalyse. Gießen: Psychosozial-Verlag
  • Storck, T. & Taubner S. (2017): (Hg). Von Game of Thrones bis The Walking Dead. Interpretation von Kultur in Serie. Berlin u. a.: Springer.

Appel, Eva

Systemische Familientherapeutin hsi, Ausbildung für Kommunikationstraining/Coaching, PEP–Ausbildung - Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie nach Dr. Bohne, Lehrbeauftragte der Hochschule Mainz, Dozentin Grundkurs IGST in Heidelberg, Seminarleitung Plug & Play, Zielkunft Mainz

Kurs
416a/b Appel
Ambivalenz in der Adoleszenz
20 h Eva Appel
Kurs
416a/b Appel
Ambivalenz in der Adoleszenz
20 h Eva Appel
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Zwischen Baum und Borke – Von der Ambivalenz in der Adoleszenz
Kurs, 20 h: Eva Appel

Jugendliche können ihre innere Zerrissenheit oft präzise beschreiben, und auch ihren Wunsch, ein Wunder möge diesen Zustand wegzaubern. Sie hängen zwischen Baum und Borke und sind verzweifelt. Aus systemischer Sicht geht es darum, sie zu unterstützen ihre Ambivalenz zu sehen, anzunehmen und auch als Chance zu betrachten. In diesem Kurs werden mit hypnosystemischen Interventionen und Selbstwirksamkeitstraining Techniken vermittelt, die Jugendlichen helfen, ihre inneren Prozesse selbstregulierend zu steuern. Es handelt sich um eine Sowohl-als-auch- Logik, oder, anders formuliert, um ein Ambivalenzfähigkeitstraining mit dem Ziel, die Selbstbeziehung zu verbessern. Wir stellen die Anwendungstechnik PEP von Michael Bohne vor. PEP (Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie) ist eine Kombination aus Klopftechnik und hypnotherapeutischen Strategien, die mit Selbstakzeptanzübungen die Selbstbeziehung verbessern. Darüber hinaus betrachten Sie Metaphern aus Geschichten und insbesondere Filmen, die den Zugang zu Jugendlichen erleichtert. Anhand von Fallbeispielen geht es um Klärung des Anliegens, das Erkennen von Mustern und Abläufen, sowie unterschiedliche systemische Fragetechniken. Mitbringen sollten Sie viele Fragen, Lust am Ausprobieren, eigene Praxisbeispiele und Ihren Humor.

Dipl.-Psych.

Bach, Katja

niedergelassene Psychologische Psychotherapeutin für Erwachsene (TP, Psychoanalyse, Traumatherapie, EMDR) in eigener Praxis, Dozentin und Supervisorin an der AfP Erfurt

Übung
412a/b Bach
Stabilisierungs- und Distanzierungstechniken - Traumatherapie Erwachsener
20 h Katja Bach
Übung
412a/b Bach
Stabilisierungs- und Distanzierungstechniken -...
20 h Katja Bach
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Stabilisierungs- und Distanzierungstechniken in der Traumatherapie Erwachsener
Übung, 20 h: Dipl.-Psych. Katja Bach

Sie sind eingeladen, praxiserprobte Interventionen zur Stabilisierung und Förderung der Distanzierungsfähigkeit von Patienten mit Traumafolgestörungen in kollegialer und wertschätzender Atmosphäre kennen zu lernen. Die Interventionen werden weitestgehend demonstriert und in Kleingruppen anhand von eigenen, nicht traumatischen Erfahrungen geübt. Die Methoden werden sowohl auf der Therapeutenseite als auch auf der Patientenseite praktisch erfahrbar, was Lust aufs Üben und die Bereitschaft zur Selbsterfahrung voraussetzt. Ziel ist es, dass Sie die Methoden in den Praxisalltag integrieren können. Darüber hinaus möchte ich Sie in diesem Seminar ermutigen, sich der eigenen Psychohygiene zuzuwenden, um Sekundärtraumatisierungen im Umgang mit traumatisierten Patienten vorzubeugen.

Dr. paed.

Becker, Evelyn-Christina

Psychoanalytikerin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in eigener Praxis, Dozentin, Supervisorin und Lehrtherapeutin

Vorlesung
A2 Becker
Mütter und Töchter
10 h Evelyn-Christina Becker
Vorlesung
A2 Becker
Mütter und Töchter
10 h Evelyn-Christina Becker
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Mütter und Töchter
Vorlesung, 10 h: Dr. paed. Evelyn-Christina Becker

Oscar Wilde: „Alle Frauen werden wie ihre Mütter.“
Ja, das wäre eine Möglichkeit. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl anderer …
Ein Seminar über den Beginn des Lebens einer Frau mit einer gleichgeschlechtlichen Beziehung und den daraus resultierenden Folgen zwischen gesunder Autonomieentwicklung, tödlichem Hass auf die Mutterbrust, über totale Symbiose bis hin zum masochistischen Abbruch der Mutterbindung. Die innere Beziehung zum Mutterbild kann die Entwicklung einer Tochter fördern oder zur Quelle von Pathologie werden.
Unter analytischem und tiefenpsychologischem Aspekt sollen Mutter-Tochter-Beziehungen und ihre Konflikte anhand von Fallbeispielen und Weiblichkeitsbildern in Geschichte, Literatur und Gegenwart vorgestellt und diskutiert werden.

Empfohlene Literatur:
  • Johanna Haarer/Gertrud Haarer: Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind – Die Autobiografien der erfolgreichsten NS-Erziehungsexpertin und ihrer jüngsten Tochter. Hannover 2012
  • Ingrid Riedel: Demeters Suche. Mütter und Töchter. Zürich 1989
  • Marianne Krüll: Die Mutter in mir – Wie Töchter sich mit ihrer Mutter versöhnen. Stuttgart 2014
  • Ingmar Bergmann: Herbstsonate. Film. 1978
Seminar
201 Becker
E. Piaf - Psyche und Persönlichkeit
10 h Evelyn-Christina Becker
Seminar
201 Becker
E. Piaf - Psyche und Persönlichkeit
10 h Evelyn-Christina Becker
bis 31.03.2020
140,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Psyche und Persönlichkeit: Édith Piaf: „Non, je ne regrette rien“ – Ich bereue nichts.
Seminar, 10 h: Dr. paed. Evelyn-Christina Becker

„Sie erscheint im Halbdunkel, ganz in Schwarz gekleidet. Ohne eine schützende Rüstung, ohne den geringsten Schmuck und ohne Zierde, die Hände der Länge nach dicht an den Körper gepresst, den Kopf leicht zur Schulter hin geneigt, ein wenig schief… Und alles basiert auf der Opferbereitschaft ihrer Lippen, die vor Schmerz vibrieren…“. (Jean Noli: Edith. Paris 1973)
Édith Piafs (1915 – 1963) widersprüchliches und unbändiges Leben, Lieben und Leiden soll uns entlang aller Brüche eine Auseinandersetzung mit den Begriffen ‚Mythos‘ und ‚Schicksal‘ in der Biografie eines Menschen ermöglichen: Eine Frau, die als Theaterkünstlerin, Sängerin, Texterin und Selbstdarstellerin mit Stimme und Kraft brillierte und zugleich mit einem unermesslichen Hang zum Exhibitionismus und zur Sehnsucht sich selbst zerstören konnte. „Ich hab‘ gelebt, Mylord.“ – kleinwüchsig, eigensinnig, leidenschaftlich, unverwüstlich.

Empfohlene Literatur:
  • Simone Bertreaut: Das unglaubliche Leben der Edith Piaf. Scherz Verlag, 1969
  • Edith Piaf: Mein Leben. Rowohlt Taschenbuch, 1973
  • Monique Lange: Edith Piaf. Ihr Leben in Bildern und Texten. Insel Verlag, 2015

Bluhm-Dietsche, Ute

FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und FÄ für Allgemeinmedizin, in privatärztlicher psychotherapeutischer Praxis in Bielefeld niedergelassen

Zusatzqualifikationen: Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT) und EMDR-Therapeutin (EMDRIA)

Mitglied in: Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT), EMDRIA, Deutsche Gesellschaft für Trauma und Dissoziation (DGTD e.V.), Ethikverein

Kurs
111a/b Bluhm-Dietsche
Dissoziative Störungen
20 h Ute Bluhm-Dietsche
Kurs
111a/b Bluhm-Dietsche
Dissoziative Störungen
20 h Ute Bluhm-Dietsche
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Dissoziative Störungen erkennen – verstehen – behandeln
Kurs, 20 h: Ute Bluhm-Dietsche

Die Symptomatik dissoziativer Störungen ist vielgestaltig und wechselhaft, sie kann sehr auffällig, aber auch sehr verborgen sein. Oft sind andere psychische Erkrankungen wie z. B. Depressionen, Angststörungen, Somatoforme Störungen, Essstörungen, Suchterkrankungen der Behandlungsanlass. Die Symptomatik wird oft nicht spontan berichtet, muss aktiv erfragt werden, ist oft nicht voll bewusst, wird besonders bei chronischem Bestehen manchmal auch als normal erlebt. Dissoziative Symptomatik kann der Grund sein, dass Therapien erfolglos bleiben. Von daher ist das Erkennen und Einordnen der meist auf früher Traumatisierung basierenden Symptomatik essentiell für eine erfolgreiche Behandlung. In der Arbeitsgruppe sollen v. a. anhand von Beispielen aus der Praxis Kenntnisse über die verschiedenen Arten dissoziativer Störungen – von dissoziativen Phänomenen bis hin zu komplexen Störungen wie der Dissoziativen Identitätsstörung –, aktuelle Modelle zu ihrem Verständnis sowie Behandlungsansätze vermittelt werden. Auch werden die Neuerungen in der ICD 11 vorgestellt. Die TeilnehmerInnen werden gebeten, eigene Fälle und Fragen miteinzubringen.

Empfohlene Literatur:
  • Eckhardt-Henn, A.; Spitzer, C.: Dissoziative Bewusstseinsstörungen: Grundlagen, Klinik, Therapie, Schattauer, 2017
  • Gast, U.; Wirtz, G.: Dissoziative Identitätsstörung bei Erwachsenen: Expertenempfehlungen und Praxisbeispiele, Klett Cotta (Leben lernen) 2016
  • Van der Hart, O., Nijenhuis, Ellert R. S., Steele, K.: Das verfolgte Selbst, Junfermann 2008
  • Kathy Steele, Suzette Boon, Onno van der Hart: Die Behandlung traumabedingter Dissoziation, Probst 2017
Dipl.-Psych.

Bongard, Sabina

Psychotherapeutin (TP/Erwachsene), Psychodrama-Therapeutin und international zertifizierte PBSP-Therapeutin/Supervisorin, seit 1990 in freier Praxis in Osnabrück tätig

Übung
108a/b Bongard
[ausgebucht] Pesso-Boyden-System-Psychomotor
20 h Sabina Bongard
Übung
108a/b Bongard
[ausgebucht] Pesso-Boyden-System-Psychomotor
20 h Sabina Bongard
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Ich bin mein Erinnern (Augustinus) Pesso-Boyden-System-Psychomotor (PBSP)
Übung, 20 h: Dipl.-Psych. Sabina Bongard

„Pesso-Boyden-System-Psychomotor ist die aktuellste und modernste humanistische Psychotherapie der Gegenwart. Sie war ursprünglich eine Körper-Psychotherapie, die in Gruppen durchgeführt wurde. Heute konzentrieren sich die psychotherapeutischen Dialoge mehr auf das psychische Erleben von Emotionen und die Emotionsregulation, die konsequent reflektiert und mentalisiert werden“ (Serge Sulz). Das tiefe Vertrauen in das jedem Menschen innewohnende evolutionäre Wissen liegt als Quelle der Heilung dem PBSP zugrunde. Indem wir rückwirkend Beziehungserfahrungen machen, wie wir sie gebraucht hätten, gelingt es uns, jene Entwicklungsaufgaben, die in unserer Kindheit nicht konstruktiv bewältigt werden konnten und die uns heute daran hindern, ein zufriedenstellendes Leben zu führen, nachträglich via Imagination zu bewältigen. Will ich werden wie ich wirklich bin, so bedeutet dies, ein neues, befriedigendes Erinnern zu erschaffen und es neben die defizitären Erinnerungen zu stellen, die unser Leben beeinträchtigen. Die Erkenntnisse der Neuropsychologie haben den positiven und heilenden Effekt dieses interaktionellen Zugangs über affektive, körperliche und kognitive Imagination mittlerweile wissenschaftlich validiert.

Prof. Dr.

Börsch-Supan, Axel

Wirtschaftswissenschaftler, forscht insbesondere zu den mikro‐ und makroökonomischen Auswirkungen des demographischen Wandels, dem Sparverhalten der Haushalte, der Reform der sozialen Sicherungssysteme sowie Arbeits‐ und Kapitalmarktfragen

Plenarvortrag
Börsch-Supan
Ökonomische Auswirkungen des demographischen Wandels – Bedrohung oder Chance?
60 min Axel Börsch-Supan
Plenarvortrag
Börsch-Supan
Ökonomische Auswirkungen des demographischen...
60 min Axel Börsch-Supan
Ökonomische Auswirkungen des demographischen Wandels – Bedrohung oder Chance?
Plenarvortrag, 60 min: Prof. Dr. Axel Börsch-Supan

Der demographische Wandel ist einer der „Megatrends“ des 21. Jahrhunderts, der die politische, soziale und ökonomische Situation unseres Landes entscheidend verändern wird. In 25 Jahren wird jede/r dritte Bürger/in Deutschlands über 60 Jahre alt sein. Anteilsmäßig sind dies mehr als doppelt so viele pro Kopf der 20 bis 60jährigen wie heute. Dies ist ein dramatischer Strukturwandel der deutschen Bevölkerung. Die Alterung unserer Gesellschaft hat daher tiefgreifende Auswirkungen auf die Alters- und Gesundheitsvorsorge. Sie ist zudem eine Herausforderung an unser gesamtes Wirtschaftssystem, an den Arbeitsmarkt, die Produktion und den Kapital- und Immobilienmarkt unseres Landes. Wird unser Lebensstandard sinken, weil die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter zurückgeht? Oder wird der natürliche Produktivitätsfortschritt auch weiterhin für einen steigenden Lebensstandard sorgen? Leider hat sich in Deutschland eine eher pessimistische Sicht eingestellt. Der demographische Wandel wird von den meisten als Bedrohung, die gesetzliche Rente als Auslaufmodell und das deutsche Gesundheitssystem nur als Kostenfaktor gesehen. Wir halten dies für eine Fehleinschätzung. Stattdessen ist unsere steigende Lebenserwartung und die stetig besser werdende Gesundheit eine Ressource, die eine höhere Erwerbstätigkeit ohne größere Einbußen an Lebensqualität ermöglicht. Ob der dramatische Strukturwandel unseren Lebensstandard und unseren Sozialstaat bedroht, ist daher keineswegs ausgemacht, sondern hängt von unseren künftigen wirtschafts-, sozial- und arbeitsmarktpolitischen Entscheidungen und unserer Reaktion auf diese politischen Maßnahmen ab.


Prof. Dr. Axel Börsch-Supan ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik in München und leitet das Munich Center for the Economics of Aging (MEA). Er studierte Volkswirtschaftslehre und Mathematik in München und Bonn und promovierte 1984 am M.I.T. in Cambridge (USA) in Volkswirtschaftslehre. Börsch-Supan ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft (Vorsitz 2004 bis 2008). Er leitete die Rentenreformgruppe der Nachhaltigkeits-(„Rürup“)-Kommission und war Mitglied des Beraterkreises „Demographischer Wandel“ beim Bundespräsidenten. Er ist derzeit Mitglied der Expertengruppe „Demographie“ der Bundesregierung und berät die EU Kommission, die Weltbank, die OECD und mehrere ausländische Regierungen.


Ausgewählte Literatur:

  • Börsch-Supan, Axel; Härtl, Klaus; Leite, Duarte Nuno (2018): „Who cares about the day after tomorrow? Pension issues when households are myopic or time inconsistent“. In: Review of Development Economics, 22 (3), pp. 953 – 989.
  • Börsch-Supan, Axel (2017): „Eine Regel für die Rente“. In: MaxPlanckForschung, 2/2017 (), pp. 10 – 15.
  • Gasche, Martin; Börsch-Supan, Axel; Wilke, Christina Benita (2009): Auswirkungen der Finanzkrise auf die Gesetzliche Rentenversicherung, ihre Beitragszahler und ihre Rentner. MEA, Universität Mannheim, Mannheim.
Dr. med.

Cherdron, Alexander

FA für Allgemeinmedizin, Psychotherapeut und Psychoanalytiker in eigener Praxis. Dozent, Lehranalytiker und Supervisor an verschiedenen psychotherapeutischen Ausbildungsinstituten. Weiterbildungsermächtigter Arzt der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz für die Bereichsbezeichnungen "Psychotherapie" und "Psychoanalyse".

Seminar
204 Cherdron
[ausgebucht] Update Depression
10 h Alexander Cherdron
Seminar
204 Cherdron
[ausgebucht] Update Depression
10 h Alexander Cherdron
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Seminar „Update-Depression“
Seminar, 10 h: Dr. med. Alexander Cherdron, Wiesbaden

Laut WHO raubt die Depression den Menschen in der industrialisierten Welt die meisten gesunden Lebensjahre und sie ist aktuell in der BRD der häufigste Grund für vorzeitigte Erwerbsunfähigkeit bei auch stetig steigenden, depressionsbedingten Arbeitsunfähigkeitstagen. In dieser medizinischen und volkswirtschaftlichen Herausforderung sind wir, als psychotherapeutisch Tätige, in besonderem Maße gefordert. Das Seminar soll durch ein „Refreshen“ bzw. ein „Updaten“ unseres Wissens einen Kompetenzgewinn im Umgang mit depressiv Erkrankten ermöglichen. Behandelt werden die Erscheinungsformen, die Diagnostik, neurobiologische und psychodynamische Konzepte zur Depressionsentstehung. Neben psychotherapeutischen Behandlungsaspekten werden (v. a. für NichtÄrzte) auch die Grundprinzipien und Strategien der psychopharmakologischen Behandlung dargestellt. Ferner werden die Besonderheiten der Depression beim männlichen Geschlecht und das Vorgehen bei peri-/postpartalen depressiven Störungen beleuchtet.

Seminar
303 Cherdron
Väter und Söhne
10 h Alexander Cherdron
Seminar
303 Cherdron
Väter und Söhne
10 h Alexander Cherdron
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Väter und Söhne
Seminar, 10 h: Dr. med. Alexander Cherdron, Wiesbaden

Das Seminar widmet sich der Vater-Sohn-Beziehung und wird zunächst die Aspekte beleuchten, die Vater-Werden, Mann-Sein und Sohn-Sein heute beinhalten. Anschließend werden Vaterrollen und -bilder im Laufe der Geschichte und – untermauert durch aktuelle Ergebnisse der Väter-Forschung – die besondere Rolle des Vaters für die Entwicklung der Söhne dargestellt. Hierbei sollen phasenspezifische Entwicklungsschritte und das lebenslange Wechselspiel von Gefühlswelten zwischen beiden Beteiligten „einfühlbar“ und nachvollziehbar werden. Unter tiefenpsychologisch/psychoanalytischer Betrachtungsweise und an Hand von mitgebrachten Fallbeispielen werden klassische Konflikte der Vater-Sohn-Beziehung beleuchtet. Hierbei wird das ganze Spektrum betrachtet werden, vom „normalen“, auch gesamt-gesellschaftlich Bedeutsamen (z. B. in der aktuellen Diskussion über die „Generation Y“ und über moderne „väterliche“ Unternehmensführung) bis hin zu den oftmals tragischen Folgen unglücklich verlaufender Vater-Sohn-Beziehungen.

Empfohlene Literatur:
  • Cherdron, A.: Väter und ihre Söhne: Eine besondere Beziehung. Springer 2017
Dr. med.

Dietrich, Cordula

FÄ für Psychiatrie und PT (TP), Psychotherapeutische Praxis in Berlin

Kurs
419a/b Dietrich
Farbspieldiagnostik
20 h Cordula Dietrich
Kurs
419a/b Dietrich
Farbspieldiagnostik
20 h Cordula Dietrich
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Farbspieldiagnostik nach W. Rapp (FSDR)
Kurs, 20 h: Dr. med. Cordula Dietrich

Die FarbSpieldiagnostik (FSDR) ist ein verfahrenübergreifendes gestalterisches Zeichnungsverfahren für Erwachsene und Adoleszente. Es wurde von dem Psychoanalytiker und Facharzt für innere Medizin W. Rapp über viele Jahre hinweg in Zusammenarbeit mit zahlreichen ärztlichen Therapeuten verschiedener Fachrichtungen und Psychotherapeuten unterschiedlicher Verfahren in Deutschland und in Frankreich entwickelt. Mit dem FarbSpiel können neue Wege in das Unbewusste wirksam und natürlich betreten werden. Die Anwendung des Farb-Spiels erleichtert die psychotherapeutische Arbeit. Als kreatives Diagnose- und Einstiegsinstrument ist es besonders in der Phase der Anamneseerhebung und anschließenden Therapieplanung sehr hilfreich. Voraussetzung für die Teilnahme am Kurs ist Neugier und Freude am spontanen Umgang mit Farben.

Dr. med. habil.

Dmoch, Walter

Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Facharzt für Psychosomatische Medizin, Psychoanalytiker, Morita Therapie

Kurs
423a/b Dmoch
Tango Remediano
20 h Walter Dmoch
Kurs
423a/b Dmoch
Tango Remediano
20 h Walter Dmoch
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Interpersonale Wahrnehmung und Tiefes Lauschen: Embodiment und Intersubjektivität im Medium des Tango Remediando
Kurs, 20 h: Dr. med. habil. Walter Dmoch, Düsseldorf

Intersubjektivität, Embodiment und Spiegelneuronen im Medium des Tango remediando als Hinführung zum „Tiefen Lauschen“. Wir vermitteln für psychotherapeutisch Tätige die heilsamen Elemente aus dem Tango Argentino im für psychotherapeutische Zwecke entwickelten Konzept „Tango Remediando“ als Selbsterfahrung. Sie erfahren in Kurzvorträgen und systematisch aufgebauten Übungen, was im psychotherapeutischen Alltag die Konzepte Embodiment und Intersubjektivität mit Interpersoneller Wahrnehmung und Kommunikation zu tun haben: Geschärftes Gewahrsein und Achtsamkeit für das „deep listening“ (tiefes Lauschen). Tangokenntnisse sind nicht notwendig. Themenauswahl:
– Stehen und Ent-stehen, der eigene Bewegungsraum, Bewegung und Grenzen; Angrenzen und Abgrenzen, verweilen an Grenzen, Kontakt wahren, „kein Kontakt ohne Takt“.
– Hinspüren und Bezogenheit, Abstimmung in Bewegung als leibliche Intersubjektivität
– Impulse geben und Impulse umsetzen im Bewegen als kinästhetische Intersubjektivität.
– Gemeinsamkeit in einfachen Tangofiguren.
– Wahrnehmung der Referenzzone im Bewegen, Analogien zum „deep listening“ („Tiefes Lauschen“).
Bitte bringen Sie Tanzschuhe mit Ledersohle, Sneakers oder dicke Socken mit.

Empfohlene Literatur:
  • Peri M., Lavalle Cobo I. (2009): Psicotango. Tango como terapia. Grupo Dinzel, Buenos Aires
  • Rizzolatti G., Sinigaglia C. (2008): Empathie und Spiegelneurone: Die biologische Basis des Mitgefühls. Frankfurt a.M.: Suhrkamp
  • Schmidt V. (2016): Herz und Himmelslicht. Seins-Erfahrungen und transpersonale Resonanzen im argentinischen Tango. Zschr Bewußtseinswissenschaften 22 (1) 37 – 48
  • Woodley K., Sotelano M. (2009): TangoTherapy. Tango Creation Publishers, Cardiff, Wales
Dr. phil., Dipl.-Psych.

Drexler, Diana

Psychotherapeutin in eigener Praxis. Leiterin des Wieslocher Instituts für systemische Lösungen (WISL). Lehrtherapeutin und Supervisorin für Verhaltenstherapie, Systemische Therapie und Beratung (SG) und für Systemaufstellungen (DGfS). Fort- und Weiterbildungen in hypnosystemischen, humanistischen und tiefenpsychologischen Verfahren.

Vorlesung
B4 Drexler
Einführung Aufstellungsarbeit
10 h Diana Drexler
Vorlesung
B4 Drexler
Einführung Aufstellungsarbeit
10 h Diana Drexler
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Einführung in Theorie und Praxis der Systemaufstellungen
Vorlesung, 10 h: Dr. phil., Dipl.-Psych. Diana Drexler

Aufstellungsarbeit hat wie kaum ein anderes szenisches Verfahren fachliche Kontroversen ausgelöst und gleichzeitig eine starke Verbreitung im Praxisalltag von BeraterInnen und TherapeutInnen erfahren. Inzwischen gibt es eine unübersichtliche Anzahl und Vielfalt unterschiedlicher Vorgehensweisen. In der Vorlesung wird eine Standortbestimmung versucht, und es werden theoretische und praktische Grundlagen dieser Arbeitsweise vorgestellt. Themen werden u. a. sein:

  • Geschichte und Entwicklungen der Aufstellungsarbeit
  • Methodische Hintergründe szenischer Verfahren und Besonderheiten von Systemaufstellungen,
  • Charakteristika einer systemisch-integrativen Praxis von Systemaufstellungen (Wieslocher Modell).
  • Chancen, Risiken und Wirkungen

Es besteht die Möglichkeit für Erfahrungsaustausch und Diskussion.

Kurs
413a/b Drexler
Systemaufstellungen zum Kennenlernen
20 h Diana Drexler
Kurs
413a/b Drexler
Systemaufstellungen zum Kennenlernen
20 h Diana Drexler
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Verbinden und/oder Trennen? Systemaufstellungen zum Kennenlernen
Kurs, 20 h: Dr. phil., Dipl.-Psych. Diana Drexler

Aufstellungen sind besonders hilfreich, um Nähe und Distanz, Verbindungen und Trennungslinien in Familien-, Paar- und anderen Beziehungssystemen (z. B. Teams) sichtbar zu machen. Sie ermöglichen es, „ganz körperlich“ auszuloten, ob es um einen gesunden Abstand oder um Annäherung, um Abschied oder Neubeginn geht. Die Teilnehmenden haben Gelegenheit, die Möglichkeiten dieser Methode praxisorientiert anhand eigener Beispiele kennenzulernen. Wir arbeiten mit verschiedenen Aufstellungsformaten, (Kleingruppen-)Übungen und Austausch in der Gruppe.

Dipl.-Päd.

Feuerbach, Johannes

Gestalttherapeut (TP), Mitglied in: EAP, EAGT, DVGe, Dozent, Lehrtherapeut und Supervisor in der Ausbildung von Gestalttherapeuten, Praxis für Gestalttherapie und Beratung in Berlin

Kurs
307 Feuerbach
[ausgebucht] Kreativer Umgang mit Gegenübertragung
10 h Johannes Feuerbach
Kurs
307 Feuerbach
[ausgebucht] Kreativer Umgang mit...
10 h Johannes Feuerbach
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Grenze und Resonanz: Kreativer Umgang mit Gegenübertragung
Kurs, 10 h: Dipl.-Päd. Johannes Feuerbach

Grenzen lassen sich eher als fest, Resonanzen eher als bewegt verstehen. Erstere reichen auch in die eigene Biografie. Ehemals notwendige und heute oft einengende Introjekte wirken bis in die Gestaltung der therapeutischen Praxis auf den Ebenen der Organisation, Interaktion und Gegenübertragung. Resonanzen sind eher unmittelbar: Sie ertönen im Therapeut sowohl an den Grenzen des Klienten als auch an dem, was innerhalb von ihnen nach Heilung strebt. Carl Rogers war ein Meister der Resonanz. Er ging mit ihrer Hilfe in das seelische Zuhause seiner Klienten. Die Gegenübertragung ist immer ein Resonanz-Phänomen in dem auch unbewusste Selbstanteile des Klienten im Therapeuten schwingen. Je freier die Aufmerksamkeit der Therapeutin umso vielfältigere Resonanzen hat sie. Zum Kurs gehört a) Die Betrachtung eigener Grenzen, b) Stille-Übungen zur Verfeinerung der Resonanz und c) Experimentelle Gestaltung von Gegenübertragung in kollegialen Dyaden und d) Evaluationen im Plenum.

Bitte bringen Sie eine Decke mit.

Empfohlene Literatur:
  • Bauer, Joachim (2019): Wie wir werden, wer wir sind. Die Entstehung des menschlichen Selbst durch Resonanz. München: Blessing
  • Perls, Lore (1989): Leben an der Grenze. Köln: Edition Humanistische Psychologie
  • Rogers, Carl R. (1980): A Way of Being. New York: Houghton Mifflin
Prof. Dr.

Foroutan, Naika

Sozialwissenschaftlerin, Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung

Plenarvortrag
Foroutan
Religiöses Erwachen? – Zur Entstehung muslimischer Identitäten in Deutschland im Spannungsfeld von Abwertung und Normalisierung
60 min Naika Foroutan
Plenarvortrag
Foroutan
Religiöses Erwachen? – Zur Entstehung muslimischer...
60 min Naika Foroutan
Religiöses Erwachen? – Zur Entstehung muslimischer Identitäten in Deutschland im Spannungsfeld von Abwertung und Normalisierung
Plenarvortrag, 60 min: Prof. Dr. Naika Foroutan

Seit bald einem Jahrzehnt gibt es in Medien, Politik und Gesellschaft wiederkehrende Debatten um die Zugehörigkeit von Islam und Muslimen zu Deutschland. Im Vortrag soll die Frage aufgegriffen werden, wie muslimische Bürger*innen in Deutschland im Zwischenraum einer negativ zugeschriebenen Herkunftskultur und ihrer Heimat Deutschland ihre Identitäten aushandeln. Im Fokus stehen dabei komplexe performative Identitätsbildungsprozesse zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung. Zu beobachten ist, wie sich muslimische Identitäten im Spannungsfeld von Abwertung und Normalisierung pluralisieren, widerständig ausrichten oder auch radikalisieren und wie sich Bezugspunkte zu Religion revitalisieren, aber sich auch gleichzeitig hybridisieren und kulturell vermischen. Lässt sich das Herausbilden einer explizit als „muslimisch“ bezeichneten Identität erkennen und in welchem Bezug steht diese tatsächlich zu Religion und Islam?

 

Naika Foroutan ist Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik und Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu den Schwerpunkten ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit gehören u. a. die Themen Migration und Integration; Islam- und Muslimbilder in Deutschland; Identität und Hybridität; politischer Islam und gesellschaftliche Transformation von Einwanderungsländern. Seit 2011 ist sie zudem Leiterin der Forschungsgruppe „Junge Islambezogene Themen in Deutschland“ (JUNITED) im Rahmen des Projekts „Junge Islam Konferenz“ (JIK). Im Jahr 2011 erhielt sie den Berliner Integrationspreis für ihr Eingreifen in die bundesweit kontrovers geführte „Sarrazindebatte“. Im Jahr 2012 erhielt sie den Wissenschaftspreis der Fritz Behrens Stiftung, der alle zwei Jahre für exzellente Forschung vergeben wird. Im Jahr 2016 erhielt sie den Höffmann-Wissenschaftspreis der Universität Vechta.
 

Ausgewählte Literatur:

  • 2019: Die postmigrantische Gesellschaft: Ein Versprechen der pluralen Demokratie. Bielefeld: transcript.
  • 2018: Postmigrantische Perspektiven: Ordnungssysteme, Repräsentationen, Kritik. Frankfurt am Main: Campus. Mit Juliane Karakayali & Riem Spielhaus.
  • 2018: Das Phantom »Rasse«. Zur Geschichte und Wirkungsmacht von Rassismus. Köln: Böhlau Verlag. Mit: Christian Geulen, Susanne Illmer, Klaus Vogel und Susanne Wernsing.
  • 2010: Zwischen Konfrontation und Dialog. Der Islam als politische Größe. Wiesbaden: VS-Verlag. Mit: Marwan Abou-Taam & Jost Esser.
Dr. med.

Friedel, Lars

FA f. Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Psychoanalytiker (DGPT), Gruppenlehranalytiker (D3G), niedergelassen in eigener Praxis in Leipzig

Übung
415a/b Friedel
[ausgebucht] Analytisch orientierte Gruppenselbsterfahrung
20 h Lars Friedel
Übung
415a/b Friedel
[ausgebucht] Analytisch orientierte...
20 h Lars Friedel
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Analytisch orientierte Gruppenselbsterfahrung
Übung, 20 h: Dr. med. Lars Friedel, Leipzig

Für die psychotherapeutische Arbeit mit psychoanalytischen und tiefenpsychologisch-fundierten Verfahren ist die Kenntnis der Anwendung von Übertragung und Gegenübertragung zur Gestaltung therapeutischer Prozesse von zentraler Bedeutung. Sie kann nur gelingen, wenn dem Therapeuten seine Reaktion auf andere und die von ihm ausgehende Beziehungsgestaltung bewusst ist. Die Selbsterfahrung ist damit ein unverzichtbarer Baustein in der psychotherapeutischen Aus- und Weiterbildung. Der Gruppenverlauf ermöglicht daneben eine Einsicht in die Nutzung und Gestaltung gruppentherapeutischer Prozesse. Die in der Gruppenselbsterfahrung vermittelte Beziehungserfahrung und Fähigkeit zur Selbstreflektion ist aber auch ein ausgesprochener Gewinn für die eigene Lebensgestaltung und Psychohygiene. Die Gruppen werden daher immer mehr von Kollegen genutzt, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden oder den Umgang mit sich selbst in Familie und Beruf fürsorglicher gestalten möchten.
Die angebotene Gruppenselbsterfahrung kann an erweiterten Wochenenden fortgesetzt werden, die zwei- bis dreimal im Jahr in Jena stattfindet.

Dr. med.

Gapp-Bauß, Sabine

Ärztin für Naturheilverfahren und Hypnosetherapeutin in eigener Praxis in Bremen, heute in der Fortbildung für Ärzte, Psychologen und Lehrer tätig

Kurs
313 Gapp-Bauß
Selbsthilfestrategien
10 h Sabine Gapp-Bauß
Kurs
313 Gapp-Bauß
Selbsthilfestrategien
10 h Sabine Gapp-Bauß
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Die wirksamsten Selbsthilfestrategien bei Depression und Burnout – ein ganzheitliches Behandlungskonzept
Kurs, 10 h: Dr. med. Sabine Gapp-Bauß

In diesem Kurs wird methodenübergreifend ein ganzheitliches Behandlungskonzept auf neurobiologischer Basis vorgestellt, das unter anderem hilfreich ist, um Betroffenen ihre Symptomenvielfalt auf einfache Weise, nämlich anhand der wichtigsten „Schaltstellen“ im Gehirn, verständlich zu machen. Es ergänzt den eigenen psychotherapeutischen Handwerkskoffer durch pragmatische Vorgehensweisen und Übungen, unter anderem aus Psychokinesiologie, Hypnotherapie, Entspannungs- und Körpertherapie, die sich in der langjährigen Arbeit mit Betroffenen, aber auch eigenen Krisen- und Grenzerfahrungen bewährt haben. Menschen – insbesondere mit traumabedingter Depression – sind nicht selten schwer zu verstehen. Sie haben oft eine lange Leidensgeschichte hinter sich und eine hohe Erwartung an die psychotherapeutische Behandlung. Vielfach haben sie die Hoffnung auf Heilung aufgegeben. Ziel ist deshalb, das Krankheitsbild der Depression zu entmystifizieren und die einzelnen Symptomkomplexe wie z. B. Schlafstörungen, Angstzustände, Lethargie, dissoziative Phänomene und die verschiedenen Körpersymptome in ihrer Funktion genau zu verstehen und handhabbar zu machen. Ein nachvollziehbares, ressourcenorientiertes Behandlungsangebot, das die Selbstheilungskräfte in den Mittelpunkt stellt, gibt den Betroffenen wieder Hoffnung auf Genesung und fördert ihre Selbstregulationsfähigkeit. Der Kurs hilft, den eigenen diagnostischen Blick, unter anderem für traumabedingte Depressionen, zu schärfen und auf eigene kreative Ideen zu kommen, insbesondere aber, um mit mehr Lockerheit und Humor ans Werk zu gehen. Es besteht viel Raum für eigene Fragen.
Bitte bringen Sie eine Decke mit.

Empfohlene Literatur:
  • Gapp-Bauß, S.: Stressmanagement. Zu sich kommen statt außer sich geraten, 4. Auflage, Param 2008
  • Gapp-Bauß, S.: Depression und Burn-out überwinden. Ihr roter Faden aus der Krise. Die wirksamsten Selbsthilfestrategien, 2. Auflage, VAK 2016
  • Gapp-Bauß, S.: Angststörungen und Panikattacken dauerhaft überwinden. So funktioniert effektive Selbsthilfe, VAK 2019
Dr. med.

Gerhardt, Patrizia

FÄ f. Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (TP), Gruppenanalytikerin (D3G), niedergelassen in eigener Praxis in Dresden

Übung
415a/b Gerhardt
[ausgebucht] Analytisch orientierte Gruppenselbsterfahrung
20 h Patrizia Gerhardt
Übung
415a/b Gerhardt
[ausgebucht] Analytisch orientierte...
20 h Patrizia Gerhardt
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Analytisch orientierte Gruppenselbsterfahrung
Übung, 20 h: Dr. med. Patrizia Gerhardt

Für die psychotherapeutische Arbeit mit psychoanalytischen und tiefenpsychologisch-fundierten Verfahren ist die Kenntnis der Anwendung von Übertragung und Gegenübertragung zur Gestaltung therapeutischer Prozesse von zentraler Bedeutung. Sie kann nur gelingen, wenn dem Therapeuten seine Reaktion auf andere und die von ihm ausgehende Beziehungsgestaltung bewusst ist. Die Selbsterfahrung ist damit ein unverzichtbarer Baustein in der psychotherapeutischen Aus- und Weiterbildung. Der Gruppenverlauf ermöglicht daneben eine Einsicht in die Nutzung und Gestaltung gruppentherapeutischer Prozesse. Die in der Gruppenselbsterfahrung vermittelte Beziehungserfahrung und Fähigkeit zur Selbstreflektion ist aber auch ein ausgesprochener Gewinn für die eigene Lebensgestaltung und Psychohygiene. Die Gruppen werden daher immer mehr von Kollegen genutzt, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden oder den Umgang mit sich selbst in Familie und Beruf fürsorglicher gestalten möchten.
Die angebotene Gruppenselbsterfahrung kann an erweiterten Wochenenden fortgesetzt werden, die zwei- bis dreimal im Jahr in Jena stattfindet.

Prof. Dr. med.

Geyer, Michael

FA für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, FA für Neurologie und Psychiatrie – Psychoanalyse, Lehranalytiker (DGPT, DAGG, SPP, AfP), Ehem. Direktor der Univ.-Klinik für Psychosomatische Medizin Leipzig, Wissenschaftlicher Leiter der Erfurter Psychotherapiewoche, Wissenschaftlicher Leiter der Akademie für Psychotherapie GmbH Erfurt

Dr. med.

Geyer, Regine

FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie in eigener Praxis, Ärztliche Leiterin des MVZ Zentrum für Seelische Gesundheit GmbH, Schuhgasse 12, 99084 Erfurt, Balintgruppenleiterin, Mitglied der Deutschen Balintgesellschaft

Übung
411a/b Geyer
[ausgebucht] Balintgruppe
20 h Regine Geyer
Übung
411a/b Geyer
[ausgebucht] Balintgruppe
20 h Regine Geyer
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Balintgruppe
Übung, 20 h: Dr. med. Regine Geyer, Erfurt

Der Arzt und Psychoanalytiker Michael Balint entwickelte eine Gruppenmethode zum Erkennen und Verändern der Probleme in der Beziehung zwischen Arzt und Patient. Es ging ihm darum, Störungen des Patienten nicht allein als Manifestation eines körperlich-organischen Defekts zu betrachten, sondern auch als möglichen Ausdruck einer Konfliktsituation oder möglichen Anpassungsschwierigkeit zu sehen. Die Störung der Arzt-Patient-Beziehung kann die Arbeitszufriedenheit und den Behandlungserfolg nachhaltig beeinträchtigen. Die Teilnehmer der Balintgruppe stellen Begegnungen mit Patienten vor, die anderen Gruppenteilnehmer teilen ihre Einfälle, Gefühle und Phantasien mit, die im Gruppenprozess zu einer „Gesamtdiagnose“ und zu einem tieferen Verständnis der Beziehungswirksamkeit in der täglichen Arbeit führen.

Empfohlene Literatur:
  • Michael Balint und Käte Hügel: Der Arzt, sein Patient und die Krankheit. Klett-Cotta, 2010
  • S. Häfner und W. Stucke: Die Balintgruppe. Deutscher Ärzteverlag, 2006
Dipl.-Psych.

Götze, Micaela

Psychologische Psychotherapeutin (VT), Traumatherapeutin, EMDR-Supervisorin (EMDRIA) und Supervisorin (OPK), Körpertherapeutin (SE), PEP, Yogalehrerin, Kunsttherapeutin, tätig als Psychotherapeutin und Dozentin in der Traumaambulanz der Universitätsklinik Dresden und in eigener Privat-Praxis

Übung
112a/b Götze
[ausgebucht] Trauma und Körper
20 h Micaela Götze
Übung
112a/b Götze
[ausgebucht] Trauma und Körper
20 h Micaela Götze
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Trauma und Körper: die Wiederentdeckung des Körpers als Ressource
Übung, 20 h: Dipl.-Psych. Micaela Götze

Wenn ein traumatisches Ereignis geschieht, wird im Körper Energie zur Bewältigung dieser Situation bereitgestellt und freigesetzt. Der Körper reagiert zunächst mit einer erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen und einer starken Erregung des Sympathikus, der den Kampf-Flucht-Reflex auslöst oder wenn Flucht oder Kampf nicht möglich ist, den Totstellreflex. Kann diese Mobilisierung im Körper nicht abgebaut werden, bleibt die Verarbeitung des überwältigenden Ereignisses sozusagen auf der Ebene der Reflexe in den tieferen Hirnstrukturen „stecken“. Man kann eine Traumatisierung damit auch als biologisch unvollendete Reaktion verstehen, die sich auf körperlicher Ebene in Form somatischer oder psychischer Beschwerden ausdrücken kann. Traumatisierungen führen oft dazu, dass Menschen ihren Körper ablehnen, nicht spüren und nicht nur Angst vor ihren Erinnerungen, sondern auch Angst vor ihren körperlichen und emotionalen Reaktionen haben. Die Heilung eines Traumas ist damit kein primär kognitiver, sondern vor allem auch ein emotionaler und körperlicher Prozess, der nur gelingen kann, wenn eine achtsame Verbindung zum Körper unter Einbezug der Selbstregulationsfähigkeiten hergestellt wird. Die Übung widmet sich den Auswirkungen durch traumatische Ereignisse als Einführung in die Traumatherapie und vermittelt Übungen zur Verbesserung der Selbstregulation und Ressourcierung, um das Nervensystem zu stärken und mehr Lebendigkeit und Verbundenheit wiederzuerlangen. Der Fokus liegt auf verschiedenen Embodimentübungen z. B. aus dem Somatic Experiencing, Zapchen Somatics, Klopfen und dem traumasensitiven Yoga zur Verbesserung der Körperwahrnehmung, Distanzierung von Traumareaktionen und Verbesserung der Integrationsfähigkeit. Die Übungen können auch zur eigenen Psychohygiene angewandt werden, um ein Ausbrennen in der Therapie zu verhindern. Bitte bringen Sie bequeme Kleidung, Socken, eine Decke und ein Sitzkissen mit.

Dr. med.

Gramich, Bernd

Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Diakonie Klinikum Stuttgart, FA für Psychosomatik und Psychotherapie, Psychoanalyse, FA für Innere Medizin, FA für Allgemeinmedizin, Mitglied in DGPM, DGAP, DGPT

Kurs
305 Gramich
Anorexie und Bulimie
10 h Bernd Gramich
Kurs
305 Gramich
Anorexie und Bulimie
10 h Bernd Gramich
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
ANOREXIE und BULIMIE – Psychodynamische Grundlagen, klinische und ambulante Behandlung
Kurs, 10 h: Dr. med. Bernd Gramich

Essstörungen stellen schwere Krankheitsbilder dar, die wegen ihrer Vielgestaltigkeit, der somatischen Komplikationen, der basalen Einbindung der Verhaltensebene und der Gefahr der Chronifizierung viele Behandlungsprobleme aufwerfen. Es zeigen sich sehr unterschiedliche psychodynamische Konstellationen, sowohl konfliktbezogen und persönlichkeitsstrukturell als auch intrapsychisch und interpersonell. Oft sind komplexe, teils mehrfache stationäre oder teilstationäre Behandlungsepisoden notwendig. Viele Therapeuten haben daher Scheu vor der Behandlung essgestörter Patientinnen und Patienten. Im Kurs werden zunächst stationäre Behandlungsformen und -probleme unter psychodynamischer Perspektive dargestellt. Sodann soll anhand stationärer und ambulanter Fallvorstellungen der Teilnehmer die jeweilige Krankheitsdynamik herausgearbeitet und die behandlungstechnische Problematik erörtert werden. Erfahrungen mit Einflüssen der Digitalisierung in Auslösung und Verlauf werden zusammengetragen. Eigene Fälle aus Klinik und Praxis zur gemeinsamen Fallarbeit sind dringend erwünscht! Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Empfohlene Literatur:
  • Herpertz, S., de Zwaan, M., Zipfel, S.: Handbuch der Essstörungen und Adipositas. Springer Heidelberg 2008.
  • Herzog, W., Munz, D., Kächele, H.: Essstörungen. 2.Auflage, Schattauer Stuttgart 2004.
  • Gramich, B.: Die Behandlung von Essstörungen im stationären Setting, KJP, Heft 172, 4/2016, S.457-484
  • Gramich, B.: Psychosomatische Krankheit als Entwicklungshemmung. Überwindung-Chronifizierung-Tod. Betrachtungen am Beispiel der Essstörungen. AP, Heft 1/2019
     
Kurs
403 Gramich
[ausgebucht] Traumseminar
10 h Bernd Gramich
Kurs
403 Gramich
[ausgebucht] Traumseminar
10 h Bernd Gramich
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Traumseminar
Kurs, 10 h: Dr. med. Bernd Gramich

Träume sind uralt menschlich und ihre Deutung hat eine lange Geschichte. Anhand von Patiententräumen, die die Teilnehmer aus ihren Behandlungen mitbringen mögen, soll der Umgang vor allem mit dem Traum-Bild erarbeitet werden. Auf der Grundlage der Analytischen Psychologie C. G. Jungs werden wir als Teilnehmer an die „energetische Ladung“ des Traumbildes herangeführt, indem wir zunächst auf die eigenen emotionalen Reaktionen zum Traumtext achten und anschließend dazu Einfälle sammeln. Daraus ergibt sich üblicherweise eine bildhafte Vorstellung vom Patienten, die der anwesende Therapeut aus der Behandlung heraus ergänzen kann. Die Deutung des Traumes führt über die Betrachtung der Objektstufe und Subjektstufe zur Übertragungsebene. Anschließend wird das Augenmerk auf die prospektiven Anteile des Traumes gerichtet. Die Perspektive richtet sich damit vom „Woher“, also der Kausalität, zum „Wohin“ im Sinne der Finalität.
Spezifische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es genügt die Bereitschaft, aktiv mitzuarbeiten und einen Patiententraum mitzubringen – selbstverständlich auch Träume, die eine besondere Beziehung zum Tagungsthema aufweisen.

Empfohlene Literatur:
  • Adam, U.: Therapeutisches Arbeiten mit Träumen, 2.Auflage, Springer, Heidelberg, 2006.
Dr. med.

Häfner-Gonser, Ingrid

FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie, Zertifizierte Kursleiterin für Qigong Yangsheng, Referentin der Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng e.V.

Übung
206 Häfner-Gonser
Qigong
10 h Ingrid Häfner-Gonser
Übung
206 Häfner-Gonser
Qigong
10 h Ingrid Häfner-Gonser
bis 31.03.2020
130,00 €
ab 01.04.2020
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Qigong – 15 Ausdrucksformen
Übung, 10 h: Dr. med. Ingrid Häfner-Gonser, Biberach

Bei der Übungsfolge „Die 15 Ausdrucksformen des Taiji-Qigong“ sind die Prinzipien des Qigong Yangsheng leicht und klar erkennbar. Bilder aus der Natur, wie Wolken und Berge, aus dem Tierreich, wie Kranich und Drache, und aus der Welt der Symbole, wie z. B. der Kreis, unterstützen die Vorstellungskraft. Qigong-Übungen basieren auf der Theorie der traditionellen chinesischen Medizin. Neuere Studien deuten darauf hin, dass diese Übungen sich günstig auf viele Körperfunktionen auswirken und die psychische Stabilität fördern können und bekräftigen damit altes Erfahrungswissen.
Der Anwendungsbereich umfasst u. a. Gesundheitsbildung, Prävention, Therapie chronischer Erkrankungen, Schulung der Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit. Bei den 15 Ausdrucksformen werden die wichtigsten Bewegungsmuster und Schrittarten geübt, die sich auch in anderen Methoden des Qigong Yangsheng von Jiao Guorui wiederfinden.
Da wir je nach Witterung viel im Freien üben werden, bitte bequeme, geeignete Kleidung und Schuhe sowie Sonnenschutz mitbringen.

Empfohlene Literatur:
  • Jiao Guorui: Die 15 Ausdrucksformen des Taiji Qigong, ML-Buchverlag 2016
Übung
314 Häfner-Gonser
[ausgebucht] Qigong
10 h Ingrid Häfner-Gonser
Übung
314 Häfner-Gonser
[ausgebucht] Qigong
10 h Ingrid Häfner-Gonser
bis 31.03.2020
130,00 €
ab 01.04.2020
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Qigong – 15 Ausdrucksformen
Übung, 10 h: Dr. med. Ingrid Häfner-Gonser, Biberach

Bei der Übungsfolge „Die 15 Ausdrucksformen des Taiji-Qigong“ sind die Prinzipien des Qigong Yangsheng leicht und klar erkennbar. Bilder aus der Natur, wie Wolken und Berge, aus dem Tierreich, wie Kranich und Drache, und aus der Welt der Symbole, wie z. B. der Kreis, unterstützen die Vorstellungskraft. Qigong-Übungen basieren auf der Theorie der traditionellen chinesischen Medizin. Neuere Studien deuten darauf hin, dass diese Übungen sich günstig auf viele Körperfunktionen auswirken und die psychische Stabilität fördern können und bekräftigen damit altes Erfahrungswissen. Der Anwendungsbereich umfasst u. a. Gesundheitsbildung, Prävention, Therapie chronischer Erkrankungen, Schulung der Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit. Bei den 15 Ausdrucksformen werden die wichtigsten Bewegungsmuster und Schrittarten geübt, die sich auch in anderen Methoden des Qigong Yangsheng von Prof. Jiao Guorui wiederfinden. Da wir je nach Witterung viel im Freien üben werden, bitte bequeme, geeignete Kleidung und Schuhe sowie Sonnenschutz mitbringen.

Empfohlene Literatur:
  • Jiao Guorui: Die 15 Ausdrucksformen des Taiji Qigong, ML-Buchverlag 2016
     
Dipl.-Psych.

Hammer, Cornelia

Psychologische Psychotherapeutin (TP), tätig in eigener Praxis, Körpertherapeutin, Lehrerin für Zapchen, Zapchen Tsokpa Institut Kassel

Übung
118a/b Hammer
[ausgebucht] Einführung in "Zapchen somatics"
20 h Cornelia Hammer
Übung
118a/b Hammer
[ausgebucht] Einführung in "Zapchen somatics"
20 h Cornelia Hammer
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Verbundenheit bei klaren Grenzen – Einführung in Zapchen Somatics
Übung, 20 h: Dipl.-Psych. Cornelia Hammer

Die Veranstaltung beinhaltet körperorientierte Übungen, die der Wiederherstellung von psychosomatischem Wohlbefinden dienen, das die Grundlage von Vertrauen in sich selbst und das Gegenüber ist. Die Übung bezieht sich auf Zapchen Somatics nach Julie Henderson (USA). Es ist eine Methode, die durch Mobilisierung körpereigener Ressourcen mittels Bewegung, Atmung, Stimme und Berührung eine Änderung zum Wohlbefinden bewirkt. Durch Unterstützung der inneren Pulsation kommt es zu einer raschen neurochemischen und neurobiologischen Neustrukturierung, die subjektiv als Wohlbefinden, Freude, Vertrauen und Flexibilität erlebt wird. In den sogenannten basics wird dazu eingeladen, grundlegende Selbstregulationsmechanismen wieder neu zu aktivieren und tiefe Entspannung und Regeneration zu ermöglichen. Die Übungsweise ist erprobt als eine Möglichkeit der Selbstfürsorge sowohl für Menschen, die andere Menschen professionell begleiten, als auch der Begleitung von Patienten. ZAPCHEN lebt von der direkten Erfahrung. Fragen, die dabei auftauchen, können während der Übungszeiten besprochen werden.

Bitte bringen Sie bequeme Kleidung, ein Meditationskissen o. ä. und genügend zu trinken mit.

Empfohlene Literatur:
  • Henderson, J., Embodying Well-Being, 4. Aufl. AJZ 2001
  • Henderson, J., Das Buch vom Summen, 3. Aufl. AJZ 2007
  • Hammer, C., EINFACH SEIN-Wege aus der Anstrengung, 2. Aufl. gawa 2015
  • Hammer, C., Im Körper zu Hause sein, Carl-Auer-Verlag 2019
Dr. med.

Hammer, Bernhard

Facharzt für Psychiatrie und Psychiatrie (TP), Psychosomatische Medizin, Lehrer für Zapchen, Zapchen Tsokpa - Institut Kassel

Übung
118a/b Hammer
[ausgebucht] Einführung in "Zapchen somatics"
20 h Bernhard Hammer
Übung
118a/b Hammer
[ausgebucht] Einführung in "Zapchen somatics"
20 h Bernhard Hammer
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Verbundenheit bei klaren Grenzen – Einführung in Zapchen Somatics
Übung, 20 h: Dr. med. Bernhard Hammer, Kassel

Die Veranstaltung beinhaltet körperorientierte Übungen, die der Wiederherstellung von psychosomatischem Wohlbefinden dienen, das die Grundlage von Vertrauen in sich selbst und das Gegenüber ist. Die Übung bezieht sich auf Zapchen Somatics nach Julie Henderson (USA). Es ist eine Methode, die durch Mobilisierung körpereigener Ressourcen mittels Bewegung, Atmung, Stimme und Berührung eine Änderung zum Wohlbefinden bewirkt. Durch Unterstützung der inneren Pulsation kommt es zu einer raschen neurochemischen und neurobiologischen Neustrukturierung, die subjektiv als Wohlbefinden, Freude, Vertrauen und Flexibilität erlebt wird. In den sogenannten basics wird dazu eingeladen, grundlegende Selbstregulationsmechanismen wieder neu zu aktivieren und tiefe Entspannung und Regeneration zu ermöglichen. Die Übungsweise ist erprobt als eine Möglichkeit der Selbstfürsorge sowohl für Menschen, die andere Menschen professionell begleiten, als auch der Begleitung von Patienten. ZAPCHEN lebt von der direkten Erfahrung. Fragen, die dabei auftauchen, können während der Übungszeiten besprochen werden.

Bitte bringen Sie bequeme Kleidung, ein Meditationskissen o. ä. und genügend zu trinken mit.

Empfohlene Literatur:
  • Henderson, J., Embodying Well-Being, 4. Aufl. AJZ 2001
  • Henderson, J., Das Buch vom Summen, 3. Aufl. AJZ 2007
  • Hammer, C., EINFACH SEIN-Wege aus der Anstrengung, 2. Aufl. gawa 2015
  • Hammer, C., Im Körper zu Hause sein, Carl-Auer-Verlag 2019
Dipl.-Psych.

Heller, Janek

Psychologischer Psychotherapeut (VT, TP, Analyse), niedergelassen in eigener Praxis in Leipzig, MBSR Lehrer und Betreiber des Projekts Raum für Achtsamkeit in Leipzig. Ausgebildet in buddhistischer Vipassana- Meditation in der Theravada-Tradition

Übung
114a/b Heller
Achtsamkeit
20 h Janek Heller
Übung
114a/b Heller
Achtsamkeit
20 h Janek Heller
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Achtsamkeitsbasierte Verfahren in Psychosomatik, Schmerztherapie und Palliativmedizin
Übung, 20 h: Dipl.-Psych. Janek Heller, Leipzig

Die Behandlung und Begleitung von Menschen, die unter chronischen Schmerzsyndromen oder unheilbaren Krankheiten leiden oder sich im Sterbeprozess befinden, sind für die meisten klinisch Tätigen sowohl menschlich als auch behandlungstechnisch sehr herausfordernd. Interventionsmethoden, aber auch Sinn und Ziele der Behandlung erschließen sich oft nur teilweise, zudem konfrontiert diese Arbeit mit eigenen Krankheiten, Schmerzen und auch der eigenen Sterblichkeit. Achtsamkeitsbasierte Therapie kann in diesem klinischen Kontext einen heilsamen Beitrag für alle Beteiligten leisten. Das MBSR Programm von Jon Kabat Zinn war ursprünglich dieser Patientengruppe gewidmet. Zieht man die traditionellen Quellen der Achtsamkeitsmeditation zu Rate, so findet sich ein wahrer Fundus an Übungen, die vergleichbar zu Hypnotherapie und Imaginationsverfahren sind. Der hocheffiziente Einsatz dieser Interventionsmethoden wird jedoch nur gelingen, wenn die den Übungen zugrundeliegende heilkundliche Logik verstanden und konzeptuell angewendet werden kann und sich dies in der Kommunikation mit den Patienten widerspiegelt. Die angebotene Übung hat Selbsterfahrungs- und Workshopcharakter, da Anwendung der Methoden und ihr tiefgründiges Verständnis eine entsprechende Selbsterfahrung voraussetzen. Der Kurs schließt an das Seminar „Medizinbuddha-Psychotherapie im Kulturvergleich“ (EPW 2019) an. Die Teilnahme dort ist jedoch keine Voraussetzung. Bitte bequeme Kleidung und – wenn vorhanden – ein Sitzkissen mitbringen.

Übung
418a/b Heller
Achtsamkeit in Therapie und Prävention
20 h Janek Heller
Übung
418a/b Heller
Achtsamkeit in Therapie und Prävention
20 h Janek Heller
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Achtsam-Sein anleiten und unterrichten in Therapie und Prävention
Übung, 20 h: Dipl.-Psych. Janek Heller, Leipzig

Achtsamkeitsübungen und Psychoedukation zur Achtsamkeit sind häufig fester Bestandteil bei unterschiedlichen Behandlungen in stationären und ambulanten Settings geworden. Damit die Übungen jedoch ihr volles Potenzial entfalten und sich die intendierte Wirkung einstellt, braucht es spezifische Voraussetzungen in Form von Kenntnissen und Fertigkeiten in der Anleitung und Kommunikation der Achtsamkeit. In diesem Kurs mit Selbsterfahrungs- und Praxisworkshopcharakter sollen zentrale Kenntnisse und Fertigkeiten zur Anleitung und Vermittlung von Achtsamkeitsübungen erklärt und eingeübt werden. Dazu zählen zunächst ein eigenes Grundverständnis von Achtsamkeitsmeditation und ihrer Indikationsstellung. Theorie und Praxis der Anleitung werden detailliert vermittelt. Besondere Bedeutung wird im Kurs spezifischen Kommunikationstechniken zur Reflexion der gemachten Erfahrungen mit Achtsamkeit beigemessen. Die Vermittlung mentaler Grundhaltungen von Freundlichkeit und Mitgefühl wird ebenso als unverzichtbarer Baustein thematisiert wie auch der Umgang mit schwierigen mentalen oder körperlichen Zuständen und Hindernissen. Und schließlich bleibt Raum für die Unterstützung eine eigenen Achtsamkeitspraxis, die die wichtigste Basis für kompetentes Anleiten darstellt.
Bitte bequeme Kleidung und, wenn vorhanden, ein Sitzkissen mitbringen.

Dr. phil., Dipl. Psych.

Hochauf, Renate

Psychologiche Psychotherapeutin TP in eigener Praxis, Psychoanalytikerin, Traumatherapeutin, Dozentin, Lehrtherapeutin Mitgliedschaft: MGKB, IKT, Kbap, MAPP

Kurs
122a/b Hochauf
[ausgebucht] Strukturelle Defizite als frühe Traumafolge
20 h Renate Hochauf
Kurs
122a/b Hochauf
[ausgebucht] Strukturelle Defizite als frühe...
20 h Renate Hochauf
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Strukturelle Defizite als frühe Traumafolge – Akzente einer psychoanalytischen Prozessreflexion Bis Dienstag!
Kurs, 20 h: Dr. phil., Dipl. Psych. Renate Hochauf, Altenburg

Die Struktur schwerer Bindungs- und Persönlichkeitsstörungen ist vor allem durch einen hohen Anteil präsymbolischer Repräsentanzen und dissoziativ-spaltungsdominierter Abwehrvorgänge charakterisiert. Dies lässt den Schluss zu, dass zentrale Symbolisierungsprozesse der Selbst-Objektbeziehung im Verlauf der Strukturbildung frühzeitig und schwer behindert wurden. Dissoziative Abwehrfixierungen aber gelten unterdessen als Hinweise auf traumatische Erfahrungsanteile. Während spätere Traumata eine hinreichend stabile Weltsicht erschüttern, werden Traumatisierungen im präsymbolischen Alter, also vom Lebensanfang bis etwa dem 2./3. Lebensjahr, in die sich bildende Erfahrungsstruktur als grundsätzliche Lebenswirklichkeit eingeschlossen. Sie können infolge ihrer dissoziativen Qualität nicht mit anderen Erfahrungen verdichtend in bewusste Strukturen integriert werden. Besondere Bedeutung für das Prozessverständnis hat die Beschäftigung mit der neurobiologischen Gedächtnisregulation erlangt. Sie kann uns näherbringen, in welchen Funktionsebenen des Gehirns bestimmte Vorgänge der (expliziten) Konfliktdynamik ablaufen, warum diese bei strukturellen Störungen, bei frühen Bindungs- und Gewalttraumata oder gar pränatalen Erfahrungen nicht verfügbar sind, der Erfahrungsabruf weitgehend implizit-interaktionell abläuft, wie man sich die Unterschiede der Entstehung dynamischer Abwehrmechanismen der Gegenbesetzung auf der Konfliktebene gegenüber dissoziativen oder Spaltungsphänomenen erklären kann. Klassische therapeutische Ansätze führen bei strukturellen und Persönlichkeitsstörungen nur begrenzt zu übergreifenden Veränderungschancen. In einem modifizierten analytischen Prozess ginge es darum, Verarbeitungsmodi von der impliziten Ebene früher Eindrucksqualitäten des Kindes bis zur assoziativ-kognitiven, expliziten Bewusstheit des reifen Gehirns zu begleiten. Für das therapeutische Vorgehen bei frühen Traumata ist es deshalb wichtig, nicht assoziativ-dynamisch zu intensivieren, wie dies bei nichttraumatischen Erfahrungen möglich ist. Vielmehr müssen sich zunächst die Interventionen an den speziellen impliziten Abbildungscharakter anpassen. Auch der Umgang mit Übertragungen muss in diesem Ansatz neu diskutiert werden. Es ist erwünscht, eigene Fälle mitzubringen.
 

Empfohlene Literatur:
  • Hochauf, R. (2007): Frühes Trauma und Strukturdefizit, Asanger, Kröning
Dr. rer. biol. hum.

Hopf, Hans

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut (Analyse und TP), Ehrenmitglied VAKJP, eigene Praxis

Vorlesung
C3 Hopf
Angststörungen bei KJ
10 h Hans Hopf
Vorlesung
C3 Hopf
Angststörungen bei KJ
10 h Hans Hopf
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen. Diagnose und Psychotherapie
Vorlesung, 10 h: Dr. rer. biol. hum. Hans Hopf

In den Vorlesungen soll über psychoanalytisches Verstehen von Ängsten, über unterschiedliche Angstarten und über Entstehung, Diagnose und psychoanalytische sowie tiefenpsychologisch fundierte Behandlungen von Angststörungen referiert werden. Die folgenden Krankheitsbilder werden ausführlich dargestellt. Sie werden mit Fallvignetten illustriert, deren Psychodynamiken herausgearbeitet werden: Trennungsangst, generalisierte Angst, Phobie, insbesondere die Schulphobie, Traumatische Ängste und das Verschwinden von Realangst bei schweren narzisstischen Störungen. Innerhalb einer Vorlesung wird über depressive Störungen und ihre Abgrenzung zu den Angststörungen gesprochen.

Empfohlene Literatur:
  • Heinemann, E., Hopf, H.: Psychische Störungen in Kindheit und Jugend. Symptome.Psychodynamik. Fallbeispiele. psychoanalytische Therapie. Stuttgart, Berlin,Köln: Verlag W. Kohlhammer, 5. Auflage, 2015.
  • Hopf, H.: Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen. Diagnose und Therapie. Verlag Brandes & Apsel Frankfurt, 4. ergänzte Auflage. 2014
  • Hopf, H.: Schulangst und Schulphobie, Frankfurt: Brandes & Apsel, 2. Auflage, 2018
  • Hopf, H.: Jungenängste, Mädchenängste. Gemeinsamkeiten und Unterschiede. In: Lang, H.; Pagel, G. (Hrsg.): Angst und Zwang. Würzburg: Königshausen & Neumann
Seminar
401 Hopf
Behandlungstechnik KJ
10 h Hans Hopf
Seminar
401 Hopf
Behandlungstechnik KJ
10 h Hans Hopf
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Kasuistisch-technisches Seminar zur analytischen und tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen
Seminar, 10 h: Dr. rer. biol. hum. Hans Hopf

In dem Seminar soll über spezifische Behandlungstechniken analytischer und tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen diskutiert werden. An jedem Tag steht im Mittelpunkt des Seminars ein Behandlungsfall, zu dem die Diagnose, die psychodynamischen Zusammenhänge – auch im Hinblick auf das Gutachterverfahren – sowie die Behandlungstechnik herausgearbeitet werden sollen. Im Mittelpunkt stehen vor allem Angststörungen (sowie depressive Störungen) und der Umgang mit den daraus resultierenden speziellen behandlungstechnischen Herausforderungen. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sollten Falldarstellungen mitgebracht werden.

Empfohlene Literatur:
  • Burchartz, A.; Hopf, H.; Lutz, C. (2016): Psychodynamische Therapien mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Geschichte, Theorie, Praxis. Stuttgart, Berlin, Köln: Verlag W. Kohlhammer. 
  • Hopf, H., Windaus, E. (Hrsg.): Lehrbuch der Psychotherapie. Band V. Psychoanalytische und tiefenpsychologisch fundierte Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie. München: CIP-Medien, 2007.
     
Dr. phil., Dipl.-Psych.

Ivansic, Daniela

Psychologische Psychotherapeutin, Leiterin des Tinnitus-Zentrums Jena

Vorlesung
D3 Ivansic
Tinnitus
10 h Daniela Ivansic
Vorlesung
D3 Ivansic
Tinnitus
10 h Daniela Ivansic
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Chronischer Tinnitus: Verhaltenstherapie ist effektiv!
Vorlesung, 10 h: Dr. phil., Dipl.-Psych. Daniela Ivansic

In der im März 2019 veröffentlichten europäischen Leitlinie „A multidisciplinary European guideline for tinnitus: diagnostics, assessment, and treatment“ wird ausschließlich für die Verhaltenstherapie wegen nachgewiesener Effektivität eine starke Empfehlung für die Behandlung der Patienten mit chronisch-komplexen Tinnitus ausgesprochen. Es handelt sich um eine chronische Krankheit mit hoher Prävalenz: Allein in Deutschland wird jährlich von 250.000 neuen Fällen ausgegangen. Bei einer Komorbidität von 50 % bis zu 60 % mit Major Depression, Angststörungen und somatoformen Störungenist es für Psychotherapeuten absolut notwendig, sich mit wirksamen Tinnitus-Behandlungsmethoden gut auszukennen. In der Vorlesungsreihe werden die medizinischen Ursachen des akuten Tinnitus, Prädiktoren der Chronifizierung und die Modelle der Entstehung der Tinnitus-Belastung vorgestellt und daraus die Schwerpunkte der Tinnitus-Therapie abgeleitet. Ziel ist es mit dem Mythos „Bei Tinnitus kann man nichts machen!“ aufzuräumen und Sie zu befähigen, eine umfassende Tinnitus-Anamnese zu erheben, mit dem Patienten ein Krankheitsmodell zu erstellen (welches sowohl den Tinnitus als auch prämorbide oder daraus resultierende psychische Störungen beinhaltet), realistische Therapieziele zu formulieren sowie zu erlernen, welche verhaltenstherapeutischen Techniken in der Tinnitus-Therapie wirksam sind.

Empfohlene Literatur:
  • Cima, R.F.F., Mazurek, B., Haider, H. et al. (2019): A multidisciplinary European guideline for tinnitus: diagnostics, assessment, and treatment. HNO 67(Suppl 1): 10.
  • Delb, W., D’Amelio, R., Archonti, C., Schonecke, O. (2002): Tinnitus. Ein Manual zur Tinnitus-Retrainingtherapie. Göttingen: Hogrefe Verlag.
  • Kröner-Herwig, B., Jäger, B., Goebel, G. (2010): Tinnitus: Kognitiv-verhaltenstherapeutisches Behandlungsmanual. Mit Online-Materialien. Weinheim: Beltz Verlag.
  • Weise, C., Kleinstäuber, M., Kaldo, V., Andersson, G. (2016): Mit Tinnitus leben lernen. Ein Manual für Therapeuten und Betroffene. Berlin Heidelberg: Springer-Verlag.
Prof. Dr. med.

Joraschky, Peter

FA für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytiker (DPV), Nervenarzt, Ehem. Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus, Dresden

Vorlesung
A1 Joraschky
Narzissmus
10 h Peter Joraschky
Vorlesung
A1 Joraschky
Narzissmus
10 h Peter Joraschky
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Therapie narzisstischer Persönlichkeitsanteile
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. med. Peter Joraschky

Folgende Themen sollen dargestellt werden:

  1. Das Wechselspiel von Macht/Leistung und Liebe. Der offene und verdeckte Narzissmus. Der männliche und weibliche Narzissmus.
  2. Die Entwicklung der narzisstischen Vulnerabilität. Entwertung und Idealisierung. Leitaffekte Scham, Neid und narzisstische Wut. Die Inkongruenz der Selbstanteile, die Vulnerabilität des Körperselbst. Die Ausgrenzung als Selbstwerttrauma.
  3. Beziehungsanalyse narzisstischer Persönlichkeiten. Umgang mit dem vermeidenden Bindungsstil. Bedeutung der Sexualität. Empathiestörungen.
  4. Die narzisstische Kollusion. Selbstobjektübertragungen. Wenn sich der Therapeut überflüssig oder gelangweilt, zurückgewiesen und ausgegrenzt fühlt.
  5. Sehnsucht nach Verschmelzung, Suizidalität als narzisstische Krise. Der narzisstisch vulnerable Therapeut.

Die Themen werden anhand von Fallbeispielen, Therapieprozessen dargestellt und diskutiert.

Empfohlene Literatur:
  • Sprenger B., Joraschky P. (2015): Mehr Schein als Sein. Springer Spektrum.
  • Kernberg, O. F., Hartmann, H. P. (2006): Narzissmus – Grundlagen – Störungsbilder – Therapie. Schattauer.
Kurs
410a/b Joraschky
Familienskulptur
20 h Peter Joraschky
Kurs
410a/b Joraschky
Familienskulptur
20 h Peter Joraschky
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Die Anwendung des Familienbrettes und der Familienskulptur für die beziehungsorientierte Diagnostik und Therapie
Kurs, 20 h: Prof. Dr. med. Peter Joraschky

Mit dem Familienbrett lassen sich analytisch-systemische Traditionen, wie sie in der Familienskulptur praktiziert werden, für die Einzeltherapie und -diagnostik gewinnbringend einsetzen. Mit dem Familienbrett wird über verschiedene lebenszyklische Phasen die Repräsentanzenwelt unter den Aspekten der Nähre-Distanz- und Hierarchieregulation räumlich zur Darstellung gebracht. Während dieses Prozesses werden Emotionen aktiviert. So können Beziehungen differenziert werden und sind damit für strukturgestörte Patienten eine große Klarifizierungshilfe. Für die Therapieplanung ist insbesondere das „Zukunftsbrett“ zentral, da sich hier die Therapieziele von Patient und Therapeut direkt zur Konvergenz bringen lassen. Weiterhin lässt sich das Brett für die Diagnostik der Selbstanteile anwenden, woraus sich unbewusste Selbstkonzepte ableiten lassen. Der Kurs hat auch Selbsterfahrungscharakter.

Dipl.-Psych.

Koch, Sigrun

Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin BDP, in freier Praxis tätig

Kurs
404 Koch
[ausgebucht] Abhängige und narzisstische Patienten
10 h Sigrun Koch
Kurs
404 Koch
[ausgebucht] Abhängige und narzisstische Patienten
10 h Sigrun Koch
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Unerträglich lieb und ziemlich bedürftig
Kurs, 10 h: Dipl.-Psych. Sigrun Koch

Patienten mit abhängiger oder narzisstisch-vulnerabler Persönlichkeitsstörung leiden nicht selten unter strukturellen Defiziten, die sich vor allem in Bindungsproblemen zeigen. In ihrer eingeschränkten Fähigkeit, Affekte zu regulieren, sich selbst zu reflektieren und Empathie zu empfinden, fällt es ihnen schwer, angemessen ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Unbewusst manipulieren sie ihre Interaktionspartner und riskieren, dass sich negative Erfahrungen wiederholen. Diese Manipulationen lassen sich auch in der Psychotherapie identifizieren: In ihrer unbewussten Bedürftigkeit nach einer „guten Mutter“ passen sie sich übermäßig an und verhalten sich „unerträglich lieb“. Anforderungen an Selbständigkeit und Individuation werden entweder freundlich ignoriert oder scheinbar erfüllt. Kritische Rückmeldungen verunsichern oder verletzen. Im Kurs werden Interventionsmöglichkeiten besprochen, wie manipulative Interaktionen genutzt werden können, um Veränderungsprozesse zu initiieren, in deren Verlauf PatientInnen alte Beziehungs- und Verhaltensmuster aufgeben und Autonomie gewinnen.

Empfohlene Literatur:
  • Rudolf, Gerd: Psychodynamische Psychotherapie. Die Arbeit an Konflikt, Struktur und Trauma. Stuttgart 2014, 2. Aufl.
Kurs
310 Koch
[ausgebucht] Patienten über 60
10 h Sigrun Koch
Kurs
310 Koch
[ausgebucht] Patienten über 60
10 h Sigrun Koch
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Behandlung von PatientInnen über 60
Kurs, 10 h: Dipl.-Psych. Sigrun Koch

Im 7. Lebensjahrzehnt neigt sich die Berufsphase dem Ende zu, was für diesen Personenkreis eine neue Herausforderung bedeutet. Die Rentenphase mit Aktivitäten zu füllen, die als befriedigend erlebt werden, erfordert nicht selten das Erlernen neuer Verhaltensweisen. Langjährige Beziehungen verändern sich und dies führt manchmal zu Beziehungsabbrüchen. Konflikte, die bisher erfolgreich kompensiert wurden, brechen vielleicht erneut auf. Die Situation kann dazu führen, dass die erlernten Bewältigungsstrategien überlastet sind und der Patient Symptome entwickelt. Denn die somatischen und psychischen Kräfte nehmen ab und es fällt schwerer, sich flexibel an äußere Bedingungen anzupassen.
Im Kurs werden die besonderen Bedingungen einer Psychotherapie mit dieser Zielgruppe diskutiert, somatische und psychische Alternsprozesse dargestellt und reflektiert, wie sich diese auf Bewältigungsstrategien auswirken. Es werden Interventionen besprochen, wie diese Lebensphase positiv gestaltet werden und der Patient die Lernchancen nutzen kann, seinen Lebensstil an seine Kompetenzen und Grenzen anzupassen.

Empfohlene Literatur:
  • Korte, M.: Jung im Kopf. Erstaunliche Einsichten der Gehirnforschung in das Älterwerden. München 2014, 3. Aufl.
Dipl.-Med.

Koldewey, Angela

FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie (TP), niedergelassen in eigener psychotherapeutischer Praxis

Kurs
121a/b Koldewey
Alba Emoting
20 h Angela Koldewey
Kurs
121a/b Koldewey
Alba Emoting
20 h Angela Koldewey
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Alba Emoting in psychotherapeutischen Prozessen: Ein körperpsychotherapeutisches Intensiv-Training
Kurs, 20 h: Dipl.-Med. Angela Koldewey

„Kein emotionales Erleben, wie gering es auch sein mag, bleibt ohne körperlichen Nachhall. Wenn wir bei uns selbst und bei anderen Gefühle und Emotionen leichter erkennen, verstehen und aushalten könnten, würden wir vielleicht nicht so verwirrt leben und wahrscheinlich glücklicher“ (Susana Bloch, Chile 2006). Alba Emoting (AE) wurde von Susana Bloch in Chile für den Schauspielbereich entwickelt, um Basis-Emotionen mittels universeller Atemmuster, Körperhaltungen und Mimik authentisch und eindeutig darstellen zu können. Für die Psychotherapie können diese Alba-Emoting-Ausdrucksmuster von großem Nutzen sein: Auf einfache Weise kann dem Patienten vermittelt werden, seine eigenen Gefühle klarer wahrzunehmen, zu akzeptieren und gegenüber anderen Menschen eindeutiger auszudrücken. Vermischte Gefühle (z. B. Wut und Angst) können entmischt, zu schwache und seltene Gefühle entwickelt, zu heftige Gefühle auf ein stimmiges Maß zurückgeführt, extreme Emotionszustände gezielt verlassen und Sicherheit wiederhergestellt werden. Dieser Einführungskurs mit hohem Selbsterfahrungscharakter lädt ein, in einen wohlwollenden und tieferen Kontakt zu den eigenen Emotionen zu kommen und Ressourcen zu stärken. Es werden Grundlagen des AE erarbeitet, Hintergründe zu Technik und Methode vermittelt sowie Fallbeispiele und Anwendungsmöglichkeiten für die Psychotherapie gegeben.

Empfohlene Literatur:
  • Bloch, Susana: Alba Emoting: A Scientific Method for Emotional Induction. 2017
  • Theßen, Lars: Mit Atemübungen zum Gefühlsausdruck: Wahrnehmung und Regulation der Emotionen in der Psychotherapie. Springer (essentials) 2016
Dr. phil., Dipl.-Psych.

Kunz, Wilfried

Psychologischer Psychotherapeut (VT/Erwachsene und KJ), Mitgliedschaften: DPTV, BDB, in eigener Psychotherapeutischen Praxis tätig

Kurs
319 Kunz
[Absage des Dozenten] Gemeinsames und Trennendes TP/VT
10 h Wilfried Kunz
Kurs
319 Kunz
[Absage des Dozenten] Gemeinsames und Trennendes...
10 h Wilfried Kunz
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
[Die Veranstaltung findet leider nicht statt, da der Dozent abgesagt hat.] Die „neue“ KVT-Forschung – Bestätigung von Trennendem oder eine Brücke für Verbindendes zwischen den Psychotherapie-Schulen?
Kurs, 10 h: Dr. phil., Dipl.-Psych. Wilfried Kunz, Lengefeld

Das Thema der Psychotherapiewoche tangiert wesentlich die Frage nach Gemeinsamkeiten, Unterschieden und notwendigen Abgrenzungen zwischen den Psychotherapie-Schulen. Eine Möglichkeit der „Aussöhnung“ zwischen kausalem und symptomorientierten Vorgehen wird den TN über die „VT emotionaler Schlüsselerfahrungen“ nach Wendisch aufgezeigt. Dazu werden Ergebnisse schulenübergreifender Zusammenarbeit im therapeutischen Setting (Trautmann-Voigt) beschrieben. In der praktischen Ableitung sollen am Konstrukt der dysfunktionalen Kognitionen Berührungspunkte zwischen Tiefenpsychologie und Kognitiver Verhaltenstherapie herausgearbeitet und beispielhaft dargestellt werden. Eine Konkretisierung erfahren diese Inhalte über das Einbringen von Fallbeispielen und die Möglichkeit von Rollenspielen, wobei abschließend – zum Ausgangspunkt zurückkehrend – Verbindendes und notwendig Trennendes in der praktischen Tätigkeit exemplarisch bestimmt und zusammengefasst wird.

Empfohlene Literatur:
  • In-Albon, T. (Hrsg.): Emotionsregulation und psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter. Kohlhammer 2013
  • Stavemann H. H.: Integrative KVT. Die Therapie emotionaler Turbulenzen. Beltz 2014
  • Trautmann-Voigt; S., Voigt, B. (Hrsg.): Psychodynamische Psychotherapie und Verhaltenstherapie. Ein integratives Praxisbuch. Schattauer 2017
  • Wendisch, M.: Verhaltenstherapie emotionaler Schlüsselerfahrungen. Hans Huber 2015

Lindner, Marion

Diplom-Designerin, Integrative Klinische Kunst- und Kreativitätstherapeutin, berufsbegleitende Weiterbildung im Lösungsorientierten Malen

Leitung der Körper- und Kreativtherapie in der Klinik am Waldschlößchen

Kurs
420a/b Lindner
Dissoziative Störungen im stationären Setting
20 h Marion Lindner
Kurs
420a/b Lindner
Dissoziative Störungen im stationären Setting
20 h Marion Lindner
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
DISqualifizierte Behandlung - Arbeit mit dissoziativen Störungen im stationären Setting
Kurs, 20 h: Marion Lindner

Eine Kunsttherapeutin und eine Fachärztin für psychosomatische Medizin geben einen Einblick in die stationäre Arbeit mit dissoziativen Störungen und höhergradig fragmentierten Persönlichkeiten. Wir möchten die einzel- als auch gruppentherapeutischen Elemente für interessierte Teilnehmer erlebbar und verstehbar machen, verbal als auch non-verbal vermitteln. Die Kunsttherapeutische Unterstützung kann sowohl ressourcenstärkend als auch durch Erarbeitung korrigierender Bilder erfolgen. Bildhafte Darstellungen als auch Auseinandersetzungen mit einem dialogischen Gegenüber ermöglichen Kontakt auf der äußeren Bühne und eine Übertragung auf die innere Bühne und Erlebniswelt. Beispielsweise Etablieren eines „Sicheren inneren Ortes“ für verschiedene oder alle Anteile, Entwerfen und Ausgestalten eines „Konferenz- oder Begegnungsraumes“, ebenso wie die Erarbeitung von „Helferwesen“. Wir möchten ermutigen zum unbedingten Einbeziehen destruktiver und täterloyaler Innenanteile. Pendeln zwischen Innen und Außen, Gewahrwerden der inneren Vielschichtigkeit, Erkennen und Wertschätzen des eigenen Potentials – dazu möchten wir erzählen, in Austausch gehen und zur Selbsterfahrung einladen.
Bitte bringen Sie Buntstifte mit.

Lippmann, Frank O.

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Innere Medizin, Balintgruppenleiter Deutsche Balintgesellschaft (DBG), Supervisor (DGSv), Focusing-Therapeut und -Ausbilder am Deutschen Ausbildungsinstitut für Focusing und Focusing-Therapie (DAF), niedergelassen in eigener Praxis

Übung
110a/b Lippmann
[ausgebucht] Focusing - Einführung
20 h Frank O. Lippmann
Übung
110a/b Lippmann
[ausgebucht] Focusing - Einführung
20 h Frank O. Lippmann
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Einführung in Focusing Achtsamer Weg zum impliziten Körperwissen
Übung, 20 h: Frank O. Lippmann

Focusing nach E.T. Gendlin beschreibt den Weg, wie wir Zugang finden können zum impliziten, Bedeutung tragenden Körperwissen („Felt sense“) und den neuen Erlebensschritten, die daraus entstehen. Es ist eine klinisch erprobte und empirisch überprüfte Methode, die in jedem psychotherapeutischen Verfahren angewendet werden kann, um Erlebensprozesse zu vertiefen und den therapeutischen Handlungsspielraum zu erweitern. Ein Felt Sense wird als komplexes, wenngleich vages Empfinden gespürt, das sich im Körper des Patienten und des Therapeuten als ganzheitliche Resonanz zu einem Thema (Problem, Symptom, Traum, …) formt. Wenden wir uns diesem Körperempfinden absichtslos zu, entfalten sich aus ihm Schritte, die eine lösungsorientierte Richtung haben: In neu sich einstellenden Worten, inneren Bildern, Handlungs- und Bewegungsimpulsen werden nicht nur überraschende Aspekte des Themas bewusst, auch wird ein sich selbst vorantreibender Veränderungsprozess angeregt, der mit frischer Lebensenergie einhergeht. Focusingschritte sind Erkenntnisschritte und Heilungsschritte zugleich. Focusing findet Anwendung im Bereich von Psychotherapie, Psychosomatik, Coaching und Supervision und tut auch Therapeutinnen und Therapeuten selbst gut (Selbstsorge). Um die spezifische Ebene des Focusingprozesses kennen zu lernen, ist das Vorgehen im Kurs erlebens- und selbsterfahrungszentriert. Kurzvorträge zum theoretischen Hintergrund und praktische Übungen unterstützen die Teilnehmer dabei, Focusing selbst zu entdecken und in seiner Wirksamkeit zu erproben. Mit den vorgestellten Konzepten können die Teilnehmer in ihrer jeweiligen Praxis weiterarbeiten. Die Atmosphäre von Focusing eröffnet einen entspannten, erholsamen, körperlich-spürigen Raum.

Empfohlene Literatur:
  • Renn, K. (2016): Magische Momente der Veränderung. Was Focusing bewirken kann. Eine Einführung. München, Kösel-Verlag.
  • Gendlin, E. T.; Wiltschko, J. (1999): Focusing in der Praxis. Eine schulenübergreifende Methode für Psychotherapie und Alltag. Stuttgart, Pfeiffer bei Klett-Cotta.
  • Lippmann, FO. (2012): Selbstsorge – (k)ein Thema für Ärzte. Balint 2012;13: 101-112
Dipl.-Psych.

Mehnert, Franka

Leitende Psychologin in der Klinik am Waldschlößchen

Kurs
124a/b Mehnert
Ressourcen- und Stabilisierungsübungen
20 h Franka Mehnert
Kurs
124a/b Mehnert
Ressourcen- und Stabilisierungsübungen
20 h Franka Mehnert
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Ressourcen- und Stabilisierungsübungen bei komplex traumatisierten PatientInnen
Kurs, 20 h: Dipl.-Psych. Franka Mehnert

Mit Hilfe vieler praktischer Übungen in der Großgruppe, in der Kleingruppe und in der Präsentation durch die Dozentin sollen verschiedene Interventionen und Techniken dargestellt werden, die in der Stabilisierungsarbeit mit traumatisierten und dissoziativen PatientInnen zum Einsatz gebracht werden können. Ein zentrales Ziel besteht darin, die Betroffenen wieder in Kontakt zu bringen mit eigenen Ressourcen und mit Selbstwirksamkeitserfahrungen. Dabei soll auch für die Teilnehmer ein Raum für Psychohygiene und für Supervisionsfragen geschaffen werden.

Empfohlene Literatur:
  • Bohus, Wolf-Arehult: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten, Schattauer 2012
  • Luise Reddemann: Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie, Pfeiffer bei Klett-Cotta, 2. Auflage 2008
  • Ellen Spangenberg: Dem Leben wieder trauen. Traumaheilung nach sexueller Gewalt. Patmos 2011
  • Firus, Schleier, Geigges, Reddemann: Traumatherapie in der Gruppe, Klett-Cotta, 2012
Dr. med.

Müller-Löw, Sabine

Ärztin, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapieausbildung, systemische Familientherapeutin IGST, systemische Supervisorin, Leitung Institut Zielkunft und familientherapeutische Praxis in Mainz, DGSF-Mitglied, Referentin der katholischen Hochschule Mainz

Kurs
115a/b Müller-Löw
Systemisches Handwerkszeug
20 h Sabine Müller-Löw
Kurs
115a/b Müller-Löw
Systemisches Handwerkszeug
20 h Sabine Müller-Löw
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Im Gespräch (bleiben) – Auf den Punkt gebracht Systemisches Handwerkszeug im therapeutischen Alltag
Kurs, 20 h: Dr. med. Sabine Müller-Löw

Im Gespräch mit Menschen sein – systemisch.
Sie sind in ihrem Berufsalltag besonderen Anforderungen ausgesetzt. Die Gesellschaft und das Gesundheitssystem erwarten von Ihnen jederzeit ein hohes Maß an Geduld, Kompetenz und Menschlichkeit, aber auch unternehmerische Fähigkeiten, Team- und Führungsqualitäten. Lernen Sie die systemische Haltung und systemische Basistechniken kennen. Üben Sie Perspektivenwechsel, „hilfreiches“ Fragen, Ziel- und Auftragsklärung. Entscheiden Sie, wie viel vom Systemischen zu Ihnen passt, was Sie gerne in ihre Beratungsarbeit übernehmen wollen, mit dem Ziel nah an den Menschen und ihren Lösungen zu sein. Mitbringen sollten Sie viele Fragestellungen, Lust am Ausprobieren, Ihren Humor und Ihre Neugier.

Kurs
416a/b Müller-Löw
Ambivalenz in der Adoleszenz
20 h Sabine Müller-Löw
Kurs
416a/b Müller-Löw
Ambivalenz in der Adoleszenz
20 h Sabine Müller-Löw
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Zwischen Baum und Borke – Von der Ambivalenz in der Adoleszenz
Kurs, 20 h: Dr. med. Sabine Müller-Löw

Jugendliche können ihre innere Zerrissenheit oft präzise beschreiben, und auch ihren Wunsch, ein Wunder möge diesen Zustand wegzaubern. Sie hängen zwischen Baum und Borke und sind verzweifelt. Aus systemischer Sicht geht es darum, sie zu unterstützen ihre Ambivalenz zu sehen, anzunehmen und auch als Chance zu betrachten. In diesem Kurs werden mit hypnosystemischen Interventionen und Selbstwirksamkeitstraining Techniken vermittelt, die Jugendlichen helfen, ihre inneren Prozesse selbstregulierend zu steuern. Es handelt sich um eine Sowohl-als-auch- Logik, oder, anders formuliert, um ein Ambivalenzfähigkeitstraining mit dem Ziel, die Selbstbeziehung zu verbessern. Wir stellen die Anwendungstechnik PEP von Michael Bohne vor. PEP (Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie) ist eine Kombination aus Klopftechnik und hypnotherapeutischen Strategien, die mit Selbstakzeptanzübungen die Selbstbeziehung verbessern. Darüber hinaus betrachten Sie Metaphern aus Geschichten und insbesondere Filmen, die den Zugang zu Jugendlichen erleichtert. Anhand von Fallbeispielen geht es um Klärung des Anliegens, das Erkennen von Mustern und Abläufen, sowie unterschiedliche systemische Fragetechniken. Mitbringen sollten Sie viele Fragen, Lust am Ausprobieren, eigene Praxisbeispiele und Ihren Humor.

Neimeke-von Pfister, Elisabeth

Integrative Gestalttherapeutin, Integrative Bewegungs- und Tanztherapeutin, Psychoonkologin, Diplom-Sportpädagogin, tätig in Freier Praxis und als Dozentin in Aus- und Fortbildung

www.psychotherapie-elisabethneimeke.de

Übung
405 Neimeke-von Pfister
[ausgebucht] Tanztherapie und Imagination
10 h Elisabeth Neimeke-von Pfister
Übung
405 Neimeke-von Pfister
[ausgebucht] Tanztherapie und Imagination
10 h Elisabeth Neimeke-von Pfister
bis 31.03.2020
130,00 €
ab 01.04.2020
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Tanztherapie und Imagination
Übung, 10 h: Elisabeth Neimeke-von Pfister, Tettnang

Die Wirksamkeit von unterschiedlichen Imaginationstechniken in der Psychotherapie ist mittlerweile gut belegt und sie haben daher im therapeutischen Prozess ihren festen Platz. Der Mensch erlebt und kreiert „seine Welt“ in Inneren Bildern. Werden diese Bilder getanzt oder bewegt, so wird das Erleben um einen körperlichen Ausdrucksaspekt bereichert, und die Bilder werden unmittelbar sichtbar und kommunizierbar, was zu einer Veränderung in der Wahrnehmung, im Erkennen, beim Experimentieren und Integrieren von Themen/Problemen/Mustern führen kann. Inhalte des Tanzes und der Imagination können sein: Gefühle, erlebte Szenen, Träume, Sprache, Geschichten/Märchen, Körperbilder, Ego-states u. a.. Der therapeutische Prozess kann sich sowohl von der Imagination zum Tanz entwickeln als auch vom Tanz zur Imagination und kann ergänzt werden durch den Einsatz weiterer kreativer Medien. In dieser Übung möchte ich Ihnen diese ressourcen-orientierten, aber auch konfliktzentrierten Ansätze und Herangehensweisen praktisch erfahrbar machen und theoretisch reflektieren. Die frühere Teilnahme an meinem Kurs „Einführung in die Tanztherapie“ wäre förderlich, ist aber keine Voraussetzung. Willkommen sind Neugier und Bewegungsfreude.
Bitte bequeme Kleidung, rutschfeste Socken/Gymnastikschuhe, Decke, kleines Kissen und Wachsmalkreiden mitbringen.

Empfohlene Literatur:
  • G. Frick-Baer, M. Peter-Bolaender: Bewegte Imagination, Semnos-Verlag 2008
  • M.Peter-Bolaender: Tanz und Imagination, Junfermann-Verlag 1992
  • Udo Baer / G.Frick-Baer: Methoden und Modelle der Tanz- und Bewegungstherapie, Semnos-Verlag 2001
  • Peseschkian, N.: Wenn du willst was du noch nie gehabt hast, 12. Aufl. Herder Verlag 2002    
Übung
315 Neimeke-von Pfister
Tanztherapie
10 h Elisabeth Neimeke-von Pfister
Übung
315 Neimeke-von Pfister
Tanztherapie
10 h Elisabeth Neimeke-von Pfister
bis 31.03.2020
130,00 €
ab 01.04.2020
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Einführung in die Tanztherapie
Übung, 10 h: Elisabeth Neimeke-von Pfister, Tettnang

Der Tanz als Ausdrucks- und Interaktionsform hat eine lange Tradition in der menschlichen Kultur. Die Wurzeln der heutigen Tanztherapie lassen sich in der deutschen Ausdruckstanzbewegung und der Humanistischen Psychologie finden. Tanztherapie im Gruppen- und Einzelsetting ist heute vor allem im klinischen, aber auch im ambulanten Bereich in unterschiedlichen Arbeitsfeldern als eigenständige oder ergänzende Therapieform nicht mehr wegzudenken. Körperwahrnehmung, Affektausdruck und -regulation, Bewegungs-, Handlungs- und Interaktionsbewusstheit und das reflektierende Gespräch sind wichtige Elemente in der Tanztherapie. In dieser Übung werden den Teilnehmern durch eigenes Erleben und Erfahren, aber auch durch die theoretisch-methodische Reflektion die oben genannten Elemente erfahrbar gemacht und so der übungszentrierte, erlebnisaktivierende, konfliktzentrierte und ressourcenorientierte Ansatz in der Tanztherapie vermittelt. Die Übung richtet sich an InteressentInnen, die die Tanztherapie kennenlernen möchten oder ihr eigenes Therapiekonzept um einen bewegungs- und körperorientierten Ansatz erweitern möchten. Tanzvorerfahrung ist nicht notwendig, Neugierde und Bewegungsfreude sind willkommen. Bitte bequeme Kleidung, rutschfeste Socken/Gymnastikschuhe, eine Decke und ein kleines Kissen mitbringen.

Empfohlene Literatur:
  • Willke, E., Hölter, G., Petzold, H. (Hrsg.): Tanztherapie – Theorie und Praxis. Junfermann-Verlag, Paderborn 1991
  • Willke, E.: Tanztherapie. Theoretische Konzepte und Grundlagen der Intervention.Verlag H.Huber, Bern 2007
Dr. med.

Niehaus, Helga

Fachärztin für Augenheilkunde, ärztliche Psychotherapeutin (TP/Erwachsene), Privatpraxis für Psychotherapie und Coaching in Marburg

www.sehenundgehen.de

Übung
320 Niehaus
Bewegungsmeditation
10 h Helga Niehaus
Übung
320 Niehaus
Bewegungsmeditation
10 h Helga Niehaus
bis 31.03.2020
130,00 €
ab 01.04.2020
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Bewegungsmeditation – Was wir mit Worten nicht mehr ausdrücken können
Übung, 10 h: Dr. med. Helga Niehaus, Marburg

Wir vermitteln die Methode der Gestenarbeit in Theorie und Praxis, Selbsterfahrung ist ein wesentlicher Anteil dieser Übung. Geführte Bewegungsmeditationen münden in einen körperlichen Ausdruck, in eine körperliche Haltung. Damit erfolgt eine Transformation der aktuellen inneren Wahrheit, die oft nicht mehr gesprochen werden kann, auf der Körperebene und wird dort verankert. Gestenarbeit kann als wertvolle Ergänzung zum therapeutischen Gespräch genutzt werden. Sie führt zu einer tiefen inneren Berührung und erschließt damit die Verbindung vom Körperbewusstsein zum Herzens- und Seelenraum jenseits der Sprache.
In der Übung leiten wir die Teilnehmer/innen an, diese Methode selbst zu erfahren. Wir vermitteln die theoretischen Grundlagen, damit diese auch an Interessierte weitergegeben werden können. Austausch findet zum einen über die Anwendbarkeit im Berufsalltag aber auch über persönliche Erlebnisse statt. Impulse der Teilnehmer/innen werden den Verlauf der Übung prozesshaft mitgestalten.

Empfohlene Literatur:
  • Anna Halprin: Tanz, Ausdruck und Heilung: Wege zur Gesundheit durch Bewegung, Bilderleben und kreativen Umgang mit Gefühlen, Synthesis Verlag
  • Hartmut Rosa: Resonanz, Suhrkamp
  • Martin Buber: Ich und Du, Reclam; Der Weg des Menschen, Gütersloher Verlagshaus

Offenberg, Nina

FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (TP), Oberärztin in der Klinik am Waldschlösschen, Dresden

Kurs
420a/b Offenberg
Dissoziative Störungen im stationären Setting
20 h Nina Offenberg
Kurs
420a/b Offenberg
Dissoziative Störungen im stationären Setting
20 h Nina Offenberg
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
DISqualifizierte Behandlung - Arbeit mit dissoziativen Störungen im stationären Setting
Kurs, 20 h: Nina Offenberg

Eine Kunsttherapeutin und eine Fachärztin für psychosomatische Medizin geben einen Einblick in die stationäre Arbeit mit dissoziativen Störungen und höhergradig fragmentierten Persönlichkeiten. Wir möchten die einzel- als auch gruppentherapeutischen Elemente für interessierte Teilnehmer erlebbar und verstehbar machen, verbal als auch non-verbal vermitteln. Die Kunsttherapeutische Unterstützung kann sowohl ressourcenstärkend als auch durch Erarbeitung korrigierender Bilder erfolgen. Bildhafte Darstellungen als auch Auseinandersetzungen mit einem dialogischen Gegenüber ermöglichen Kontakt auf der äußeren Bühne und eine Übertragung auf die innere Bühne und Erlebniswelt. Beispielsweise Etablieren eines „Sicheren inneren Ortes“ für verschiedene oder alle Anteile, Entwerfen und Ausgestalten eines „Konferenz- oder Begegnungsraumes“, ebenso wie die Erarbeitung von „Helferwesen“. Wir möchten ermutigen zum unbedingten Einbeziehen destruktiver und täterloyaler Innenanteile. Pendeln zwischen Innen und Außen, Gewahrwerden der inneren Vielschichtigkeit, Erkennen und Wertschätzen des eigenen Potentials – dazu möchten wir erzählen, in Austausch gehen und zur Selbsterfahrung einladen.
Bitte bringen Sie Buntstifte mit.

Prof. Dr. med.

Plöttner, Günter

FA für Psychiatrie / Neurologie und FA für Psychotherapie u. Psychosomatische Medizin, Psychoanalyse (DGPT); Leiter der Institutsambulanz des Sächsischen Weiterbildungskreises für Psychotherapie, Psychoanalyse u. Psychosomatische Medizin Leipzig - SWK e.V.

Übung
123a/b Plöttner
PMR und AT - Einführung (Bis Dienstag!)
16 h Günter Plöttner
Übung
123a/b Plöttner
PMR und AT - Einführung (Bis Dienstag!)
16 h Günter Plöttner
bis 31.03.2020
208,00 €
ab 01.04.2020
240,00 €
Ermäßigt
168,00 €
Einführung in die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson und das Autogene Training nach J. H. Schultz Nur bis Dienstag!
Übung, 16 h: Prof. Dr. med. Günter Plöttner

Es werden Wirkungsweise und Anwendung von Entspannungsverfahren, hier vor allem „Progressive Muskelrelaxation und Autogenes Training“ vermittelt. Beide sind wissenschaftlich fundierte Entspannungsverfahren und können mit anderen psychotherapeutischen Verfahren kombiniert werden. PMR ist schnell und leicht erlernbar, um eine tiefe Entspannung zu erreichen. Durch die konzentrative
Selbstentspannung des Autogenen Trainings, durch innerliche Lösung und Versenkung kommt es zu einer inneren Umschaltung des gesamten Organismus, die es erlaubt, Gesundes zu stärken, Ungesundes zu mindern oder abzustellen. Durch die zentrierenden, körpernahen, ich-stärkenden Verfahren besteht ein breiter Anwendungs- und Indikationsbereich. Die Teilnehmer werden gebeten, bequeme Kleidung und Socken mitzubringen.

Empfohlene Literatur:
  • Dr. Friedrich Hainbuch: Muskelentspannung nach Jacobson. Gräfe und Unzer Verlag GmbH München, mit CD, 2004
  • G. Krampen: Autogenes Training. Hogrefe Verlag GmbH & CoKG, 2012
Dipl.-Psych.

Pohl, Ulrike

Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), tätig in eigener Praxis in Bad Krozingen

Kurs
120a/b Pohl
Transgenerationale Übertragung
20 h Ulrike Pohl
Kurs
120a/b Pohl
Transgenerationale Übertragung
20 h Ulrike Pohl
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Transgenerationale Übertragung von Erfahrungen aus Kriegs- und NS-Zeit
Kurs, 20 h: Dipl.-Psych. Ulrike Pohl

Die Jahre von 1933 bis 1945 haben tiefe Spuren in den Familien hinterlassen. Traumatisierungen durch Kriegserlebnisse und Verfolgung, seelische Beschädigungen durch den Nationalsozialismus, Verlust von Heimat durch Flucht und Vertreibung, schuldhaftes Handeln und Schweigen, Opfer, Täter oder Mitläufer sein – all diese Erfahrungen von Eltern und Großeltern können tiefgreifende Auswirkungen auf ihre Nachkommen haben und sich manchmal in einer klinischen Symptomatik äußern. In der Psychotherapie sind die Nachwirkungen von Krieg und NS-Zeit lange Zeit wenig berücksichtigt worden, treffen in Deutschland in den letzten Jahren aber auf steigendes Interesse – auch dadurch angeregt, dass sich immer mehr Menschen intensiv mit ihrer Familiengeschichte beschäftigen. In dem Kurs wird auf die aktuelle Bedeutung des Themas eingegangen und ein theoretischer Überblick über die transgenerationale Übertragung von Traumatisierungen und Beschädigungen gegeben; ausgewählte Forschungsergebnisse werden dargestellt. Zudem werden Bezüge zur therapeutischen Arbeit und – bei Bedarf – eigenen Familiengeschichte hergestellt. In dem Kurs werden west- und ostdeutsche Sichtweisen berücksichtigt. Methodisch wird mit Vortrag, Diskussion, Filmausschnitten, Übungen und Austausch in Kleingruppen gearbeitet.

Politycki, Matthias

Deutscher Schriftsteller. Er hat Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays sowie Hörbücher publiziert und gilt als Weltreisender unter den deutschen Autoren.

Abendvortrag
Politycki
Abendvortrag im Theater Erfurt
120 min Matthias Politycki
Abendvortrag
Politycki
Abendvortrag im Theater Erfurt
120 min Matthias Politycki
Haltung zeigen oder selber denken? Wie uns die richtige Gesinnung in Weimarer Verhältnisse treibt
Abendvortrag, 120 min: Matthias Politycki

Schon in Polityckis dystopischem Roman „Samarkand Samarkand“ (2013) herrscht in Deutschland Bürgerkrieg zwischen Linken und Rechten. 2019 veröffentlichte er, gemeinsam mit dem Schweizer Philosophen Andreas Urs Sommer, eine Streitschrift über Sprechverbote, Selbstzensur, Ausgrenzung und Zerfall unserer Gesellschaft: „Haltung finden. Weshalb wir sie brauchen und trotzdem nie haben werden“. Sein aktueller Roman „Das kann uns keiner nehmen“ (2020) handelt von zwei Deutschen, die aufgrund ihrer politischen Überzeugungen zu Hause kein Wort miteinander wechseln würden; ein Schneesturm auf dem Kilimandscharo bringt die beiden wider Willen miteinander ins Gespräch – der Beginn einer ganz und gar unwahrscheinlichen Freundschaft. Die Spaltung unsrer Gesellschaft, wie sie von beiden Rändern zunehmend mit Haß und Gewalt betrieben wird, beschäftigt Politycki seit Jahren in essayistischer wie literarischer Form. Als philosophischer Denker ist er Nietzscheaner, der den Mainstream-Ideologien von Rechts wie Links mit der Haltung des Perspektivisten entgegentritt. Als politischer Schriftsteller ist er ein Grüner der ersten Stunde; dem neolinken Herrschaftsdiskurs setzt er die altlinke Tugend des Ausdiskutierens entgegen.

 

Matthias Politycki, geboren 1955 in Karlsruhe und aufgewachsen in München, wurde schon mit seinem opulenten Romandebüt 1987 als „Formfex im Sprachfels“ (Die Welt) gefeiert. Sein Werk besteht heute aus über 30 Büchern, darunter mehrere Romane, Erzähl- und Gedichtbände sowie vielbeachtete Essaysammlungen seiner Debattenbeiträge in den Feuilletons. Er gilt als Abenteurer und Weltreisender unter den deutschen Schriftstellern, aber auch als großer Stilist und Erzähler. Politycki ist Mitglied des PEN und der Freien Akademie der Künste in Hamburg; er lebt in Hamburg und München. www.matthias-politycki.de

Ausgewählte Literatur:
Das kann uns keiner nehmen: Roman. Hoffmann und Campe. Hamburg. 2020
Gemeinsam mit Andreas Urs Sommer. Haltung finden: Weshalb wir sie brauchen und trotzdem nie haben werden. Metzler. Stuttgart 2019
Meine Reise zum Tadsch Mahal.Hoffmann und Campe. Hamburg. 2018
Samarkand Samarkand. Hoffmann und Campe, Hamburg 2013
Freischwimmer. Drei Erzählungen. Svato Verlag, Hamburg 2011. Mit 11 farbigen Linolschnitten von Svato Zapletal.
Jenseitsnovelle. Hoffmann und Campe, Hamburg 2009
In 180 Tagen um die Welt. Das Logbuch des Herrn Johann Gottlieb Fichtl. marebuchverlag, Hamburg 2008.

Dipl.-Psych.

Pudlatz, Meike

Psychologische Psychotherapeutin (TP) und Positive PT nach Peseschkian, Mitglied in der DfT, DGPP, WAPP

www.hzpp.de

Kurs
306 Pudlatz
Geschichten als Therapieinstrument
10 h Meike Pudlatz
Kurs
306 Pudlatz
Geschichten als Therapieinstrument
10 h Meike Pudlatz
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Positive Psychotherapie – Arbeit mit Geschichten
Kurs, 10 h: Dipl.-Psych. Meike Pudlatz

Die PPT (Positive und transkulturelle Psychotherapie nach Peseschkian) ist ein integrativer, psychodynamischer Ansatz auf Basis eines humanistischen Menschenbildes, der 2019 sein 50-jähriges Bestehen feiern konnte. In aller Welt verbreitet, ist er doch in Deutschland, wo er entstand, relativ unbekannt. Der Kurs eröffnet die Möglichkeit, diesen Ansatz kennenzulernen und praktisch zu erproben.
Mit seiner alltagsnahen Sprache und eingängigen Visualisierungen ist er nicht nur in der Psychotherapie im engeren Sinne nützlich, sondern auch in Supervision oder Beratung. Ein besonderer Kursschwerpunkt liegt dabei auf der Arbeit mit Geschichten als Therapieinstrument. Dabei werden vorwiegend kurze, orientalische Geschichten aus der Herkunftsgegend des Entwicklers dieses Ansatzes, Nossrat Peseschkian, verwendet. Wer Freude an der Arbeit mit Geschichten hat oder diese entwickeln oder erproben möchte und darüber hinaus neugierig auf Arbeitsmethoden ist, die sich auch gut in der Zusammenarbeit mit Menschen anderer Herkunft nutzen lassen, ist hier richtig. Bitte bringen Sie eine Schreibunterlage mit.

Empfohlene Literatur:
  • Peseschkian, N.: Der Kaufmann und der Papagei, 33. Aufl. Fischer Taschenbuch Verlag 2014
  • Peseschkian, H. und Remmers, A.: Positive Psychotherapie, Reinhardt-Verlag 2013
  • Peseschkian, N.: Psychosomatik und Positive Psychotherapie, 7. Aufl. Fischer Taschenbuch Verlag 2010
  • Bucay, J.: Komm ich erzähl dir eine Geschichte, 14. Aufl., S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2013
  • Peseschkian N.: Wenn du willst, was du noch nie gehabt hast, 12. Aufl. Herder Verlag 2002
Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych.

Rauchfleisch, Udo

Psychoanalytiker, Mitgliedschaften: DPG, DGPT, FS
Forschungsschwerpunkte: Persönlichkeitsstörungen, Psychoanalytische Theorie und Therapie, Sexuelle Orientierungen, Transidentität
Private Praxis: Delsbergerallee 65, CH-4053 Basel

www.udorauchfleisch.ch

Vorlesung
C2 Rauchfleisch
Gratwanderungen
10 h Udo Rauchfleisch
Vorlesung
C2 Rauchfleisch
Gratwanderungen
10 h Udo Rauchfleisch
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Verbinden und Abgrenzen. Eine Gratwanderung in der Psychotherapie
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Udo Rauchfleisch, Basel

In der Vorlesung werden verschiedene Praxisfelder diskutiert, in denen es einerseits um Verbinden und Nähe und andererseits um Abgrenzung und Widerspruch geht: Solidarität und Unterstützung bei Opfern von Menschenrechtsverletzungen, gegen die wir uns als Fachleute wehren müssen (Folter, Konversions„therapien“ von Homosexuellen, Bevormundung von Transidenten); Abschied und Neuanfang in Coming Out-Prozessen von Lesben, Schwulen und Transidenten; Verbinden und Trennen zwischen Patienten und Angehörigen; Nähe und Distanz in der Psychotherapie; Grenzsetzung als beziehungsstiftendes Element in der Therapie schwerer Persönlichkeitsstörungen.

Empfohlene Literatur:
  • U. Rauchfleisch: Diagnose Borderline. Stuttgart 2019. U. Rauchfleisch: Schwule. Lesben. Bisexuelle. Göttingen 2011.
  • U. Rauchfleisch: Sexuelle Identitäten im therapeutischen Prozess. Stuttgart 2019.
Plenarvortrag
Rauchfleisch
„Ich habe nichts gegen Lesben, Schwule und Transgender, aber …“ Homosexuelle und trans Menschen im Spannungsfeld zwischen Exklusion und Inklusion
60 min Udo Rauchfleisch
Plenarvortrag
Rauchfleisch
„Ich habe nichts gegen Lesben, Schwule und...
60 min Udo Rauchfleisch
„Ich habe nichts gegen Lesben, Schwule und Transgender, aber …“ Homosexuelle und trans Menschen im Spannungsfeld zwischen Exklusion und Inklusion
Plenarvortrag, 60 min: Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Udo Rauchfleisch, Basel

Auch wenn Exklusion und Diskriminierungen von homosexuellen und trans Menschen im Verlauf der Jahre geringer geworden sind, finden wir in der Bevölkerung nach wie vor Kreise, die Menschen mit diesen Orientierungen und Identitäten ablehnen und selbst nicht vor Gewalttaten ihnen gegenüber zurückschrecken. Ausserdem sind homosexuelle und trans Menschen gesellschaftlich in verschiedener Hinsicht benachteiligt. Auf der anderen Seite sind Lesben, Schwule und trans Menschen in unserer Gesellschaft aber auch eine sichtbare und akzeptierte Gruppe, die in den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens in Erscheinung tritt. Diese weitgehende Inklusion wird von Seiten der LGBT-Community allerdings nicht nur positiv gewertet, sondern mitunter auch als fragwürdige Anpassung an die Hetero- und Cisnormativität empfunden. Nach wie vor sind spezielle LGBT-Diskussions- und Aktivitätsgruppen wichtig, weil sie Lesben, Schwulen und trans Menschen die Möglichkeit bieten, sich unter ihnen Gleichen zu bewegen, was zu einer Stärkung ihrer Identität führt. Ausgrenzungen und Diskriminierungen lassen sich abbauen, indem die Vielfalt der Identitäten und sexuellen Orientierungen gesamtgesellschaftlich als Bereicherung wahrgenommen wird.

 

Udo Rauchfleisch, emer. Professor für Klinische Psychologie an der Universität Basel. Nach 30-jähriger Tätigkeit in der Psychiatrischen Universitätspoliklinik Basel seit 1999 als Psychotherapeut in privater Praxis. Psychoanalytiker (DPG, DGPT). Weiterhin Gastvorlesungen an in- und ausländischen Universitäten. Publikationen zur Theorie und Praxis der Psychoanalyse, zu Gewalt, Dissozialität, musikpsychologischen und theologisch-psychologischen Grenzgebieten sowie zu Homosexualität und Transidentität.

 

Ausgewählte Literatur:

  • Transsexualismus – Genderdysphorie – Geschlechtsinkongruenz – Transidentität: Der schwierige Weg der Entpathologisierung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2019
  • Anne wird Tom – Klaus wird Lara. Transidentität/Transsexualität verstehen. Patmos, Ostfildern 2013
  • Schwule, Lesben, Bisexuelle: Lebensweisen, Vorurteile, Einsichten. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2005
  • Transsexualität – Transidentität. Begutachtung, Begleitung, Therapie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006 u. 5. Auflage 2016
  • Mein Kind liebt anders. Ein Ratgeber für Eltern homosexueller Kinder. Patmos, Ostfildern 2012
  • Weise, kühn und lebensklug: Chancen und Neubeginn im Alter. Kreuz, Freiburg im Breisgau 2008
Vorlesung
D2 Rauchfleisch
Borderline
10 h Udo Rauchfleisch
Vorlesung
D2 Rauchfleisch
Borderline
10 h Udo Rauchfleisch
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Diagnose Borderline. Diagnostik und therapeutische Praxis
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Udo Rauchfleisch, Basel

In vielen Institutionen und Praxen werden Borderline-Persönlichkeiten behandelt, deren Therapie sich als schwierig erweist, vor allem wenn es um PatientInnen mit einem tiefen Funktionsniveau geht. Folgende Themen werden behandelt: Diagnostik, Indikationsüberlegungen und therapeutisches Vorgehen. Dabei wird dem verstärkten Einbezug der Realität, den Übertragungs- und Gegenübertragungsprozessen, dissozialen Manifestationen und dem Umgang mit Träumen besondere Beachtung geschenkt. Die theoretischen Ausführungen werden durch kasuistisches Material veranschaulicht.

Empfohlene Literatur:
  • O. F. Kernberg: Schwere Persönlichkeitsstörungen. Klett-Cotta 2006
  • U. Rauchfleisch: Diagnose Borderline. Diagnostik und therapeutische Praxis. Kohlhammer 2019
  • U. Rauchfleisch: L(i)eben mit Borderline. Patmos 2015
Dipl.-Psych.

Reddemann, Ulrike

Psychologische Psychotherapeutin (VT, TfP) in eigener Praxis, Mitgliedschaften: GwG, DeGPT, EMDRIA, DGST

www.ulrike-reddemann.de

Übung
113a/b Reddemann
[ausgebucht] Selbstfürsorge
20 h Ulrike Reddemann
Übung
113a/b Reddemann
[ausgebucht] Selbstfürsorge
20 h Ulrike Reddemann
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
[ausgebucht] Selbstfürsorge für PsychotherapeutInnen
Übung, 20 h: Dipl.-Psych. Ulrike Reddemann

Ressourcen und innere Widerstandskräfte von TherapeutInnen bedürfen der aktiven Pflege und Förderung, um der fortlaufenden Begegnung mit schweren Belastungen, Schmerzhaftem und Leidvollem auf Dauer gewachsen zu sein, Freude, Kreativität und Erfüllung zu erleben. Der selbstfürsorgliche und mitfühlende Umgang mit den eigenen inneren verletzten Anteilen, Körperarbeit und die Fähigkeit zur Doppelfokusierung können helfen, professionelle Distanzierung aufrecht zu erhalten und Mitgefühlserschöpfung zu vermeiden. Selbstfürsorge blockierende Überzeugungen bedürfen ebenfalls der Überprüfung.
In Selbsterfahrung werden wir Stärken, hilfreiche Beziehungen und Eingebunden-Sein erkunden und hilfreiche Distanzierung, Doppelfokussierungsübungen und Selbstmitgefühlsübungen kennenlernen, sowie auf Basis der imaginativen Trauerarbeit (PITT) nach Reddemann innere mitleidende Anteile versorgen und an Selbstfürsorge blockierenden Überzeugungen arbeiten.

Empfohlene Literatur:
  • Reddemann, L.: Mitgefühl, Trauma und Achtsamkeit in psychodynamischen Therapien, V. & R. 2016
  • Reddemann, L.: PITT – Das Manual, Klett-Cotta 2011
  • Rothchild, B.: Help for the Helper, Norton 2006
  • Germer, C.: Der achtsame Weg zur Selbstliebe, Arbor, 2012
Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych.

Reich, Günter

Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Paar- und Familientherapeut, Mitgliedschaften: DGPT, DGP, BvPPF, DGSF

www.psychotherapiereich.de

Seminar
318 Reich
[ausgebucht] Beziehungskonflikt als Fokus
10 h Günter Reich
Seminar
318 Reich
[ausgebucht] Beziehungskonflikt als Fokus
10 h Günter Reich
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Der zentrale Beziehungskonflikt als Fokus in der psychodynamischen Psychotherapie
Seminar, 10 h: Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Günter Reich

Aus Gesprächen mit Patientinnen und Patienten ein Zentrales Beziehungskonflikt-Thema (ZBKT) zu erfassen und dieses als Fokus für die Therapie zu formulieren,hat sich vielfältig bewährt. Hierzu kann ein spezielles Beziehungsepisoden-Interview eingesetzt werden. Dieses wird vor allem in der supportiv-expressiven Therapie (SET) nach Luborsky et al. verwendet. Diese ist die empirisch am besten validierte Form psychodynamischer Psychotherapie, die stützende (supportive) und deutende (expressive) Interventionen verbindet. In Instituten wird diese basale Therapieform leider kaum systematisch gelehrt. In dem Seminar wird geübt, einen Zentralen Beziehungskonflikt zu erfassen und zu formulieren. Die Praxis supportiv-expressiver Therapie wird an Beispielen erläutert.

Empfohlene Literatur:
  • Leichsenring F., Salzer S. (2014): Generalisierte Angststörung. Psychodynamische Psychotherapie. Reihe: Praxis der psychodynamischen Psychotherapie? analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Band 4. Hogrefe, Göttingen.
  • Leichsenring, F., Beutel, M., Salzer, S., Haselbacher, A. & Wiltink, J. (2015): Soziale Phobie. Psychodynamische Therapie (Praxis der psychodynamischen Psychotherapie, Band 8, Göttingen: Hogrefe.
  • Luborsky, L. (1995): Einführung in die analytische Psychotherapie. Ein Lehrbuch. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht.
  • Luborsky, L. & Crits-Christoph, P. (1990): Understanding transference: The CCRT method. New York: Basic Books.
Übung
409a/b Reich
Psychodynamische Therapie bei Ess-Störungen
20 h Günter Reich
Übung
409a/b Reich
Psychodynamische Therapie bei Ess-Störungen
20 h Günter Reich
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Psychodynamische Therapie und Familientherapie bei Ess-Störungen
Übung, 20 h: Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Günter Reich

Die Behandlung von Ess-Störungen ist ein wichtiger Schwerpunkt ambulanter und stationärer Psychotherapie. In der Übung werden psychodynamische und familiendynamische Konzepte der Anorexie, Bulimie und der Binge Eating Störung dargestellt. Die Schritte der einzeltherapeutischen und familientherapeutischen Behandlung werden beschrieben. Indikationsfragen und therapeutische Möglichkeiten von gleichzeitigen oder aufeinander folgenden Kombinationen verschiedener Behandlungsansätze werden diskutiert. Wesentlich ist, die Arbeit an der Symptomatik mit der psychodynamischen Arbeit am Konflikt, der Abwehr, ichstrukturellen Störungsanteilen und der familientherapeutischen Arbeit an den interpersonellen Konflikten in der therapeutischen Beziehung zu verbinden. Die Darstellung wird durch Fallbeispiele illustriert. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Empfohlene Literatur:
  • Reich, G. u. Cierpka, M. (Hrsg.): Psychotherapie der Ess-Störungen. 3. völlig überarbeitete Aufl., Thieme, Stuttgart, 2010
  • Reich, G.: Familientherapie der Essstörungen. Hogrefe, Göttingen, 2003
  • Reich G., Kröger S.: Ess-Störungen. Gemeinsam wieder entspannt essen. Trias Verlag, Stuttgart 2015
  • Reich G., v. Boetticher A.: Hungern um zu leben. Die Paradoxie der Magersucht. Psychodynamische und familientherapeutische Konzepte. Psychosozial Verlag Gießen 2017
Dr. phil., Dipl.-Psych.

Richter, Maria

Psychologische Psychotherapeutin VT, Universitätsklinikum Jena, Sektion Schmerztherapie

Vorlesung
B2 Richter
Schmerztherapie
10 h Maria Richter
Vorlesung
B2 Richter
Schmerztherapie
10 h Maria Richter
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Schmerz-Psychotherapie
Vorlesung, 10 h: Dr. phil., Dipl.-Psych. Maria Richter

Die Schmerz-Psychotherapie ist durch Ihre neuerliche Aufnahme in den Musterweiterbildung-Katalog der BPK so aktuell wie nie zuvor. Auch inhaltlich sind in den letzten Jahren vielfältige Entwicklungen festzustellen, z. B. durch die zunehmende Integration von „Dritte-Welle“-Verfahren, die Entstehung integrativer Edukations-Methoden („Pain Neuroscience Education“) und Interventionen, basierend auf Apps und virtuellen Realitäten. In dieser Vorlesung werden die bio-psycho-sozialen Grundlagen zur Entstehung verschiedener Schmerzerkrankungen nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand dargestellt und die zentralen Inhalte der Schmerzpsychotherapie vermittelt. Sie werden einen konkreten und praxisorientierten Einblick in die Vielfalt der edukativen und psychotherapeutischen Methoden bei chronischen Schmerzpatienten in der Gruppe und im Einzelsetting erhalten (z. B. Möglichkeiten und Grenzen von biofeedbackgestützten Behandlungen). Nicht zuletzt werden die Indikationen für die verschiedenen schmerzpsychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten im ambulanten und (teil-)stationären Sektor dargestellt, es soll dabei ein Überblick über die interdisziplinären Therapieangebote in der Versorgungslandschaft, Vernetzungs- und Informationsangebote sowohl in der Region als auch überregional entstehen (z. B. Online-Materialen und Patienteninformationen, Informationen zur Weiterbildung „Spezielle Schmerzpsychotherapie“, geeignete Kliniken, Selbsthilfegruppen)

Empfohlene Literatur:
  • Von Wachter M., Hendrischke A. (Hrsg): Psychoedukation bei chronischen Schmerzen. Springer 2016.
  • Kröner-Herwig B. et al. (Hrsg): Schmerzpsychotherapie. Grundlagen, Diagnostik, Krankheitsbilder, Behandlung. 8. Aufl Springer 2016.
  • Nobis H.-G. et al. (Hrsg): Schmerz – eine Herausforderung. Springer 2016.
  • www.dgpsf.org; www.schmerzgesellschaft.de
     
Dr.

Sacher Santana, Anna

FÄ für Kinder – und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, eigene KJPP Praxis, Künstlerin mit Bildhaueratelier, Dozentin an der „Wiener Schule für Kunsttherapie“ und Lehrbeauftragte für traumasensibles Yoga

Plenarvortrag
Sacher Santana
Verbinden und Dazugehören – Die Integration von Kunst in die Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen mit Mobbingerfahrungen
60 min Anna Sacher Santana
Plenarvortrag
Sacher Santana
Verbinden und Dazugehören – Die Integration von...
60 min Anna Sacher Santana
Verbinden und Dazugehören – Die Integration von Kunst in die Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen mit Mobbingerfahrungen
Plenarvortrag, 60 min: Dr. Anna Sacher Santana

Anna Sacher Santana, Künstlerin und Fachärztin für Kinder– und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, verbindet in ihrer therapeutischen Arbeit die systemische Psychotherapie mit ihrer eigenen Kunst sowie mit Kunsttherapie und traumasensiblem Yoga. Diese einzigartige Mischung aus verbaler Psychotherapie, Kunsttherapie und Körpertherapie spricht verschiedene Wahrnehmungskanäle und Hirnareale an. Zum Ausdruck kommen Bewusstes und Unbewusstes und auch präverbale Themen werden zugänglich. Auch die Verarbeitung findet auf unterschiedlichen Ebenen statt. Je nach Gegenüber und/oder Thema setzt Sie die verschiedenen therapeutischen Zugänge unterschiedlich gewichtet ein und kombiniert sie miteinander. Auf diese Weise entsteht ein Raum der gegenseitigen Ergänzung und Befruchtung. In ihrem Vortrag wird Anna Sacher Santana am Beispiel der Themen Mobbing und „Dazugehören“ erläutern, wie sie die Methoden in die Einzeltherapie und in ein Gruppensetting integriert. So entstand in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen in einem Kunst(-therapeutischen)-Projekt eine Skulpturengruppe zum Thema „Dazugehören“ als Gegenstück zum „Mobbing“. In dieser kreativen Gruppenarbeit wurde das Thema auf individueller Ebene beleuchtet, Kernelemente des „Dazugehörens“ erarbeitet, im Gruppenprozess erfahrbar gemacht und schließlich gemeinsam realisiert.

 

Anna Sacher Santana wurde 1970 in Kärnten, Österreich geboren. Nach dem Abitur zog Sie nach Wien, wo sie Medizin und Bildhauerei studierte. Ihre Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin absolvierte Sie in Österreich und ihre Facharztausbildung für Kinder und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie an der Uniklinik Ulm. 2005 zog sie zurück nach Kärnten, wo sie seither in ihrer eigenen KJP-Praxis und in ihrem Bildhaueratelier tätig ist. Zudem ist sie Dozentin an der „Wiener Schule für Kunsttherapie“ und Trauma-Yogatherapeutin.

 

Ausgewählte Literatur:

  • Sacher Santana, A. Mobbing in der Welt der Skulpturen. Nervenheilkunde 2019; 38(01): 45 – 48
Dr. med.

Schade, Jochen

Niedergelassener Psychoanalytiker. Dozent und Lehranalytiker am SPP (DGPT, DPV) in Leipzig

Seminar
414a/b Schade
Psychoanalytische Filmbetrachtung
20 h Jochen Schade
Seminar
414a/b Schade
Psychoanalytische Filmbetrachtung
20 h Jochen Schade
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Neue Ideen aus der psychoanalytischen Filmbetrachtung
Seminar, 20 h: Dr. med. Jochen Schade

Im Seminar erarbeiten sich die Teilnehmenden im Anschluss an eine methodische Einleitung kulturpsychoanalytische Interpretationen. Das Vorgehen folgt dabei dem Gedanken, dass es für psychotherapeutisch Tätige von hoher Relevanz ist, die Verbindungen zwischen individueller Entwicklung (von Gesundheit wie Krankheit) und gesellschaftlichen Zuständen und Prozessen in den Blick zu nehmen. Viele mediale Darstellungen der Verwobenheit beider Bereiche bieten eine her- vorragende Möglichkeit der Reflexion, die von hoher klinischer Relevanz ist. Das Tagungsthema der EPW 2020 – „Verbinden und/oder Trennen – Umgang mit Abgrenzung in Psychotherapie und Gesellschaft“ – bietet dafür einen besonders geeigneten Rahmen. Dazu wird eine methodische Einleitung gegeben, welche den Einstieg in eine Interpretation des Films „1000 Arten den Regen zu beschreiben“ liefert (Leitung T. Storck).
Am zweiten Tag wird unter der Leitung von J. Schade der Film „Volver“ interpretiert.
Am Montag werden wir uns unter Leitung von Timo Storck dem Film „Victoria“ zuwenden.
Schließlich erfolgen noch Betrachtungen zu „Shine“ und „Gran Torino“ unter der Leitung von Marie-Luise Althoff.
Zu den Gegenständen der kulturanalytischen Interpretation: 1000 Arten Regen zu beschreiben – I. Prahl (2017) nimmt sich die Spannungen in einer Kleinfamilie zum Gegenstand, in der Mike, der gerade 18 Jahre alt gewordene Sohn, sich aus unerfindlichen Gründen dazu entscheidet, sein Zimmer  nicht mehr zu verlassen. Klinisch ist dies als Hikikomori-Syndrom bekannt. Im Film werden die Hilflosigkeit der übrigen Familienmitglieder im Umgang mit der Situation und die Zerreißprobe für die Beziehungen untereinander deutlich. Volver – Pedro Almodovar (2005) – der Film führt zurück in die Kindheit des Regisseurs und schildert eine Art männerfeindliche Geistergeschichte. Den Frauen seiner Heimatregion wird ein Denkmal für Ihre Lebensklugheit und ihre Solidarität gesetzt. Wir können ihn als Dokument einer intensiven Erinnerungsarbeit betrachten, einer Erinnerungsarbeit, die die Frauen idealisiert und von der Trauer über die abwesenden Väter geprägt ist.
Im Jahr 2015 kam der Film Victoria (S. Schipper) in die Kinos und sorgte für Aufregung, da der gesamte Film (mit einer Dauer von 140 Minuten) in einer einzigen Aufnahme, d.h. ohne Schnitt, gefilmt wurde. Der Film handelt von der jungen Spanierin Victoria, die in einer Berliner Nacht vier junge Männer trifft und in intensive Beziehungserfahrungen und eine kriminelle Eskalation hineingezogen wird. Die Machart des Films (Kameraführung, Schauspiel u. a.) bewirken in der Rezeption eine eindrucksvolle Mischung aus Verbindung mit und Trennung vom Geschehen.
Shine – Der Weg ins Licht: Dieser bewegende Film aus dem Jahr 1996 handelt von dem Pianisten David Helfgott (Drehbuch Jan Sardi und Regisseur Scott Hicks). Es wird in Rückblenden die auf Tatsachen beruhende Geschichte des australischen Pianisten erzählt. Als Kind wird der hochbegabte David von seinem traumatisierten Vater schwer gequält. Er kann sich schließlich abgrenzen und vom Vater lossagen. Jedoch entwickelt er Symptome einer schizoaffektiven Störung, die seine weitere Karriere zunächst blockieren. Viele Jahre später ermöglicht ihm die Liebe zu seiner späteren Frau, trotz der Krankheit zur Bühne und in Konzertsäle zurückzukehren.
Gran Torino – Clint Eastwood (2008). Der Korea-Kriegsveteran und pensionierte Automechaniker Walt Kowalski zieht sich nach dem Tod seiner Frau auf die Veranda seines Häuschens in einer Vorstadt von Detroit zurück. Was er beobachtet, mag er nicht: Er kann seine Nachbarn nicht leiden und glaubt, dass sein Amerika vor die Hunde geht. Dann aber wird er doch aktiv und will seine Nachbarn gegen eine örtliche Gang verteidigen. Im Verlauf der weiteren Geschichte rechnet er mit seiner Familie ab.
Gemeinsam werden wir uns alle Filme anschauen und nach einem sich jeweils anschließenden kurzen Impulsvortrag der Referenten hoffentlich in eine angeregte und aufschlussreiche Diskussion übergehen.

Empfohlene Literatur:
  • Hamburger, A. (2018): Filmpsychoanalyse. Gießen: Psychosozial-Verlag
  • Storck, T. & Taubner S. (2017): (Hg). Von Game of Thrones bis The Walking Dead. Interpretation von Kultur in Serie. Berlin u. a.: Springer.
Dr. med.

Schleu, Andrea

FÄ für Psychotherapeutische Medizin und Innere Medizin, Psychoanalyse (DGPT), zert. EMDR-Therapeutin (EMDRIA), Spez. Psychotraumatologie (DeGPT), Supervision (DGSv), Vorsitzende des Ethikvereins, niedergelassen in eigener Praxis in Essen

Kurs
301 Schleu
Grenzverletzungen Behandlungsfehler
10 h Andrea Schleu
Kurs
301 Schleu
Grenzverletzungen Behandlungsfehler
10 h Andrea Schleu
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Was tun wir nach Grenzverletzungen und Behandlungsfehlern? Hilfreicher Umgang und Prävention
Kurs, 10 h: Dr. med. Andrea Schleu

Der Umgang mit schwierigen Patienten und schwierigen Behandlungssituationen kann uns an unsere persönlichen und therapeutischen Grenzen bringen. Der Umgang mit unseren eigenen und den Grenzen unserer Patienten wird verfahrensübergreifend dargestellt vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Auswertung von Patientenbeschwerden, rechtlichen und berufsrechtlichen Rahmenbedingungen, professionellen Standards und der ethischen Dimension unserer Arbeit. Anhand von Beratungsverläufen werden insbesondere der hilfreiche persönliche und institutionelle Umgang, Lösungsoptionen und die Möglichkeiten der Prävention von Grenzverletzungen diskutiert. Fragen der Aus- und Weiterbildung, Risikoerkennung, Supervision und Konsequenzen für die Leitungsebene werden auf der Grundlage der beobachteten Mechanismen und Dynamiken dargestellt.

Empfohlene Literatur:
  • Risiken und Nebenwirkungen von Psychotherapie (2018) Linden, M. & Strauß, B. (Hrsg), Medizinisch wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin
Kurs
402 Schleu
Psychosomatischer Patient
10 h Andrea Schleu
Kurs
402 Schleu
Psychosomatischer Patient
10 h Andrea Schleu
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Der psychosomatische Patient
Kurs, 10 h: Dr. med. Andrea Schleu

Körper und Seele sind aus der Balance geraten: die psychodynamischen und somatischen Vorgänge spiegeln einander. Es ist hilfreich, den Körper, seine Signale und seine Sprache zu verstehen. Die psycho-neuro-immunologische Forschung zeigt eindrücklich, dass ein komplexes Ineinandergreifen körperlicher, immunologischer und seelischer Prozesse besteht. Dies eröffnet ein erweitertes Verständnis von psychosomatischen Erkrankungen und körperlichen Reaktionen in Behandlungen, insbesondere dann, wenn Symbolisieren und Mentalisierung nicht ausreichen, um mit dem Patienten eine ungelöste Dynamik zu verstehen und eine Veränderung zu ermöglichen. Ergänzend zur Vorlesung von Prof. Storck werden kasuistische Verläufe diskutiert. Es besteht die Möglichkeit, eigene Behandlungen (TP/PA/VT) vorzustellen.

Empfohlene Literatur:
  • Schubert, C. (2015): Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie, Schattauer Verlag, Stuttgart
  • Storck, T. (2016): Psychoanalyse und Psychosomatik. Die leiblichen Grundlagen der Psychodynamik, Kohlhammer Verlag
Rechtsanwältin

Schnitter, Theresa

B.Sc. Psychologie, Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen, Leiterin Referat Recht und Verträge, stellv. Vorsitzende der Lebendspendekommission Thüringen

Seminar
102 Schnitter
Recht und PT
10 h Theresa Schnitter
Seminar
102 Schnitter
Recht und PT
10 h Theresa Schnitter
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Alles was Recht ist
Seminar, 10 h: Rechtsanwältin Theresa Schnitter, Erfurt

Psychotherapeuten werden in ihrer täglichen Arbeit immer mehr mit rechtlichen Regelungen und Problemen konfrontiert. Nicht selten tangieren fachliche Entscheidungen juristische Aspekte, welche eine Entscheidungsfindung nicht einfacher machen. Daher ist es wichtig, den aktuellen Stand seiner Rechte und Pflichten zu kennen, um derartige Fallstricke frühzeitig zu entdecken. In dem Seminar werden Themen wie Schweigepflicht, Dokumentation, Aufklärung und Abstinenz behandelt. Aber auch ethische und berufsrechtliche Aspekte, das Patientenrechtegesetz und Abrechnungsfragen (z. B. Ausfallhonorar), welche dem Psychotherapeuten in seiner täglichen Arbeit begegnen können, werden besprochen. Die für diese Themen relevante aktuelle Rechtsprechung wird an Beispielen vorgestellt. Dazu können Sie mir im Vorfeld Fragen übermitteln, auf die ich dann eingehen werde (th-schnitter@t-online.de). Das Seminar gibt einen Überblick, welche „Knackpunkte“ speziell für Psychotherapeuten immer wieder problematisch sind und wie man ihnen, am besten im Vorfeld, durch vorausschauende Gestaltung begegnet. Darüber hinaus möchte ich Sie mit diesem Seminar anregen, bestimmte Fallgestaltungen (gern auch eigens mitgebrachte) zu durchdenken und möglicherweise in der Zukunft positiv zu nutzen.

Seibold, Isabelle

Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Gruppenpsychotherapie für Kinder, Hypnotherapie,Supervisorin, Gutachterin, Mitgliedschaften: C.G.-Jung Institut Stuttgart, IGT Lindau

Kurs
202 Seibold
[ausgebucht] Märchen, Mythen, Sagen in PT
10 h Isabelle Seibold
Kurs
202 Seibold
[ausgebucht] Märchen, Mythen, Sagen in PT
10 h Isabelle Seibold
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Archetypische Gestalten in Märchen, Mythen und Sagen Der Weg des Helden und seiner Begleiterin in Märchen und Mythen
Kurs, 10 h: Isabelle Seibold

Neben einer allgemeinen Einführung in die Archetypenlehre von C. G. Jung soll es darum gehen, das Wirksamwerden von archetypischen Bildern in Behandlungen zu verstehen. In vielen Märchen, Mythen und Sagen geht es um den Heldenweg, der am Ende nach dem Bestehen diverser Prüfungen zur Ganzwerdung führt und somit beispielhaft für den „Heldenweg“ unserer Patienten stehen kann. Die Helfer des Helden zeigen sich in vielerlei Gestalten. Diesen wollen wir uns in der praktischen Arbeit mit ausgewählten Märchen und Mythen annähern, um so ein weiteres „Werkzeug“ für die Arbeit mit Patienten an die Hand zu bekommen. Bitte bringen Sie einen Zeichenblock und Buntstifte/Wasserfarben mit.

Kurs
309 Seibold
Lieblingsmärchen - Lebensthema
10 h Isabelle Seibold
Kurs
309 Seibold
Lieblingsmärchen - Lebensthema
10 h Isabelle Seibold
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Lieblingsmärchen als Lebensthema – die Arbeit mit Märchen in der Therapie von Erwachsenen und Kindern
Kurs, 10 h: Isabelle Seibold

Märchen und Mythen sind Seelengeschichten, die von alters her archetypische Bilder in der Volksweisheit tradieren. Viele Motive sind weltweit ähnlich oder identisch. Das entspricht der Vorstellung vom kollektiven Unbewussten, wie es C. G. Jung beschrieb. In seiner Untersuchung zum Lieblingsmärchen hat Hans Dieckmann die besondere Bedeutung eines Märchens für den Lebensentwurf eines Menschen herausgearbeitet (1967). Im Kurs soll es um das gemeinsame Herausarbeiten der Bedeutung der Lieblingsmärchen von Patienten oder um andere im Therapieprozess auftauchende Märchen und Märchenbilder und deren behandlungsrelevanten Inhalt und seiner Bedeutung für den Lebensweg des Individuums gehen, ebenso um das Verstehen der in den Märchen auftretenden symbolischen Bilder. Hierfür können die Teilnehmer auch Beispiele aus der eigenen Praxis mitbringen. An den mitgebrachten Märchen oder Märchenbildern soll dann unter Berücksichtigung der Archetypenlehre von C. G. Jung in der Gruppe Fallarbeit geleistet werden.

Empfohlene Literatur:
  • Dieckmann, H.: Gelebte Märchen – Lieblingsmärchen in der Kindheit, Kreuz Verlag Stuttgart 1993
  • Kast, V.: Wege zur Autonomie – Märchen psychologisch gedeutet , Walter Verlag 1988
  • Birkhäuser-Oeri, S.: Die Mutter im Märchen, Bonz Verlag 1985
Dr. phil.

Selle, Detlef

Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Vorsitzender der Mitteldeutschen Gesellschaft für Katathym Imaginative Psychotherapie (MGKB)

Übung
407a/b Selle
[ausgebucht] Katathym-Imaginative-Psychotherapie
20 h Detlef Selle
Übung
407a/b Selle
[ausgebucht] Katathym-Imaginative-Psychotherapie
20 h Detlef Selle
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Katathym-Imaginative-Psychotherapie (KIP) – Einführungskurs
Übung, 20 h: Dr. phil. Detlef Selle

Die KIP als tiefenpsychologisch orientiertes, der Psychoanalyse verpflichtetes Verfahren, arbeitet mit vom Therapeuten angeregten und begleiteten Imaginationen. Die KIP hat einen breiten Indikationsbereich und ist nach den Psychotherapierichtlinien kassenabrechnungsfähig. Die Veranstaltung gibt eine Einführung in die Methode. Die Teilnehmer können in praktischen Übungen mit hohem Selbsterfahrungsanteil die vielfältigen Möglichkeiten der katathymen Erlebnis- und Symbolwelt erfahren. Ergänzend wird ein grundlegendes theoretisches Wissen vermittelt. Die Übung wendet sich vornehmlich an Psychologen, Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie an Ärzte mit psychodynamischem Verständnis. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft an allen Übungsstunden anwesend zu sein. Die Veranstaltung wird als erster Baustein für eine eventuell angestrebte weitere Ausbildung anerkannt.

Empfohlene Literatur:
  • Bahrke, U.; Nohr, K.: Katathym imaginative Psychotherapie, Springer 2013
  • Leuner, H.: Lehrbuch des Katathymen Bilderlebens, Verlag Hans Huber 1989
  • Hennig, H.; Fikentscher, E.; Bahrke, U.; Rosendahl, W.: Beziehung und therapeutische Imaginationen, Papst 2007
Dr. med.

Silov, Vsevolod

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Chefarzt der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen

Kurs
106 Silov
Chassidische Erzählungen und die PT
10 h Vsevolod Silov
Kurs
106 Silov
Chassidische Erzählungen und die PT
10 h Vsevolod Silov
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Chassidische Erzählungen und die Psychotherapie
Kurs, 10 h: Dr. med. Vsevolod Silov, Treuenbrietzen

Im Chassidismus, der ostjüdischen religiösen Bewegung, welche im 18. Jahrhundert in Teilen der Ukraine und Polens entstand, spielte u. a. das Erzählen von Geschichten eine wichtige Rolle, die, neben der Darstellung und Illustrierung der chassidischen Lehre durch phantastische oder reale Lebenssituationen, sehr oft eine konkrete, heute als eine seelsorgerisch-psychotherapeutisch zu verstehende Hilfe bei alltäglichen Nöten enthielten. Chassidische Erzählungen, welche für die westliche Welt im 20. Jahrhundert überwiegend von Martin Buber neu erzählt wurden, verbergen neben dem mystisch-religiösen Wissen des Judentums auch eine hochkonzentrierte allgemeine Lebensweisheit und wertvolle psychotherapeutische Ideen und Gedanken. Letztere wollen wir in dem Kurs gemeinsam aufspüren und dabei auch der Frage nachgehen, wie man die Inhalte heute tiefenpsychologisch oder auch im breiteren psychotherapeutischen Sinne deuten und nutzen könnte.

Empfohlene Literatur:
  • Buber M.: Die Erzählungen der Chassidim. Manesse Verlag, Zürich 2006
  • Buber M.: Der Weg des Menschen nach der chassidischen Lehre. 14. Auflage; Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2001
  • Silov V.: Gedanken der integrativen Psychotherapie im religiös-philosophischenWerk Martin Bubers. GRIN, München 2018
Prof. Dr. med.

Soekadar, Surjo

Oberarzt, Leiter AG Klinische Neurotechnologie an der Charité Berlin

Plenarvortrag
Soekadar
Neurotechnologie zur Überwindung körperlicher und psychischer Grenzen? Chancen und Risiken von Gehirn-Computer Schnittstellen, Neurorobotik und Künstlicher Intelligenz
60 min Surjo Soekadar
Plenarvortrag
Soekadar
Neurotechnologie zur Überwindung körperlicher und...
60 min Surjo Soekadar
Neurotechnologie zur Überwindung körperlicher und psychischer Grenzen? Chancen und Risiken von Gehirn-Computer Schnittstellen, Neurorobotik und Künstlicher Intelligenz
Plenarvortrag, 60 min: Prof. Dr. med. Surjo Soekadar

Unser Gehirn, das komplexeste System des bekannten Universums, bringt all das hervor, was uns als Menschen ausmacht: unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Kreativität und sämtliche Entscheidungen und Handlungen. Mittels Neurotechnologie ist es mittlerweile möglich, Gehirnaktivität in Alltagsumgebungen auszulesen und als Steuersignale von Computern oder Robotern zu nutzen. So lassen sich Alltagsgeräte mit Gedanken steuern, etwa um die Lebensqualität und Selbstbestimmung gelähmter Menschen zu verbessern, oder Lernprozesse gezielt steigern. Allerdings kann das Auslesen der Hirnaktivität auch zu anderen Zwecken eingesetzt werden, z. B. um unbewusste Bewertungen zugänglich zu machen. Längst entwickeln global-agierende Unternehmen neurale Schnittstellen für jedermann. Welche Szenarien ergeben sich daraus und wo liegen die ethischen Grenzen im Einsatz dieser neuen Technologien?

 

Prof. Dr. Surjo R. Soekadar. studierte Medizin und promovierte zu neuronaler Plastizität und Phantomschmerzen. Von 2005 bis 2018 arbeitete er als Arzt an der Universität Tübingen und leitete dort ab 2011 die Arbeitsgruppe Angewandte Neurotechnologie. 2018 wurde er zum deutschlandweit ersten Professor für Klinische Neurotechnologie an die Charité – Universitätsmedizin Berlin berufen. Die Professur wird von der Einstein-Stiftung Berlin unterstützt. Surjo R. Soekadar ist Autor zahlreicher, vorwiegend englischsprachiger Publikationen in internationalen Fachzeitschriften.

Spangenberg, Ellen

FÄ Allgemeinmedizin, Psychotherapie (TP). Niedergelassen in eigener Praxis, Fortbildungen, Seminare, Supervision, Lesungen, Vorträge und Publikationen zu psychotraumatologischen Themen. Wilhelmshöher Allee 306 b, 34131 Kassel

www.ellen-spangenberg.de

Kurs
109a/b Spangenberg
[ausgebucht] TRIMB-Methode in der Traumatherapie
20 h Ellen Spangenberg
Kurs
109a/b Spangenberg
[ausgebucht] TRIMB-Methode in der Traumatherapie
20 h Ellen Spangenberg
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Die TRIMB-Methode in der Traumatherapie
Kurs, 20 h: Ellen Spangenberg, Kassel

Bei TRIMB handelt es sich um eine behutsame Methode der Trauma-Integration, die von Ingrid Olbricht entwickelt wurde und sich eine überlieferte Atemtechnik zunutze macht. Ellen Spangenberg hat diese Methode kontinuierlich weiterentwickelt und dem besonderen Bedarf komplex traumatisierter KlientInnen fortlaufend angepasst. Die TRIMB-Methode nutzt Imagination, Atmung und eine lateralisierende Kopfbewegung, um Trigger und Traumamaterial auf sanfte Weise zu prozessieren. TRIMB führt dabei nicht tiefer in das Traumaerleben hinein, stattdessen wird dieses nach vorsichtiger Tuchfühlung rasch und lösungsorientiert entgiftet. Oft ist die Entlastung so tiefgreifend, dass sich danach eine klassische Trauma-Konfrontation erübrigt. TRIMB kann gut bei komplex traumatisierten KlientInnen und bereits in der Stabilisierungsphase eingesetzt werden. Selbststeuerung und Selbstwirksamkeitserleben der KlientInnen werden sichtlich verbessert. Zudem werden sowohl KlientIn als auch TherapeutIn weniger stark durch Traumamaterial belastet. Auch die TRIMB-Methode setzt psychotraumatologische Kenntnisse voraus, daher wird im Kurs eine Übersicht der phasenspezifischen Traumatherapie präsentiert. Die Methode wird an eigenen (nicht traumatischen) Situationen erarbeitet, was eine gewisse Bereitschaft zur eigenverantwortlichen Selbsterfahrung voraussetzt, und dann in Kleingruppen-Arbeit eingeübt. Auch für die eigene Psychohygiene kann die Technik effektiv genutzt werden.

Empfohlene Literatur:
  • Spangenberg, Ellen: Behutsame Trauma-Integration (TRIMB). Belastende Erfahrungen lösen mit Atmung, Bewegung und Imagination. Klett Cotta, 3. Auflage 2017.
  • Spangenberg, Ellen: Dem Leben wieder trauen. Traumaheilung nach sexueller Gewalt. Patmos-Verlag, 4. Auflage 2016.
  • Olbricht, Ingrid: Wege aus der Angst. Gewalt gegen Frauen. Beck-Verlag, 2004

Spelsberg-Sühling, Dagmar

Pfarrerin der ev. Landeskirche von Westfalen, Meditationslehrerin VIA CORDIS, zertifizierte Ausbildung in geistlicher Begleitung sowie Ausbildung in Hypnotherapie

Übung
422a/b Spelsberg-Sühling
Spiritualität in der PT
20 h Dagmar Spelsberg-Sühling
Übung
422a/b Spelsberg-Sühling
Spiritualität in der PT
20 h Dagmar Spelsberg-Sühling
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Verbinden und/oder Trennen: Umgang mit Spiritualität in der Psychotherapie
Übung, 20 h: Dagmar Spelsberg-Sühling

Spiritualität als Ressource oder/und als hindernder Faktor spielt im Leben immer wieder eine Rolle – und sollte insofern auch Bestandteil der Therapie sein können. Leider ist Spiritualität oft tabuisiert und als TherapeutIn ist man im Umgang mit diesem Thema innerhalb der Therapie nicht geschult. Im Positionspapier der dgppn von 2016 wird eine Professionalisierung in Bezug auf Haltungen, Wissen und Fähigkeiten zu Religiosität und Spiritualität der TherapeutInnen dringend empfohlen. Ziel der Übung ist, sich der eigenen Art der Spiritualität bewusst und darin sprachfähig zu werden, um der Spiritualität des Patienten Raum geben zu können, sodass dieser das Heilsame oder Hindernde seiner Spiritualität erkennen und dies für den Heilungsprozess nutzen kann. Themen sind u. a.:

  • spirituelle Anamnese und spirituelle Biographiearbeit
  • Verschiedene Stufen der spirituellen Entwicklung (angelehnt an die „integrale Spiritualität“ nach Ken Wilber und Marion Küstenmacher)
  • Religion und Spiritualität als Ressourcen oder als krankmachende Faktoren
  • Möglichkeiten und Grenzen in der Therapie, Spiritualität zu thematisieren und auch zu entwickeln
  • Spirituelle Krisen, mystische Erfahrungen
  • Grenzverletzungen, spiritueller Missbrauch
  • professionelle Grenzen und Neutralität
  • Achtsamkeitsübungen, meditative und praktische Übungen, Selbsterfahrung. Hintergrundinformationen und Fallbesprechungen sind ebenfalls Bestandteil der Übung.

Bitte bringen Sie eine Decke mit.

Empfohlene Literatur:
  • Utsch, Bonelli, Pfeifer (Hrsg.): Psychotherapie und Spiritualität, 2. vollst. überarb. u. erw. Aufl. Springer 2018
  • Küstenmacher, Haberer: Gott 9.0, 8. Auflage Gütersloher Verlagshaus 2010
Dr. med.

Srdinko, Petra

FÄ für Kinder-u. Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Zusatztitel Psychotherapie. Seit 2010 freiberuflich oberärztlich tätig, Psychosomatische Rehaklinik Saalfeld. Seit 2008 Ausbildung zur Meditationslehrerin am International Meditation Institut Kullu, HP, Indien.

Kurs
406 Srdinko
[ausgebucht] Meditation als Selbsterfahrung
10 h Petra Srdinko
Kurs
406 Srdinko
[ausgebucht] Meditation als Selbsterfahrung
10 h Petra Srdinko
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Meditation als Selbsterfahrung
Kurs, 10 h: Dr. med. Petra Srdinko


Um uns mit anderen zu verbinden, bedarf es zunächst der Verbindung mit unserem eigenen Selbst. Was aber tun, wenn wir selbst an die Grenzen unserer Weisheit und Belastbarkeit vorstoßen? Oft halten uns die Menschen, mit denen wir zu tun haben, den Spiegel vor. Wo finden wir selbst Antworten auf unsere Fragen, gerade wenn das Leben es vielleicht nicht so gut mit uns meint? Wenn wir uns nicht selbst immer wieder ausrichten und uns um die wesentlichen Lebensfragen kümmern, verlieren unsere Antworten immer mehr an Überzeugungskraft. Wer sind wir? Wo gehen wir hin? Was ist der Sinn und Zweck unseres Daseins? In der Stille der Meditation und der Ausrichtung auf den Raum, der sich uns erschließt, ist es möglich, unseren Verstand zu transzendieren und uns mit dem Beobachter zu identifizieren. Meditation kann uns helfen, uns selbst vor einem Burnout zu schützen. In diesem Kurs geht es vor allem darum, den eigenen Zugang zur Meditationserfahrung zu finden, auch wenn wir bisher dachten, dass uns dieser verwehrt bleibt. Sie brauchen keinerlei Vorerfahrung mitzubringen, aber auch erfahrene MeditiererInnen sind herzlich willkommen. Der Kurs dient sowohl der Einführung in die Meditation als auch als Verstärkung einer bereits vorhandenen Meditationspraxis, kann aber auch als Anleitung für die Einführung der Meditation in den Praxis Alltag oder in ein psychosomatisches Klinikkonzept genutzt werden.
Bitte, einen (fast) leeren Magen, Kleidung, die nicht einengt, einen Schal oder Decke, warme Socken und ein Sitzkissen mitbringen.

Kurs
501 Srdinko
Meditation als Selbsterfahrung
10 h Petra Srdinko
Kurs
501 Srdinko
Meditation als Selbsterfahrung
10 h Petra Srdinko
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Meditation als Selbsterfahrung
Kurs, 10 h: Dr. med. Petra Srdinko

Um uns mit anderen zu verbinden, bedarf es zunächst der Verbindung mit unserem eigenen Selbst. Was aber tun, wenn wir selbst an die Grenzen unserer Weisheit und Belastbarkeit vorstoßen? Oft halten uns die Menschen, mit denen wir zu tun haben, den Spiegel vor. Wo finden wir selbst Antworten auf unsere Fragen, gerade wenn das Leben es vielleicht nicht so gut mit uns meint? Wenn wir uns nicht selbst immer wieder ausrichten und uns um die wesentlichen Lebensfragen kümmern, verlieren unsere Antworten immer mehr an Überzeugungskraft. Wer sind wir? Wo gehen wir hin? Was ist der Sinn und Zweck unseres Daseins? In der Stille der Meditation und der Ausrichtung auf den Raum, der sich uns erschließt, ist es möglich, unseren Verstand zu transzendieren und uns mit dem Beobachter zu identifizieren. Meditation kann uns helfen, uns selbst vor einem Burnout zu schützen. In diesem Kurs geht es vor allem darum, den eigenen Zugang zur Meditationserfahrung zu finden, auch wenn wir bisher dachten, dass uns dieser verwehrt bleibt. Sie brauchen keinerlei Vorerfahrung mitzubringen, aber auch erfahrene MeditiererInnen sind herzlich willkommen. Der Kurs dient sowohl der Einführung in die Meditation als auch als Verstärkung einer bereits vorhandenen Meditationspraxis, kann aber auch als Anleitung für die Einführung der Meditation in den Praxis Alltag oder in ein psychosomatisches Klinikkonzept genutzt werden.
Bitte, einen (fast) leeren Magen, Kleidung, die nicht einengt, einen Schal oder Decke, warme Socken und ein Sitzkissen mitbringen.

Dipl.-Psych.

Stein, Astrid

zertifizierte Yogalehrerin (3HO, KRI) für Kundaliniyoga, Erfurt

www.ongnamo-yoga.de

Übung
105 Stein
Yoga u. Meditation Anfänger
10 h Astrid Stein
Übung
105 Stein
Yoga u. Meditation Anfänger
10 h Astrid Stein
bis 31.03.2019
130,00 €
ab 01.04.2019
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Yoga und Meditation zur Selbstfürsorge für Anfänger
Übung, 10 h: Dipl.-Psych. Astrid Stein

Yoga ist ein mehrere tausend Jahre altes System aus philosophischen Lehren, die sowohl körperliche Übungen als auch geistige Übungen umfassen. Yoga hilft Körper und Geist zu entspannen, gesund zu halten und zu stärken. Es ist bestens geeignet, Problemen wie Stress, Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen, Bewegungsmangel, Nervosität, Konzentrationsschwäche und Stimmungsschwankungenentgegen zu wirken. Das Anliegen dieser Übung ist eine intensive Selbsterfahrung. Es wird ausschließlich praktische Übungen geben und Gelegenheit zur Selbstschulung, um aus den positiven Erfahrungen gesundheitsorientierte und lebensbejahende Gewohnheiten zu entwickeln. Die Übungen und Übungsreihen aus dem Kundalini Yoga sind zugleich dynamisch und meditativ, kräftigend und entspannend, heilend und belebend. Sie bieten in ihrer Kombination aus Körperhaltungen und Bewegungsabläufen eine ungeheure Vielfalt an Möglichkeiten, einen individuellen Schwerpunkt zu finden. Es sind keine Vorkenntnisse für diese Übung erforderlich. Bitte bringen Sie bequeme Wechselkleidung mit. Sie sollten vorher nicht schwer gegessen haben.

Übung
205 Stein
Yoga und Meditation Fortgeschrittene
10 h Astrid Stein
Übung
205 Stein
Yoga und Meditation Fortgeschrittene
10 h Astrid Stein
bis 31.03.2020
130,00 €
ab 01.04.2020
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Yoga und Meditation zur Selbstfürsorge - Aufbaukurs
Übung, 10 h: Dipl.-Psych. Astrid Stein

Yoga hat faszinierend viele Seiten und Aspekte, es wirkt auf Körper, Geist und Seele und führt uns in immer tiefere Schichten unseres Seins. Es schenkt vollkommen neue Erfahrungen und Einsichten. Diese Übung richtet sich einerseits an Teilnehmer aus den Yoga Kursen der vorangegangenen Jahre, die an die eigenen positiven Erfahrungen anknüpfen und diese vertiefen möchten. Aber sie sind auch als Teilnehmer ohne Vorerfahrungen herzlich willkommen, sollten jedoch eingestellt sein auf körperlich und geistig anspruchsvolle und überraschend schweißtreibende Übungen, die allesamt Ihre Vitalität verbessern und zu mehr Lebensfreude führen. Die Kursleiterin ist seit 2006 Lehrerin für Kundalini Yoga in Erfurt. 
Bitte bringen Sie bequeme Wechselkleidung mit. Sie sollten vorher nicht schwer gegessen haben.
 

Übung
304 Stein
[ausgebucht] Yoga u. Meditation Anfänger
10 h Astrid Stein
Übung
304 Stein
[ausgebucht] Yoga u. Meditation Anfänger
10 h Astrid Stein
bis 31.03.2020
130,00 €
ab 01.04.2020
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Yoga und Meditation zur Selbstfürsorge für Anfänger
Übung, 10 h: Dipl.-Psych. Astrid Stein

Yoga ist ein mehrere tausend Jahre altes System aus philosophischen Lehren, die sowohl körperliche Übungen als auch geistige Übungen umfassen. Es ist bestens geeignet, Probleme wie Stress, Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen, Bewegungsmangel, Nervosität, Konzentrationsschwäche und Stimmungsschwankungen entgegen zu wirken. Yoga hilft Körper und Geist zu entspannen, gesund zu halten und zu stärken. Das Anliegen dieser Übung ist eine intensive Selbsterfahrung. Es wird ausschließlich praktische Übungen geben und Gelegenheit zur Selbstschulung, um aus den positiven Erfahrungen gesundheitsorientierte und lebensbejahende Gewohnheiten zu entwickeln.
Die Übungen und Übungsreihen aus dem Kundalini Yoga sind zugleich dynamisch und meditativ, kräftigend und entspannend, heilend und belebend. Sie bieten in ihrer Kombination aus Körperhaltungen und Bewegungsabläufen eine ungeheure Vielfalt an Möglichkeiten, einen individuellen Schwerpunkt zu finden. Es sind keine Vorkenntnisse für diese Übung erforderlich.
Bitte bringen Sie bequeme Wechselkleidung mit. Sie sollten vorher nicht schwer gegessen haben.
 

Prof. Dr. Dipl.-Psych.

Storck, Timo

Psychologischer Psychotherapeut (AP/TP), Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin

Vorlesung
A3 Storck
Psychoanalytische Psychosomatik
10 h Timo Storck
Vorlesung
A3 Storck
Psychoanalytische Psychosomatik
10 h Timo Storck
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Psychoanalytische Psychosomatik heute – Das Dilemma der Objektbeziehung zwischen Verschmelzung und Isolation
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. Dipl.-Psych. Timo Storck

In der Vorlesung werden klassische und zeitgenössische Ansätze der psychoanalytischen Psychosomatik vorgestellt und kritisch erörtert. Dabei wird die Annahme eines psychodynamischen Dilemmas der Objektbeziehung zwischen Verschmelzung und Isolation bzw. zwischen Nähesehnsüchten und Näheängsten entwickelt und begründet werden. Es werden sowohl Ideen zu einer „allgemeinen“ Psychosomatik der Leiblichkeit als auch solche zu speziellen Störungsbildern behandelt.
Es wird dazu angeregt, ergänzend zur Vorlesung das Vertiefungsseminar von Dr. Schleu zu besuchen.
 

Empfohlene Literatur:
  • Storck T. (2016): Psychoanalyse und Psychosomatik. Die leiblichen Grundlagen der Psychodynamik. Kohlhammer.
     
Vorlesung
C1 Storck
Konzeptionelles Denken
10 h Timo Storck
Vorlesung
C1 Storck
Konzeptionelles Denken
10 h Timo Storck
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Wieviel konzeptuelles Denken braucht die Psychotherapie?
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. Dipl.-Psych. Timo Storck

In der Vorlesung geht es 1. um die zeitgenössische Relevanz psychoanalytischer Konzepte, am Beispiel der Konzepte von „Ich“ und „Selbst“. Es erfolgt eine Prüfung der argumentativen Zusammenhänge, der klinischen Relevanz und der interdisziplinären Anschlussfähigkeit. Ferner geht es 2. um Abgrenzungen und Berührungen zwischen psychoanalytischen Begriffen mit denen anderer psychotherapeutischer Richtungen (z. B. Unbewusstes, Übertragung, Objektbeziehung sowie Motivationstheorien). So kann zum Thema werden: Wieviel konzeptuelles Denken braucht die Psychotherapie?
 

Empfohlene Literatur:
  • Storck T. (2018): Psychoanalyse nach Sigmund Freud. Kohlhammer.
  • Storck T. (2018/2019/2020): Grundelemente psychodynamischen Denkens. 5 Bände. Kohlhammer.
Seminar
414a/b Storck
Psychoanalytische Filmbetrachtung
20 h Timo Storck
Seminar
414a/b Storck
Psychoanalytische Filmbetrachtung
20 h Timo Storck
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Neue Ideen aus der psychoanalytischen Filmbetrachtung
Seminar, 20 h: Prof. Dr. Dipl.-Psych. Timo Storck

Im Seminar erarbeiten sich die Teilnehmenden im Anschluss an eine methodische Einleitung kulturpsychoanalytische Interpretationen. Das Vorgehen folgt dabei dem Gedanken, dass es für psychotherapeutisch Tätige von hoher Relevanz ist, die Verbindungen zwischen individueller Entwicklung (von Gesundheit wie Krankheit) und gesellschaftlichen Zuständen und Prozessen in den Blick zu nehmen. Viele mediale Darstellungen der Verwobenheit beider Bereiche bieten eine her- vorragende Möglichkeit der Reflexion, die von hoher klinischer Relevanz ist. Das Tagungsthema der EPW 2020 – „Verbinden und/oder Trennen – Umgang mit Abgrenzung in Psychotherapie und Gesellschaft“ – bietet dafür einen besonders geeigneten Rahmen. Dazu wird eine methodische Einleitung gegeben, welche den Einstieg in eine Interpretation des Films „1000 Arten den Regen zu beschreiben“ liefert (Leitung T. Storck).
Am zweiten Tag wird unter der Leitung von J. Schade der Film „Volver“ interpretiert.
Am Montag werden wir uns unter Leitung von Timo Storck dem Film „Victoria“ zuwenden.
Schließlich erfolgen noch Betrachtungen zu „Shine“ und „Gran Torino“ unter der Leitung von Marie-Luise Althoff.
Zu den Gegenständen der kulturanalytischen Interpretation: 1000 Arten Regen zu beschreiben – I. Prahl (2017) nimmt sich die Spannungen in einer Kleinfamilie zum Gegenstand, in der Mike, der gerade 18 Jahre alt gewordene Sohn, sich aus unerfindlichen Gründen dazu entscheidet, sein Zimmer  nicht mehr zu verlassen. Klinisch ist dies als Hikikomori-Syndrom bekannt. Im Film werden die Hilflosigkeit der übrigen Familienmitglieder im Umgang mit der Situation und die Zerreißprobe für die Beziehungen untereinander deutlich. Volver – Pedro Almodovar (2005) – der Film führt zurück in die Kindheit des Regisseurs und schildert eine Art männerfeindliche Geistergeschichte. Den Frauen seiner Heimatregion wird ein Denkmal für Ihre Lebensklugheit und ihre Solidarität gesetzt. Wir können ihn als Dokument einer intensiven Erinnerungsarbeit betrachten, einer Erinnerungsarbeit, die die Frauen idealisiert und von der Trauer über die abwesenden Väter geprägt ist.
Im Jahr 2015 kam der Film Victoria (S. Schipper) in die Kinos und sorgte für Aufregung, da der gesamte Film (mit einer Dauer von 140 Minuten) in einer einzigen Aufnahme, d.h. ohne Schnitt, gefilmt wurde. Der Film handelt von der jungen Spanierin Victoria, die in einer Berliner Nacht vier junge Männer trifft und in intensive Beziehungserfahrungen und eine kriminelle Eskalation hineingezogen wird. Die Machart des Films (Kameraführung, Schauspiel u. a.) bewirken in der Rezeption eine eindrucksvolle Mischung aus Verbindung mit und Trennung vom Geschehen.
Shine – Der Weg ins Licht: Dieser bewegende Film aus dem Jahr 1996 handelt von dem Pianisten David Helfgott (Drehbuch Jan Sardi und Regisseur Scott Hicks). Es wird in Rückblenden die auf Tatsachen beruhende Geschichte des australischen Pianisten erzählt. Als Kind wird der hochbegabte David von seinem traumatisierten Vater schwer gequält. Er kann sich schließlich abgrenzen und vom Vater lossagen. Jedoch entwickelt er Symptome einer schizoaffektiven Störung, die seine weitere Karriere zunächst blockieren. Viele Jahre später ermöglicht ihm die Liebe zu seiner späteren Frau, trotz der Krankheit zur Bühne und in Konzertsäle zurückzukehren.
Gran Torino – Clint Eastwood (2008). Der Korea-Kriegsveteran und pensionierte Automechaniker Walt Kowalski zieht sich nach dem Tod seiner Frau auf die Veranda seines Häuschens in einer Vorstadt von Detroit zurück. Was er beobachtet, mag er nicht: Er kann seine Nachbarn nicht leiden und glaubt, dass sein Amerika vor die Hunde geht. Dann aber wird er doch aktiv und will seine Nachbarn gegen eine örtliche Gang verteidigen. Im Verlauf der weiteren Geschichte rechnet er mit seiner Familie ab.
Gemeinsam werden wir uns alle Filme anschauen und nach einem sich jeweils anschließenden kurzen Impulsvortrag der Referenten hoffentlich in eine angeregte und aufschlussreiche Diskussion übergehen.

Empfohlene Literatur:
  • Hamburger, A. (2018): Filmpsychoanalyse. Gießen: Psychosozial-Verlag
  • Storck, T. & Taubner S. (2017): (Hg). Von Game of Thrones bis The Walking Dead. Interpretation von Kultur in Serie. Berlin u. a.: Springer.
Dr. med.

Sühling, Esther

FÄ für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Verhaltenstherapeutin, Traumatherapeutin (DeGPT), Grundausbildung in systemischer Therapie und katathymen Bilderleben, Meditationsbegleiterin VIA CORDIS und zertifizierte Ausbildung in geistlicher Begleitung, eigene psychotherapeutische Praxis

www.prax-suehling.de

Übung
422a/b Sühling
Spiritualität in der PT
20 h Esther Sühling
Übung
422a/b Sühling
Spiritualität in der PT
20 h Esther Sühling
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Verbinden und/oder Trennen: Umgang mit Spiritualität in der Psychotherapie
Übung, 20 h: Dr. med. Esther Sühling

Spiritualität als Ressource oder/und als hindernder Faktor spielt im Leben immer wieder eine Rolle – und sollte insofern auch Bestandteil der Therapie sein können. Leider ist Spiritualität oft tabuisiert und als TherapeutIn ist man im Umgang mit diesem Thema innerhalb der Therapie nicht geschult. Im Positionspapier der dgppn von 2016 wird eine Professionalisierung in Bezug auf Haltungen, Wissen und Fähigkeiten zu Religiosität und Spiritualität der TherapeutInnen dringend empfohlen. Ziel der Übung ist, sich der eigenen Art der Spiritualität bewusst und darin sprachfähig zu werden, um der Spiritualität des Patienten Raum geben zu können, sodass dieser das Heilsame oder Hindernde seiner Spiritualität erkennen und dies für den Heilungsprozess nutzen kann. Themen sind u. a.:

  • spirituelle Anamnese und spirituelle Biographiearbeit
  • Verschiedene Stufen der spirituellen Entwicklung (angelehnt an die „integrale Spiritualität“ nach Ken Wilber und Marion Küstenmacher)
  • Religion und Spiritualität als Ressourcen oder als krankmachende Faktoren
  • Möglichkeiten und Grenzen in der Therapie, Spiritualität zu thematisieren und auch zu entwickeln
  • Spirituelle Krisen, mystische Erfahrungen
  • Grenzverletzungen, spiritueller Missbrauch
  • professionelle Grenzen und Neutralität
  • Achtsamkeitsübungen, meditative und praktische Übungen, Selbsterfahrung. Hintergrundinformationen und Fallbesprechungen sind ebenfalls Bestandteil der Übung.

Bitte bringen Sie eine Decke mit.

Empfohlene Literatur:
  • Utsch, Bonelli, Pfeifer (Hrsg.): Psychotherapie und Spiritualität, 2. vollst. überarb. u. erw. Aufl. Springer 2018
  • Küstenmacher, Haberer: Gott 9.0, 8. Auflage Gütersloher Verlagshaus 2010
Dipl.-Psych.

Sztenc, Michael

Paar- und Sexualtherapeut, Systemische Therapie, Sexocorporel, Mitgliedschaften: VfP, Constructivist Foundation, niedergelassen in eigener Praxis: LiebesLeben in Saarbrücken

www.sztenc.de

Kurs
107a/b Sztenc
Embodimentorientierte Sexualtherapie
20 h Michael Sztenc
Kurs
107a/b Sztenc
Embodimentorientierte Sexualtherapie
20 h Michael Sztenc
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Embodimentorientierte Sexualtherapie
Kurs, 20 h: Dipl.-Psych. Michael Sztenc

Embodimentorientierte Sexualtherapie betrachtet den Körper als Basis des Selbst- und Welterlebens. Grundgedanke ist der, dass die subjektiv erlebte Verbindung mit dem eigenen Körper der zentrale Faktor bei der Gestaltung sexueller Interaktionen ist. Der Kurs vermittelt die praktische Umsetzung der Leitfragen:
– Worin genau besteht «Körpergefühl» im sexuellen Kontext?
– Wie lassen sich sexuelle und emotionale Erregung beeinflussen?
– Wie hängen Körper, Kognitionen und Emotionen zusammen?
– Wie inszeniert eine Person bzw. ein Paar eine sexuelle Begegnung: z. B. als Lust-Spiel oder als Bedrohungsszenario?

Embodimentorientierte Sexualtherapie nutzt das Zusammenspiel von Atmung, Körperspannung und Bewegungsgewohnheiten, um das eigene Erleben und Handeln bewusst – und damit auch gestaltbar – zu machen. Die Teilnehmer*innen erhalten eine Einführung in die Theorien des Embodiment und des Sexocorporel. Auf praktischer Ebene vermittelt der Kurs Möglichkeiten zur konkreten therapeutischen Anwendung im Einzelsetting und der Arbeit mit Paaren. Der Kurs beinhaltet Körperarbeiten, wie sie im therapeutischen Setting anwendbar sind.

Empfohlene Literatur:
  • Sztenc, M. (2018): Klappt’s? Vom Leistungssex zum Liebesspiel. Ein Übungsbuch für Männer. Hirzel Verlag.
  • Harms, T., Thielen, M. (2017): Körperpsychotherapie und Sexualität: Grundlagen, Perspektiven und Praxis. Psychosozial-Verlag.
  • Eck, A. (2016): Der erotische Raum: Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie. Carl-Auer.
Kurs
421a/b Sztenc
Sexualth. und sexuelle Bildungsarbeit mit Männern
20 h Michael Sztenc
Kurs
421a/b Sztenc
Sexualth. und sexuelle Bildungsarbeit mit Männern
20 h Michael Sztenc
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Sexualtherapie und sexuelle Bildungsarbeit mit Männern - Vom Leistungssex zum Liebesspiel
Kurs, 20 h: Dipl.-Psych. Michael Sztenc

Sexualtherapie und sexuelle Bildungsarbeit mit Männern – Arbeit mit Männern beinhaltet einige Herausforderungen:
– Wie verführt man Männer zu Körperarbeit, ohne dass daraus ein Sex-Work-Out wird?
– Wie bringt man Männer vom erotischen Konsum zum Genuss und vom sexuellen Leisten zum Spielen?
Beides gelingt, wenn man Männer bei einer ihrer größten Sehnsüchte packt: Nach einer lebendigen Erotik, die Lust und Liebe verbindet, in der Mann sich verbunden und frei fühlt. Theoretischer Hintergrund ist ein embodimentorientiertes Verständnis von Sexualität und ein daraus abgeleiteter sexualtherapeutischer bzw. sexualpädagogischer Ansatz.

Der erste Teil des Kurses vermittelt die Grundlagen embodimentorientierter Sexualtherapie:
Wie wirken Körper, Kognitionen und Emotionen aufeinander und miteinander? Im zweiten Teil geht es um männliche Sozialisation aus der sexologischen Perspektive: Wie lernen Männer Mann-Sein und Sexualität? Es werden Interventionen vorgestellt, die Männer lustvoll an ihr sexuelles Körpererleben heranführen, und die Teilnehmer*Innen erhalten Informationen, wie Männer durch auf sie abgestimmte Bildungsangebote sexualtherapeutisch bzw. psychoedukativ erreicht werden können.

Empfohlene Literatur:
  • Sztenc. M. (2018): Klappt’s? Vom Leistungssex zum Liebesspiel. Ein Übungsbuch für Männer. Hirzel-Verlag
  • Henning, A. M.; Bay-Jansen, J. (2018): Männer: Körper. Sex. Gesundheit. Rowohlt.
Dr. med.

Tamm-Schaller, Friederike

FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie, niedergelassen in eigener psychotherapeutischer Praxis; Mitgliedschaften: Deutsche Balintgesellschaft; Ermächtigungen: Bayerische Landesärztekammer für Supervision TP, Psychosomatische Grundversorgung, Balintgruppe

Übung
302 Tamm-Schaller
Leitung von Balintgruppen
10 h Friederike Tamm-Schaller
Übung
302 Tamm-Schaller
Leitung von Balintgruppen
10 h Friederike Tamm-Schaller
bis 31.03.2020
130,00 €
ab 01.04.2020
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Leitung von Balintgruppen
Übung, 10 h: Dr. med. Friederike Tamm-Schaller

In der Ausbildung von ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten ist die Balintgruppenarbeit seit vielen Jahren bewährt und in den Weiterbildungs-Curricula verankert. Als Methode der Reflexion und Intervision dient die Balintgruppe aber auch im späteren Berufsalltag als wichtiges Instrument der Qualitätssicherung und hilft zugleich, uns zu entlasten und damit der eigenen Psychohygiene. Diese Übung soll Teilnehmern, die auf der Grundlage ihrer Vorerfahrungen die Ausbildung zum Balintgruppenleiter anstreben, Gelegenheit geben, die Leiter und Co-Leiterrolle praktisch einzuüben. Ziel ist es, die Leitung von Balintgruppen, ihre Grundlagen in Theorie und Praxis zu erfahren und aktiv zu trainieren. Außerdem können praktische Fragen zu Aufbau und Organisation einer eigenen Gruppe geklärt werden. Die Gruppe steht auch Leitern offen, die ihre Ausbildung bereits abgeschlossen haben und Kenntnisse auffrischen wollen oder an einem Erfahrungsaustausch interessiert sind.

Kurs
119a/b Tamm-Schaller
Gruppentherapie in ambulanter Versorgung
20 h Friederike Tamm-Schaller
Kurs
119a/b Tamm-Schaller
Gruppentherapie in ambulanter Versorgung
20 h Friederike Tamm-Schaller
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Gruppentherapie in der kassenpsychotherapeutischen Richtlinientherapie
Kurs, 20 h: Dr. med. Friederike Tamm-Schaller

Der Kurs richtet sich schwerpunktmäßig an niedergelassene Therapeuten, die überlegen, Gruppen neu in ihr Versorgungskonzept mit aufzunehmen oder bereits Gruppenerfahrungen haben und von einem kollegialen Austausch profitieren möchten. Der Kurs möchte dabei praktische Hilfestellung für die Planung, Teilnehmerauswahl, Konzeption und Durchführung von Gruppen im Rahmen der ambulanten Versorgung der gesetzlichen Krankenversicherung bieten. Daneben soll mehr Sicherheit bei der Erstellung der Berichte an den Gutachter vermittelt werden, auch hinsichtlich eines schlüssigen Konzepts für die neuerdings mögliche Kombination von Einzel- und Gruppensitzungen. Außerdem kann gruppentherapeutisch arbeitenden Kollegen Raum gegeben werden, ihre Gruppen vorzustellen, sodass typische psychodynamische Aspekte beispielhaft erfahren werden können und der therapeutische Umgang mit herausfordernden Situationen gemeinsam diskutiert werden kann. Der Kurs ist offen für alle an Gruppentherapie Interessierte.

Empfohlene Literatur:
  • I. D. Yalom, Theorie und Praxis der Gruppentherapie. (Leben Lernen 66)
  • B. Strauss, D. Mattke: Gruppenpsychotherapie-Lehrbuch für die Praxis (Springer 2012)
Dr. med.

Tauber, Ralf Friedrich

FA für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, Chefarzt der Psychosomatik der Sachsenklinik Bad Lausick

Vorlesung
A4 Tauber
Schematherapie
10 h Ralf Friedrich Tauber
Vorlesung
A4 Tauber
Schematherapie
10 h Ralf Friedrich Tauber
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Einführung in die Schematherapie nach Jeffrey Young
Vorlesung, 10 h: Dr. med. Ralf Friedrich Tauber

Die von Jeffrey Young entwickelte Schematherapie hat sich mittlerweile auf verschiedenen Gebieten, die mit der Behandlung von Patienten vorwiegend auf der Persönlichkeitsachse zusammenhängen, gut etabliert. Neben dem ursprünglichen Schemakonzept hat sich auch der sogenannte „Modus“-Ansatz vor allem bei Borderline Patienten außerordentlich bewährt. In der Vorlesung wird ein theoretischer Überblick über die Voraussetzungen und Grundlagen der Schematherapie gegeben und sowohl das ursprüngliche „klassische“ Schemamodell als auch die Modusarbeit besprochen. Unter Heranziehung von Fallbeispielen können einige der grundlegenden emotionsaktivierenden Techniken der Schematherapie dargestellt werden.

Empfohlene Literatur:
  • Schematherapie: Ein praxisorientiertes Handbuch, 13. Mai 2005, Junfermann Verlag
  • Sein Leben neu erfinden: Wie Sie Lebensfallen meistern, 2006, Junfermann
Vorlesung
D1 Tauber
Depression CBASP
10 h Ralf Friedrich Tauber
Vorlesung
D1 Tauber
Depression CBASP
10 h Ralf Friedrich Tauber
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Behandlung chronischer Depressionen mit CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy)
Vorlesung, 10 h: Dr. med. Ralf Friedrich Tauber

Erst in letzter Zeit ist deutlich geworden, dass bei chronischen Depressionen, Dysthymie oder sog. „Double Depression“ die sehr erfolgreichen Techniken in der Behandlung episodischer Depressionen nicht ausreichend wirksam sind. Dies ist insbesondere bei Unterformen mit frühem Beginn und traumatischen Kindheitserfahrungen der Fall. Bislang wirksam zeigte sich diese speziell für dieses Klientel von McCullough entwickelte vorwiegend interpersonelle Therapiemethode des CBASP. In dieser praxisorientierten Vorlesung werden die Voraussetzungen, das grundlegende Therapiemodell und die Methodik in ihren wichtigsten Bestandteilen vorgestellt sowie Fragen und Beispiele z. B. mit Hilfe von Videobeispielen (u.a. auch mit Beispielen von Prof. McCullough selbst) und auf Wunsch mit Rollenspiel-Sequenzen erörtert.

Empfohlene Literatur:
  • Behandlung von Depressionen mit dem CBASP, Taschenbuch-1. Januar 2007, cp Psychotherapie der chronischen Depressionen, 13. Juli 2006, Urban & Fischer
  • Depressive Störungen erfolgreich behandeln, September 2011, Klett-Cotta
Seminar
308 Tauber
Zwangsstörungen
10 h Ralf Friedrich Tauber
Seminar
308 Tauber
Zwangsstörungen
10 h Ralf Friedrich Tauber
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Praxisorientierte Einführung in die kognitiv verhaltenstherapeutische Behandlung von Zwangsstörungen
Seminar, 10 h: Dr. med. Ralf Friedrich Tauber

Zwangserkrankungen stellen eine große Herausforderung für psychotherapeutisch Tätige dar. Oft sind die Patienten bereits seit längerer Zeit und chronifiziert erkrankt, die Behandlungen gestalten sich aus verschiedenen Ursachen öfter schwierig. Mit gut geplanter und exakt durchgeführter Verhaltenstherapie ist aber sehr häufig eine deutliche Besserung oder auch Verschwinden der Symptomatik erreichbar. In diesem Seminar sollen die Grundlagen der kognitiven verhaltenstherapeutischen Therapie mit dem Schwerpunkt auf systembezogene, expositionsorientierte Behandlung einschließlich des manchmal komplizierten Motivationsaufbaus besprochen werden. Eigene Fallbeispiele können gerne eingebracht werden. Es werden Videobeispiele gezeigt, sowie theoretische und vorallem praktische Handlungsanweisungen gegeben.

Empfohlene Literatur:
  • Kognitive Verhaltenstherapie bei Zwangsstörungen: Ein Therapiemanual, 11. Juli 2016, Hogrefe

Thanner, Sabine

Tanzpädagogin für Körper- und Bewegungstherapie, Choreographin, Künstlerische Direktorin und Geschäftsführerin des Tanzenden Theaters Wolfsburg
www.tanzendestheater.de

Übung
320 Thanner
Bewegungsmeditation
10 h Sabine Thanner
Übung
320 Thanner
Bewegungsmeditation
10 h Sabine Thanner
bis 31.03.2020
130,00 €
ab 01.04.2020
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Bewegungsmeditation – Was wir mit Worten nicht mehr ausdrücken können
Übung, 10 h: Sabine Thanner, Maßbach

Wir vermitteln die Methode der Gestenarbeit in Theorie und Praxis, Selbsterfahrung ist ein wesentlicher Anteil dieser Übung. Geführte Bewegungsmeditationen münden in einen körperlichen Ausdruck, in eine körperliche Haltung. Damit erfolgt eine Transformation der aktuellen inneren Wahrheit, die oft nicht mehr gesprochen werden kann, auf der Körperebene und wird dort verankert. Gestenarbeit kann als wertvolle Ergänzung zum therapeutischen Gespräch genutzt werden. Sie führt zu einer tiefen inneren Berührung und erschließt damit die Verbindung vom Körperbewusstsein zum Herzens- und Seelenraum jenseits der Sprache.
In der Übung leiten wir die Teilnehmer/innen an, diese Methode selbst zu erfahren. Wir vermitteln die theoretischen Grundlagen, damit diese auch an Interessierte weitergegeben werden können. Austausch findet zum einen über die Anwendbarkeit im Berufsalltag aber auch über persönliche Erlebnisse statt. Impulse der Teilnehmer/innen werden den Verlauf der Übung prozesshaft mitgestalten.

Empfohlene Literatur:
  • Anna Halprin: Tanz, Ausdruck und Heilung: Wege zur Gesundheit durch Bewegung, Bilderleben und kreativen Umgang mit Gefühlen, Synthesis Verlag
  • Hartmut Rosa: Resonanz, Suhrkamp
  • Martin Buber: Ich und Du, Reclam; Der Weg des Menschen, Gütersloher Verlagshaus
Prof.

Titze, Doris

Künstlerin und Kunsttherapeutin, Leitung des Aufbaustudiengangs KunstTherapie der HfBK Dresden, Mitgliedschaft: DFKGT

www.doris-titze.de

Seminar
311 Titze
Porträts
10 h Doris Titze
Seminar
311 Titze
Porträts
10 h Doris Titze
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Das Eigene und das Fremde: Porträts aus künstlerisch-therapeutischer Sicht
Seminar, 10 h: Prof. Doris Titze

Bilder werden im Moment ihrer Betrachtung zum Leben erweckt; innerhalb ihrer Mehrdeutigkeit verhandeln wir unseren Blick auf uns und die Welt. Speziell Porträts spiegeln ein kollektives und individuelles Bildgedächtnis sowie überzeitliche Themen, die sich auf den Menschen und die Welt an sich, auf das Gemeinsame und Trennende, auf Leben und Tod beziehen. Porträts bezeugen ein Ähnliches des Menschen und ermöglichen, das Eigene im Fremden und das Fremde im Eigenen zu erfassen sowie unsere vielfältigen Facetten zu entdecken. Sie beziehen sich auf ein äußeres und ein inneres Abbild.
Das Seminar untersucht grundlegende Themen von Porträts und Selbstporträts, die die (Kunst-) Therapie tangieren. Der kunstgeschichtliche Blick richtet sich auf Entwicklungen einzelner KünstlerInnen, die das Allgemeine und das Individuelle repräsentieren. Neben der Bildwirkung sowie der Unschärfe menschlicher Wahrnehmung wird die (inter-) kulturelle Entwicklung von Porträts angesehen, sowie die künstlerische und wissenschaftliche Erforschung des Gesichtes. Kunsttherapeutische Praxis-Beispiele erhalten einen eigenen Fokus. Kunsttherapie ist vor allem auch eine aktuelle Handlung: Der Bildraum wird zum Beziehungsraum und verdeutlicht Kontaktangebote und Entwicklungsprozesse.

Tögel, Anette

Fachphysiotherapeutin für psych. Erkrankungen und funktionelle Störungen, Lehrtherapeutin für kommunikative Bewegungstherapie, Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des Universitätsklinikums Leipzig, Stabstelle für Physikalische Therapie und Rehabilitation

Kurs
103 Tögel
[ausgebucht] Leben in Balance - Körpertherapie
10 h Anette Tögel
Kurs
103 Tögel
[ausgebucht] Leben in Balance - Körpertherapie
10 h Anette Tögel
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Leben in Balance
Kurs, 10 h: Anette Tögel, Leipzig

Patienten, die sich in eine psychotherapeutische Behandlung begeben, beschreiben häufig eine Orientierungslosigkeit, – dass ihr Leben aus den Fugen – aus dem Gleichgewicht geraten ist. Wir alle kennen mitunter das Gefühl, dass in der heutigen schnelllebigen Zeit etwas aus der Balance gerät. Die Kommunikative Bewegungstherapie ist ein tiefenpsychologisch orientiertes, körperbezogenes Verfahren, welches sich aus dem Therapiealltag nicht wegdenken lässt. Über die körpersprachliche Ebene, insbesondere im Kontakt mit anderen, erhalten die Gruppenteilnehmer einen Zugang zum eigenen inneren Erleben. In diesem Kurs konzentrieren wir uns auf Polaritäten wie Aktivität – Passivität, Geben – Nehmen, Festhalten – Loslassen; Halten und Gehaltenwerden, Anspannung – Entspannung sowie die dazwischenliegende Balance. Der Kurs kann einzeln oder auch gemeinsam mit Kurs 203 gebucht werden. Es ergeben sich keine inhaltlichen Überschneidungen. Bitte bequeme Kleidung und geeignetes Schuhwerk mitbringen.

Kurs
203 Tögel
[ausgebucht] Kommunikative Bewegungstherapie
10 h Anette Tögel
Kurs
203 Tögel
[ausgebucht] Kommunikative Bewegungstherapie
10 h Anette Tögel
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Ich, Du, Wir – und die Anderen? Beziehungserleben auf körpertherapeutischer Ebene
Kurs, 10 h: Anette Tögel, Leipzig

Wir sind soziale Wesen und befinden uns in Gruppen. In unseren Familien sammeln wir die ersten Erfahrungen im Verbinden und/oder Trennen. Diese ersten Erfahrungen prägen uns für unser späteres Leben, bestimmen unser Bindungsverhalten in engen und weiteren sozialen Gruppen. In dem Kurs wollen wir uns auf körpertherapeutischer Ebene dem Leitthema zuwenden. Mit Elementen der Kommunikativen Bewegungstherapie erfahren die Teilnehmer Aspekte des Seins in der Gruppe, im Verbinden und Trennen, Nähe und Distanz, Autonomie und Abhängigkeit. Letztlich betrifft dies auch die Themen in uns selbst: wann fühle ich mich mit mir verbunden (authentisch) und an welchen Stellen bin ich mir fremd?
Kommunikative Bewegungstherapie als handlungsorientierte, komplementäre Methode der Psychotherapie ergänzt in ihrem tiefenpsychologisch orientierten Ansatz die Einzel- und Gruppengesprächstherapie und schafft in der Gruppe einen Rahmen für Handlungserfahrungen. Der Kurs behandelt theoretisch und praktisch Themen der Kommunikativen Bewegungstherapie wie: Wahrnehmen, Kennenlernen, Integration, Ich- Entwicklung, Auseinandersetzung und Entscheidung, Kreativität sowie die Erfahrung von Emotionalität, Mut, Risikoverhalten und Vertrauensfähigkeit.
Bitte ziehen Sie bewegungsfreundliche Kleidung und Schuhe an.

Empfohlene Literatur:
  • Wilda-Kiesel, A; Tögel, A.; Wutzler U. (2011): Kommunikative Bewegungstherapie. Brücke zwischen Psychotherapie und Körpertherapie. Bern: Verlag Hans Huber, Hogrefe AG.
Dipl.-Psych.

Vader, Katrin

niedergelassene Psychotherapeutin für Erwachsene (Schwerpunkt Verhaltenstherapie) in eigener Praxis in Jena. Lehrpraxis, Supervisorin, Selbsterfahrungsleiterin und Dozentin für verschiedene psychotherapeutische Ausbildungsinstitute in Thüringen und Sachsen

Übung
116a/b Vader
[ausgebucht] Impact-Techniken
20 h Katrin Vader
Übung
116a/b Vader
[ausgebucht] Impact-Techniken
20 h Katrin Vader
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Impact-Techniken in Kombination mit Genogrammarbeit
Übung, 20 h: Dipl.-Psych. Katrin Vader

Impacttechniken basieren auf einer Nutzung von Elementen verschiedener Therapieverfahren wie z. B. der Hypnosetherapie nach Milton Erickson, Lösungsorientierte Psychotherapie des NLP, Ratinonal Emotive Therapie (RET), Transaktionsanalyse und Gestalttherapie. Sie sind somit eine Sammlung multisensorischer Methoden, mit denen wir Therapeuten auf unkomplizierte Art und Weise kreativ möglichst alle Sinne des Patienten (Erwachsene und Kinder) tiefgreifend ansprechen und anregen können. Gearbeitet wird mit allem, was gerade zur Verfügung steht: der Raum, Stühle, Papier, Tassen, Gläser, Interventionen mit Bildern, Metaphern, Arbeit mit Bewegung, Objekten und noch vielem mehr. So können wir die verkopfte Ebene verlassen und die emotionalen Blockaden des Patienten für typische Therapiesituationen lösen, wie z. B.
– Pat. erreicht sein Ziel nicht
– Pat. stagniert in dem Zustand, in dem er gekommen ist oder an einer bestimmten Stelle in der Therapie
– Pat. versteht seine Kommunikationsmuster nicht
– Pat. ist sich seines sekundären Krankheitsgewinnes nicht bewusst.
Genogramme dienen dem Aufzeigen von transgenerationalen Mustern und Häufungen von medizinischen oder psychologischen Erkrankungen, um daraus Konflikte des Patienten sichtbar machen zu können. In dieser Übung möchte ich aufzeigen, wie Genogrammarbeit lebhaft mit Impact- Techniken verknüpft werden kann. Die Übung lebt auch von mitgebrachten Patienten

Übung
317 Vader
[ausgebucht] Impact-Technik
10 h Katrin Vader
Übung
317 Vader
[ausgebucht] Impact-Technik
10 h Katrin Vader
bis 31.03.2020
130,00 €
ab 01.04.2020
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Impact-Technik
Übung, 10 h: Dipl.-Psych. Katrin Vader

Diese Übung ist für Alle geeignet, die in Impact-Techniken hineinschnuppern wollen oder zum Auffrischen von bereits vorangegangenen Kursen. Impacttechniken basieren auf einer Nutzung von Elementen verschiedener Therapieverfahren wie z. B. Hypnosetherapie nach Milton Erickson, Lösungsorientierte Psychotherapie des NLP, Ratinonal-Emotive Therapie (RET), Transaktionsanalyse und Gestalttherapie. Sie sind somit eine Sammlung multisensorischer Methoden, mit denen wir Therapeuten auf unkomplizierte Art und Weise kreativ möglichst alle Sinne des Patienten (Kinder und Erwachsene) tiefgreifend ansprechen und anregen können. Gearbeitet wird mit allem, was gerade zur Verfügung steht: der Raum, Stühle, Papier, Tassen, Gläser, Interventionen mit Bildern, Metaphern, Arbeit mit Bewegung, Objekten und noch vielem mehr. So können wir die verkopfte Ebene verlassen und die emotionalen Blockaden des Patienten für typische Therapiesituationen lösen, z. B.
– Pat. erreicht sein Ziel nicht
– Pat. stagniert in dem Zustand, in dem er gekommen ist oder an einer bestimmten Stelle in der Therapie
– Pat. versteht seine Kommunikationsmuster nicht
– Pat. ist sich seines sekundären Krankheitsgewinnes nicht bewusst.
Die Übung lebt auch von mitgebrachten Patienten-Beispielen.

Prof. Dr. phil.

Vogel, Ralf T.

Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapeut und Psychoanalytiker, Mitgliedschaften: DGPT, DVT, Honorarprofessor für Psychoanalyse und Psychotherapie an der HfBK Dresden, Privatpraxis für Psychotherapie und Supervision in Ingolstadt

Vorlesung
B3 Vogel
Psychotherapie am Lebensende
10 h Ralf T. Vogel
Vorlesung
B3 Vogel
Psychotherapie am Lebensende
10 h Ralf T. Vogel
bis 31.03.2020
100,00 €
ab 01.04.2020
120,00 €
Ermäßigt
84,00 €
Die letzte Grenze: Psychotherapie am Lebensende
Vorlesung, 10 h: Prof. Dr. phil. Ralf T. Vogel

Alte Menschen, Menschen mit schwersten körperlichen Erkrankungen, Patient/-Innen in Hospizen und auf Palliativstationen: Der Bedarf an psychotherapeutischen Interventionen am absehbaren Ende des Lebens nimmt beständig zu, und in sämtlichen großen Therapieschulen beginnt eine Auseinandersetzung mit dieser existenziellen und bisher weitgehend vernachlässigten Thematik. Die Vorlesung zeigt philosophische und soziologische Grundlagen der Auseinandersetzung mit dem Sterbethema auf, gibt Anregungen zur eigenen Auseinandersetzung und vermittelt erste Konzepte einer thantatopsychotherapeutischen Praxis.

Empfohlene Literatur:
  • Frick, E., Vogel, R.T. (Hg.): Den Abschied vom Leben verstehen. Psychoanalyse und Palliative Care. 2. Aufl. Kohlhammer 2017
  • Vogel, R. T.: Todesthemen in der Psychotherapie. Kohlhammer 2012
  • Vogel, R. T.: Der Tod ist groß, wir sind die Seinen. Mit dem Sterben leben lernen. Patmos 2015
     
Übung
101 Vogel
[ausgebucht] Trauerkonzepte
10 h Ralf T. Vogel
Übung
101 Vogel
[ausgebucht] Trauerkonzepte
10 h Ralf T. Vogel
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Trennen und Verbinden: Klassische und moderne Trauerkonzepte und ihre Bedeutung für die therapeutische Praxis
Übung, 10 h: Prof. Dr. phil. Ralf T. Vogel

Sterben und Tod zentraler Bezugspersonen stehen nicht selten im Zentrum der Entwicklung einer pathologischen Psychodynamik. Gleichzeitig finden immer mehr Menschen in akuter oder chronischer Trauer ihren Weg in die psychotherapeutische Praxis. Der Kurs beschäftigt sich kritisch mit den im Laufe der Entwicklungsgeschichte der Psychotherapie sich herausbildenden Vorstellungen vom Prozess und dem ‚Gelingen‘ von Trauer, zieht die Erkenntnisse der modernen Trauerforschung heran und versucht so, zur Entwicklung einer therapeutischen Haltung dem Thema gegenüber beizutragen.

Empfohlene Literatur:
  • Vogel, R.T.: Todesthemen in der Psychotherapie. Kohlhammer 2012
  • Bonanno, G.: Die andere Seite der Trauer. Edition Sirius 2012
Dr. med.

von Pfister, Ulrich

FA für Psychotherapeutische Medizin und FA für Kinder- und Jugendpsychiatrie, niedergelassen in einer Praxisgemeinschaft in Friedrichshafen, Mitglied bei der Milton Erickson Gesellschaft

www.hypno-sem-rav.de

Übung
417a/b von Pfister
[ausgebucht] Einführung in die Hypnose
20 h Ulrich von Pfister
Übung
417a/b von Pfister
[ausgebucht] Einführung in die Hypnose
20 h Ulrich von Pfister
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Einführung in die Therapeutische Hypnose
Übung, 20 h: Dr. med. Ulrich von Pfister

Der Einführungskurs richtet sich an alle, die die therapeutische Hypnose kennenlernen möchten und/oder erwägen, eine Zusatzausbildung in Hypnotherapie zu machen. Neben einer historischen Einordnung und theoretischen Inhalten über Aufbau einer Hypnose und deren Induktion werden vor allem Übungen in Kleingruppen angeboten. Es werden sowohl der direkte als auch der indirekte Hypnosestil vorgestellt. Weiter vorgesehen sind auch eine Gruppen- und eine Demonstrations-Hypnose. Die Übung kann als Baustein verwendet werden bei der Fortbildung zur „Klinischen Hypnose“ und ist zertifiziert.
Bitte bequeme Kleidung, warme Socken, eine Decke, kleines Kissen und eine nicht zu dünne Isomatte mitbringen.

Empfohlene Literatur:
  • Siegfried Stefan: Hypnosetherapie in der Praxis. Deutscher Ärzteverlag (vergriffen, aber antiquarisch zu erhalten);
  • Agnes Kaiser-Rekkas: Klinische Hypnose und Hypnotherapie. Carl Auer Verlag;
  • Revensdorf u. Zeyer: Hypnose lernen. Carl Auer Verlag
Prof.

von Spreti, Gräfin, Flora

Kunsttherapeutin, Künstlerin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Technischen Universität München

Übung
117a/b von Spreti
[ausgebucht] Selbsterfahrung Kunsttherapie
20 h Gräfin, Flora von Spreti
Übung
117a/b von Spreti
[ausgebucht] Selbsterfahrung Kunsttherapie
20 h Gräfin, Flora von Spreti
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
Zwischen Trennung und Anziehung Kunsttherapeutische Selbsterfahrung
Übung, 20 h: Prof. Gräfin, Flora von Spreti

„Alle Kunst hat eine soziale Dimension, sie wirkt in die Gesellschaft hinein und die gesellschaftliche Wirklichkeit schlägt auf sie zurück“ (Romain 1994). Die Gestaltung als sichtbares Abbild innerer Befindlichkeit und die daraus entstehende, oft nonverbale, informative Verbindung mit dem Betrachter des Werkes, kann dazu beitragen, einen ersten Schritt zu sozialer Beziehung zu weisen. Ebenso dient die Gestaltung als nonverbaler, direkter Kommunikationskanal zwischen dem Betrachter und dem Schöpfer des Werkes. Die Bildaussage kann in der Behandlung von frühgestörten Patienten tiefgehende Einblicke in deren innere Befindlichkeit eröffnen. Gleichzeitig bietet die Kunsttherapie in ihrem nicht störungsspezifischen, sondern handlungs- und ressourcenorientiertem Vorgehen dem Patienten durch bildnerisches „Probehandeln“ einen progressiven Weg aus Kommunikationsproblematik und Isolation. Durch eigenes gestalterisches Erleben erhalten die Teilnehmer in der Übung erste Einblicke in Wirkung und therapeutische Möglichkeiten dieser tiefgreifenden Methode und begegnen in der gestalterischen Selbsterfahrung manchen wertvollen und bereichernden inneren Bildern.
Bitte bringen Sie Mal-Blöcke (DIN A2 oder 3), Wasser-, Deck- oder Aquarellfarben, Jaxon Ölpastellkreiden mit.

Empfohlene Literatur:
  • F.v.Spreti et al.: KunstTherapie, Künstlerisches Handeln – Wirkung – Handwerk. Schattauer, Stuttgart, 2018
  • F.v.Spreti et al.: Kunsttherapie bei Psychischen Störungen. Elsevier, München, Jena 2012
Dipl.-Psych.

Wilczek, Brit

Psychologische Psychotherapeutin, Dipl.-Tanztherapeutin, Supervision, Vortrags- u. Weiterbildungstätigkeit im Bereich Autismus Beratung u. Therapie in Reha-u. Jugendhilfe-Einrichtungen, Praxis für Erwachsene mit Autismus-Spektrums-Störungen (vorwiegend Asperger-Syndrom)

Kurs
104 Wilczek
Menschliche Vielfalt
10 h Brit Wilczek
Kurs
104 Wilczek
Menschliche Vielfalt
10 h Brit Wilczek
bis 31.03.2019
120,00 €
ab 01.04.2019
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Menschliche Vielfalt, Identität und die Begegnung mit dem „Anderen“
Kurs, 10 h: Dipl.-Psych. Brit Wilczek

Die Vielfalt menschlichen Seins und Erlebens beginnt schon bei der Art und Weise, wie Reize verarbeitet werden. Das zeigt sich besonders deutlich in der Begegnung mit Menschen aus dem Autismus Spektrum. Unsere Wahrnehmungsverarbeitung beeinflusst unsere neuronale Entwicklung – und umgekehrt. Hinzu kommen frühe Erfahrungen in der Begegnung mit der Umwelt, mit anderen Menschen und mit sich selbst. Diese Komponenten prägen die Persönlichkeit eines Menschen, die Art und Weise, wie er seine Mitmenschen wahrnimmt und wie er ihnen, den „Anderen“ begegnet. Wer wird spontan als vertraut und vertrauenswürdig wahrgenommen? Mit wem kann ich mich identifizieren? Wann schlägt der „Soziale Autopilot“ Alarm, drängt mich zur Abgrenzung, löst Ängste oder Aggression aus? Inwieweit sind wir unserer spontanen emotionalen Reaktion ausgeliefert? Wie können wir uns davon distanzieren und dem Anderen offen und ohne Wertung begegnen? Diesen Fragen wollen wir nachgehen und mithilfe einiger anschaulicher Modelle unterschiedliche Wahrnehmungs- und Begegnungsweisen nachvollziehen. In der Betrachtung von Erfahrungen autistischer Menschen öffnen sich Wege zu neuen Erkenntnissen und Möglichkeiten, wie wir es gerade als Menschen schaffen können, unser Erleben und unser Verhalten selbst mitzugestalten.

Kurs
316 Wilczek
Autismus
10 h Brit Wilczek
Kurs
316 Wilczek
Autismus
10 h Brit Wilczek
bis 31.03.2020
120,00 €
ab 01.04.2020
140,00 €
Ermäßigt
98,00 €
Psychotherapie für Menschen mit hochfunktionalem Autismus – Grundannahmen, Themen, Interventionen
Kurs, 10 h: Dipl.-Psych. Brit Wilczek

Immer mehr Menschen mit der Diagnose Asperger-Syndrom ersuchen in Kliniken und Praxen nach Psychotherapie. Viele haben bereits eine längere Odyssee hinter sich, waren in stationärer oder ambulanter Behandlung, blieben jedoch mit dem Eindruck zurück, ihre „eigentlichen Probleme“ nie gelöst oder auch nur erfasst zu haben. Umgekehrt ist bei Klinikern über lange Zeit der Eindruck entstanden, dass Betroffene von Psychotherapie nicht erreicht werden, dass sie generell nicht davon profitieren können. Dies ändert sich, sobald bestimmte Grunderkenntnisse über die Entwicklung, die Wahrnehmung und das Erleben der Betroffenen berücksichtigt und die Interventionen an die autistische Grundproblematik angepasst werden. Das Seminar möchte aus der autismus-spezifischen psychotherapeutischen Praxis berichten und dabei bewährte Ansätze und Vorgehensweisen vermitteln. Dabei wird auch Gelegenheit zur Selbsterfahrung und gemeinsamen Reflektion sein.

Dr. med.

Witt-Wulf, Silke

FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalyse, Gruppenanalyse, Körperpsychotherapie, Lehrbeauftragte Funktionelle Entspannung, in eigener Praxis tätig

Übung
408a/b Witt-Wulf
(Körper)Grenzen spüren
20 h Silke Witt-Wulf
Übung
408a/b Witt-Wulf
(Körper)Grenzen spüren
20 h Silke Witt-Wulf
bis 31.03.2020
260,00 €
ab 01.04.2020
300,00 €
Ermäßigt
210,00 €
(Körper)Grenzen spüren und kontaktfähig werden
Übung, 20 h: Dr. med. Silke Witt-Wulf, Berlin

Mit der Körperpsychotherapie „Funktionelle Entspannung“ erforschen wir unsere Grenzen. Die Haut z. B. ist unsere Körpergrenze, sie schützt uns vor Kälte oder Anderem, was nicht in uns eindringen soll und sie öffnet sich durch ihre Poren bei Bedarf und verbindet uns mit unserer Außenwelt. Zugleich ist die Haut unser Tastsinnorgan, wir können unseren Nächsten und unsere Umwelt ertasten, Kontakt aufnehmen, spüren und entscheiden, ob wir näher kommen wollen, uns verbinden wollen oder uns lieber abgrenzen wollen und abwenden. Den inneren Spürsinn und den Hautspürsinn werden wir explorieren, nach innen horchen und schauen, was sich zeigt an eigenen Geschichten und noch ungelösten Gefühlen zum Thema Sich-zuwenden und -verbinden oder Sich-abwenden und trennen. Selbsterfahrung steht in diesem Kurs im Vordergrund. Es gibt auch Zeit für Supervionsfragen zum Thema. Gerade als Psychotherapeut ist es wichtig, bewusst mit Kontakt und Grenzen mit den Klienten umzugehen.
Bitte bringen Sie bequeme Kleidung, eine Decke und ein Kissen mit.

Empfohlene Literatur:
  • Fuchs, M.: Funktionelle Entspannung Theorie und Praxis eines körperbezogenen Psychotherapieverfahrens, 7. überarbeitete Auflage, Pro BUSINESS GmbH, 2013
  • Uexküll, Fuchs, Braunschweig, Johnen, Angela v. Arnim Hg.: Subjektive Anatomie, überarbeitete 2. Auflage, Schattauer Verlag
  • Herholz, I., Johnen, R., Schweitzer, D.: Funktionelle Entspannung, Das Praxisbuch, Schattauer Verlag 2009
Dr. med.

Ziemann, Götz-Hendrik

Psychiater und Psychotherapeut, Gruppenanalytiker (D3G), Systemischer Therapeut und Supervisor, niedergelassen in eigener Praxis

Übung
312 Ziemann
Gruppenanalytische PT
10 h Götz-Hendrik Ziemann
Übung
312 Ziemann
Gruppenanalytische PT
10 h Götz-Hendrik Ziemann
bis 31.03.2020
130,00 €
ab 01.04.2020
150,00 €
Ermäßigt
105,00 €
Gruppenanalytische Psychotherapie im Spiegel der Maltherapie
Übung, 10 h: Dr. med. Götz-Hendrik Ziemann

Gruppenidentität und Wir-Gefühl sind Wirkfaktoren der Gruppenpsychotherapie. Sie entstehen vor dem Hintergrund einer jeweils spezifischen Gruppenmatrix injeder Gruppe aufs Neue und unterliegen im Verlauf einer Gruppendynamik und Gruppenprozessen. Die Anwendung der Maltherapie in Form von Gruppenbildern kann als quasiprojektives Verfahren Auskunft im Sinne einer Soziometrie über Gruppendynamik und -prozess geben und so dem Gruppenleiter helfen, Gruppengeschehnisse einzuordnen. Die angebotene Übung richtet sich an gruppenpsychotherapeutisch und/oder maltherapeutisch interessierte Teilnehmer und soll diesen Grundlagen der Gruppendynamik sowie Grundzüge der Maltherapie in Gruppen vermitteln, um letztlich die beiden Themen im oben genannten Sinne zu verbinden. Hierzu wird die Übung jeweils täglich in einen theoretischen und einen aktiven Anteil gegliedert.
Bitte bringen Sie Pastell-Ölkreiden und Papier im DIN A3 Format mit.

Empfohlene Literatur:
  • Ingrid Riedel: Maltherapie – Auf Basis der Analytischen Psychologie C. G. Jungs; Patmos Verlag 2016
  • Manfred Krapp: Ich – Du – Wir: Zur bildnerischen Symbolik von therapeutischen Transformationsprozessen in Gruppen; Opus Magnum 2010
  • Irvin D. Yalom: Theorie und Praxis der Gruppenpsychotherapie; Klett-Cotta 2019
  • Bernhard Strauß; Gruppenpsychotherapie: Lehrbuch für die Praxis; Springer 2017

Zörner, Thorsten

eigene Tangoschule in Düsseldorf seit 2003, unterrichtet Tango seit 1999, tanzt Tango seit 1997. Zwei Abschlüsse in angewandter Mathematik: Diplom-Technomathematiker, Uni Karlsruhe (TH) und M.Sc. University of Massachusetts, Amherst, USA

www.tangoduesseldorf.de

Kurs
423a/b Zörner
Tango Remediano
20 h Thorsten Zörner
Kurs
423a/b Zörner
Tango Remediano
20 h Thorsten Zörner
bis 31.03.2020
240,00 €
ab 01.04.2020
280,00 €
Ermäßigt
196,00 €
Interpersonale Wahrnehmung und Tiefes Lauschen: Embodiment und Intersubjektivität im Medium des Tango Remediando
Kurs, 20 h: Thorsten Zörner

Intersubjektivität, Embodiment und Spiegelneuronen im Medium des Tango remediando als Hinführung zum „Tiefen Lauschen“. Wir vermitteln für psychotherapeutisch Tätige die heilsamen Elemente aus dem Tango Argentino im für psychotherapeutische Zwecke entwickelten Konzept „Tango Remediando“ als Selbsterfahrung. Sie erfahren in Kurzvorträgen und systematisch aufgebauten Übungen, was im psychotherapeutischen Alltag die Konzepte Embodiment und Intersubjektivität mit Interpersoneller Wahrnehmung und Kommunikation zu tun haben: Geschärftes Gewahrsein und Achtsamkeit für das „deep listening“ (tiefes Lauschen). Tangokenntnisse sind nicht notwendig. Themenauswahl:
– Stehen und Ent-stehen, der eigene Bewegungsraum, Bewegung und Grenzen; Angrenzen und Abgrenzen, verweilen an Grenzen, Kontakt wahren, „kein Kontakt ohne Takt“.
– Hinspüren und Bezogenheit, Abstimmung in Bewegung als leibliche Intersubjektivität
– Impulse geben und Impulse umsetzen im Bewegen als kinästhetische Intersubjektivität.
– Gemeinsamkeit in einfachen Tangofiguren.
– Wahrnehmung der Referenzzone im Bewegen, Analogien zum „deep listening“ („Tiefes Lauschen“).
Bitte bringen Sie Tanzschuhe mit Ledersohle, Sneakers oder dicke Socken mit.

Empfohlene Literatur:
  • Peri M., Lavalle Cobo I. (2009): Psicotango. Tango como terapia. Grupo Dinzel, Buenos Aires
  • Rizzolatti G., Sinigaglia C. (2008): Empathie und Spiegelneurone: Die biologische Basis des Mitgefühls. Frankfurt a.M.: Suhrkamp
  • Schmidt V. (2016): Herz und Himmelslicht. Seins-Erfahrungen und transpersonale Resonanzen im argentinischen Tango. Zschr Bewußtseinswissenschaften 22 (1) 37 – 48
  • Woodley K., Sotelano M. (2009): TangoTherapy. Tango Creation Publishers, Cardiff, Wales