Erfurter Psychotherapiewoche vom 11.09. - 15.09.2021

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die alle Menschen verbindenden grundlegenden Werte wie Freiheit, Solidarität und Fairness im Sinne wechselseitiger Verpflichtungen haben einen schweren Stand in unseren auseinanderdriftenden westlichen Gesellschaften. Einerseits öffnet sich die Wohlstandsschere zwischen Gering- und Hochqualifizierten, Jung und Alt, weltoffenen Kosmopoliten und wirtschaftlich marginalisierten Traditionalisten. Andererseits bedrohen ideologische, nationalistische und religiöse Gruppenidentitäten den sozialen Zusammenhalt. Hermetisch abgeschlossene Subkulturen versuchen gar nicht erst, sich mit dem Rest der Gesellschaft zu verständigen.
Das alles unterminiert den verbindenden öffentlichen Diskurs wie das gesellschaftliche Wirgefühl und berührt auch die Grundlagen psychotherapeutischen Handelns. Allmählich wächst das Problembewusstsein.  

 

In der begründeten Erwartung, im Jahr 2021 die wegen der Corona-Pandemie ausgefallene Erfurter Psychotherapiewoche nachholen zu können, bleibt das Leitthema der EPW 2021 unverändert:

Verbinden und/oder Trennen

Umgang mit Abgrenzung in Psychotherapie und Gesellschaft

Das Leitthema der 30. Erfurter Psychotherapiewoche 2021 bildet den Rahmen für die Annäherung an diese Probleme, die sowohl unseren Berufsstand als auch unser demokratisches Gemeinwesen insgesamt betreffen. Die Plenarvorträge werden - wie gewohnt - in interdisziplinärer Perspektive den Fokus auf jene Themen richten, die uns als in dieser Welt lebende Menschen und Psychotherapeuten angehen.

Wir freuen uns auf anregende Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Berufen und methodischen Orientierungen.

 

Ihr Prof. Dr. Michael Geyer
für die wissenschaftliche und organisatorische Leitung

 

 

 

Referentinnen und Referenten laden wir herzlich zur Mitarbeit ein. Bitte übermitteln Sie Ihre Daten zur Person und zu Ihrer Veranstaltung online über unsere Anmeldeseite für Dozenten:

 

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